Glücksbringer Silvester: Alles über die Bedeutung der Neujahrs-Glückssymbole

Glücksbringer Silvester: Alles über die Bedeutung der Neujahrs-Glückssymbole

Wir lieben Silvester! Mit der größten Feier des Jahres verabschieden wir das alte Jahr und begrüßen das neue – Glücksbringer wie Kleeblatt, Glücksschwein und Hufeisen dürfen dabei nicht fehlen. Aber warum verschenken wir eigentlich Glücksbringer an Silvester?

Es gibt viele tolle Traditionen und Bräuche an Silvester: Fondue essen, Wachsgießen, “Dinner for One” schauen oder um Mitternacht mit einem Sekt anstoßen und das Feuerwerk bestaunen sind nur einige davon. Unsere Tische sind dabei häufig mit vierblättrigen Kleeblättern und Figuren wie Schornsteinfegern, Marienkäfern, Fliegenpilzen, Glücksklee oder Schweinchen dekoriert. Von Herzen verschenken wir Glücksbringer auch an unsere Nachbarn, Freunde und Familie, damit sie gut in das neue Jahr starten. Bestimmt hast du dich das ein oder andere Mal gefragt, warum wir gerade DIESE Glücksbringer verschenken und woher der Brauch überhaupt kommt. Wir haben die Antwort!

Glücksbringer für Silvester und ihre Bedeutung

Es gibt viele verschiedene Glücksbringer für Silvester und jeder von ihnen hat eine ganz besondere Bedeutung:

  • Glücksklee: Ein dreiblättriges Kleeblatt ist nichts Besonderes, ein vierblättriges dagegen ist außergewöhnlich. In der Natur kommt es nur selten vor, da es sich um eine Genmutation handelt - es wächst mit einem Blatt zu viel. Ein vierblättriges Kleeblatt bringt laut Volksmund aber nur Glück, wenn man es geschenkt bekommt oder nicht aktiv danach sucht. Eine Legende besagt, dass Eva ein solches Kleeblatt bei sich trug, als sie aus dem Paradies vertrieben wurde. Wer ein Glückskleeblatt findet, der hält also ein Stück Paradies in seinen Händen.
  • Schweinchen (Glücksschwein): Im frühen Mittelalter war das Schwein im europäischen Raum ein Symbol für Wohlstand, Fruchtbarkeit und körperliche Stärke. Wer ein Schwein besaß, galt damals als reich und angesehen. Laut Volksglaube soll man an Neujahr deshalb Schweinefleisch essen, um im kommenden Jahr Glück zu haben. Funfact: Das Sprichwort “Schwein gehabt” entstand während kriegerisch-sportlicher Wettbewerbe, bei denen der Verlierer jedes Mal ein Schweinchen geschenkt bekommen hat. Er hat sozusagen “Schwein gehabt”, dass er sich nicht stark verletzt hat oder gestorben ist.
  • Schornsteinfeger (Rauchfangkehrer): Der Kamin war früher eines der wichtigsten Orte im Haus - an ihm wurde Essen zubereitet und sich gewärmt. Kein Wunder, dass der Schornsteinfeger als Retter in der Not angesehen wurde, falls der Kamin mal ausfiel. Durch seine Arbeit galt er als “Glücksbringer” - auch, weil er durch die regelmäßige Wartung der Kamine verheerende Unglücke wie Hausbrände verhindert hat. Wer die schwarze Kleidung eines Schornsteinfegers berührt, so der Aberglaube, soll sogar noch mehr Glück bekommen. Außerdem: Die Rechnungen des Rauchfangkehrers mussten traditionell am Jahresanfang beglichen werden. So war der Schornsteinfeger meist der erste Gratulant nach dem Jahreswechsel.
  • Hufeisen: Pferde gelten seit jeher als kraftvolle und starke Tiere. Wenn sie ein Hufeisen verlieren und man es findet, gilt das als Zeichen für Glück. Sie wurden traditionell über Haus- oder Stalltür gehangen, meist am Silvesterabend. Ob es dabei nach unten oder oben zeigen soll, ist nicht eindeutig geregelt. Bei einem nach unten geöffneten Hufeisen wird das Glück “über einen ausgeschüttet”, während in einem nach oben geöffneten Hufeisen das Glück aufbewahrt wird.
  • Marienkäfer: Seinen Namen hat er seit dem Mittelalter der Jungfrau Maria aus dem christlichen Glauben zu verdanken. Er steht als Symbol für Glück und soll Kinder beschützen, wenn er ihnen zufliegt. Wenn der Glückskäfer rot ist und sieben Punkte hat, soll er sogar Hexen verbannen können. Verletzt oder tötet man ihn, bringt das Unglück.
  • Fliegenpilz: In der altnordischen Sagenwelt gilt der rote Fliegenpilz als Glückspilz. Die Berserker (Krieger) sollen sich vor Kämpfen mit dem Glückspilz betäubt haben, um weniger Schmerz zu spüren und unerschrocken in den Kampf zu ziehen.
  • Glückscent (Glückspfennig): Der Glückscent besteht aus Kupfer - einem Material, dem nachgesagt wird, böse Zauber zu lösen. Zum Schutz vor Hexen nagelte man ihn früher an die Stalltür. Wenn man einen Cent findet, soll er Glück bringen, da laut Volksmund “in allem Kleinen der Ursprung in etwas Großem liegt”. Als Geschenk soll der Cent der beschenkten Person finanzielles Glück bringen.

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Glücksbringer Silvester kaufen

Wenn du deinen Liebsten an Neujahr auch ganz viel Glück wünschen möchtest, schau dir doch mal diese süßen Glücksbringer an. Sie geben tolle kleine Geschenke ab:

Glücksbringer Silvester basteln

Natürlich kannst du Glücksbringer als Geschenk für deine Liebsten auch selber basteln. Dann kommen sie auf jeden Fall von Herzen. Nimm zum Beispiel ein leeres Einmachglas, befülle es mit etwas künstlichem Gras oder Moos und lege ein paar Silvester-Glücksbringer wie Schweinchen oder einen Glückspfennig hinein. Dieses Glas soll der oder die Beschenkte nun das ganze nächste Jahr über mit kleinen Zettelchen befüllen, auf denen schöne Momente festgehalten werden. 

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, einen Glücksbringer zu häkeln. Alternativ bastelst du welche aus Pappe und befestigt jeweils ein Motiv auf einem Zahnstocher. Diese können dann z.B. auf kleine selbstgebackene Muffins mit Zitrone oder Neujahrsgebäck gesteckt werden. Auch süß: Ein Reagenzglas mit Deckel mit grünen Smarties befüllen und auf einen kleinen Anhänger mit den Worten: “Glückspillen – Mindestens 1x täglich vernaschen” dranhängen. 

Ob du nun Schweinchen, Marienkäfer, Glückspfennig und Co. kaufst oder bastelst: Deine Liebsten werden sich über das nette Geschenk an Neujahr sicher freuen, da es von Herzen kommt. So starten wir gerne in das neue Jahr!

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Verwendete Quellen: theology.de, gluecksbringer-finden.de, pinterest.de

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