Tattoo Schmerzen: Wo tut es am meisten weh?

Tattoo Schmerzen: Wo tut es am meisten weh? Die Erfahrungen der Redaktion

Tut das Stechen eines Tattoos weh? Und welche Stellen sind besonders schmerzhaft? Wir verraten dir, welche Erfahrungen wir gemacht haben.

Tattoos sind wunderschön. Sie schmücken die Haut und sind immer ein Hingucker. Überlegst du gerade, dir auch eins stechen zu lassen, doch hast Angst vor den Schmerzen? Keine Sorge: We got you. Wir verraten dir, welche Körperstellen als besonders schmerzhaft gelten und welche Erfahrungen wir in der Redaktion mit den Schmerzen bei unseren Tätowierungen gemacht haben.

Das kommt beim Tätowieren auf dich zu

Beim Stechen eines Tattoos werden Farbpigmente mithilfe einer Nadel unter die Haut gebracht. Die Farbpigmente der Tätowierung verbleiben in der mittleren Hautschicht und können nicht vom Körper abgebaut werden, da sie zu groß sind. Deshalb verbleiben die Farbpigmente an der Stelle und halten in der Regel ein Leben lang. 

Lässt du dir dein allererstes Tattoo stechen, bist du vielleicht nervös und weißt nicht, was auf dich zukommt. Um dir etwas von der Aufregung zu nehmen, erklären wir dir hier, wie eine klassische Tattoo-Session in der Regel abläuft. Weißt du nämlich, was dich erwartet, kannst du dich vielleicht auch besser darauf einstellen und wirst später nicht vom Schmerz überrascht.

  • Zuerst besprichst du das Motiv und die Platzierung mit deinem Tätowierer oder deiner Tätowiererin. Hier solltet ihr euch viel Zeit nehmen, damit später alles genau so ist, wie du es dir vorgestellt hast. Bist du nicht 100 Prozent zufrieden mit dem Motiv oder der Platzierung, solltest du das unbedingt ansprechen, damit du nicht für immer ein Tattoo hast, das dir nicht wirklich gefällt.
  • Steht der Plan, bereitet der Tätowierer bzw. die Tätowiererin die Hautstelle vor. Eventuell muss hier rasiert werden und der Bereich wird gereinigt und desinfiziert.
  • Danach kommt der Stenzel auf die Körperstelle. Die Vorlage muss 100-prozentig so sitzen, wie du es dir vorgestellt hast. Manchmal sind mehrere Versuche nötig, um den Stenzel perfekt zu positionieren.
  • Sitzt alles, geht es los ans Stechen. Der Tätowierer oder die Tätowiererin bringt dich in die Position, in der er bzw. sie dich am besten stechen kann. Liegst oder sitzt du bequem und fühlst dich bereit, kann es losgehen. In der Regel wird mit den Konturen begonnen, danach folgen die Schattierungen. Bei der ersten Runde wird noch nicht allzu tief gestochen. Die zweite Runde tut oft etwas mehr weh.
  • Ist dein Tattoo fertig gestochen, wird es noch einmal gereinigt und du kannst es genau betrachten. Danach wird eine pflegende Salbe auf das Tattoo gegeben und eine Folie auf die Hautstelle geklebt. So soll verhindert werden, dass Schmutz und Bakterien an die offene Wunde kommen. Dein Tätowierer bzw. deine Tätowiererin gibt dir genaue Anweisungen, wie du dich nach dem Stechen zu verhalten hast und wie du dein Tattoo richtig pflegst.

Schmerzen beim Tätowieren sind sehr individuell

Das Schmerzempfinden von uns Menschen ist sehr individuell. Während der eine die Schmerzen beim Tätowieren sehr intensiv wahrnimmt, kann der andere die Nadel kaum spüren. Wie sehr ein Tattoo wirklich bei dir wehtun wird, lässt sich im Vorhinein kaum sagen. Schmerz ist eine subjektive Erfahrung, die bei jedem ein Stück weit anders ist. Das Schmerzempfinden ist unter anderem abhängig von dem Geschlecht, dem Alter, der Stelle, die tätowiert wird sowie der individuellen Schmerztoleranz.

Tattoo Schmerzen lindern: Die Vorbereitung ist das A und O

Kann man sich auf den Schmerz beim Tätowieren vorbereiten? Gibt es irgendwas, was den Schmerz lindern kann? Jein. Wichtig ist vor allem die richtige Vorbereitung. Denn sich ein Tattoo stechen zu lassen, strengt den Körper an. Deshalb sollte sich dein Körper vor der Tattoo-Session gut erholen und Kraft tanken. Schlafe dich vor dem Termin gut aus, plane dir genug Zeit ein, um zum Tattoo-Studio zu kommen, damit du nicht gestresst ankommst. Trinke und esse genug, bevor die Nadel gesenkt wird.

Übrigens: Betäubungsmittel wie Alkohol oder Drogen sind vor dem Tätowieren absolut tabu. Und auch schmerzlindernde Salben und Cremes darfst du nicht verwenden, da sie das Tätowieren eventuell erschweren. 

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Schmerzatlas: An diesen Stellen tut das Tätowieren am meisten weh

Zwar sind Schmerzen beim Tätowieren sehr subjektiv und individuell, jedoch lässt sich aus Erfahrungsberichten Folgendes feststellen: In der Regel ist das Stechen an knochigen Stellen ohne viele Fettpolster besonders schmerzhaft. Wir verraten dir, welche Körperstellen laut den Tattoo-Experten von Skin Stories oft als schmerzhaft oder weniger schmerzhaft empfunden werden. Dabei verteilen wir Punkte von 1 bis 3 (1 = meist leichter Schmerz, 2 = meist mittlerer Schmerz, 3 = meist stärkerer Schmerz).

  • Unterlippen Tattoo: 1
  • Hals Tattoo: 3
  • Nacken Tattoo: 2
  • Rücken Tattoo: 2
  • Brust Tattoo: 2
  • Underboob Tattoo: 3
  • Rippen Tattoo: 3
  • Bauch Tattoo: 3
  • Oberarm Tattoo: 2
  • Unterarm Tattoo: 1
  • Handgelenk Tattoo: 2
  • Hand Tattoo: 3
  • Finger Tattoo: 3
  • Oberschenkel Tattoo: 2
  • Waden Tattoo: 1
  • Fuß Tattoo: 3

Es gibt also Bereiche, die tendenziell mehr wehtun als andere. Das sollte jetzt aber noch lange kein Grund sein, sich das Wunschtattoo nicht an der Wunschstelle stechen zu lassen. Denke immer dran: Der Schmerz ist nur temporär und das Tattoo hält am Ende im besten Fall ewig. Es gibt noch weitere Faktoren, die in deine Entscheidung zur Platzierung deines Tattoos mit einbezogen werden sollten. Hierzu zählt auch das Aging (Wie schnell altert das Tattoo?) oder schlicht und einfach die Ästhetik und dein persönlicher Geschmack sowie die Empfehlung deines Tätowierers bzw. deiner Tätowiererin.

Erfahrungen der Redaktion: So schmerzhaft sind Tattoos wirklich

In der Jolie-Redaktion haben wir uns fast alle schon getraut und uns unter die Nadel gelegt. Und das sogar nicht nur einmal, sondern gleich mehrmals. Beim Tätowieren ist es für viele nämlich ähnlich wie bei der Geburt eines Kindes: Man vergisst den Schmerz schnell wieder und will danach unbedingt noch eins. Sieht man das wunderschöne Ergebnis, ist man direkt super hyped und will gleich noch mehr Tattoos.

Hier erfährst du, wie jede Redakteurin die Schmerzen beim Tattoostechen empfunden hat und welche Stellen unserer Erfahrungen nach besonders wehtaten.

– Stella

Meine ersten Tattoos habe ich damals mit 18 stechen lassen. Direkt zwei auf einmal. Eins am Handgelenk und eins hinter dem Ohr. Ich war überrascht: Der Schmerz war nicht annähernd so schlimm, wie ich ihn mir vorgestellt hatte und für mich sehr gut auszuhalten. Heute – 10 Jahre später – habe ich insgesamt 25 Tattoos (ich musste kurz nachzählen) und ein Ende ist für mich noch nicht in Sicht. Die Schmerzen waren für mich bei jedem Tattoo sehr gut auszuhalten. Lediglich an den Knöcheln und Füßen muss ich sagen, dass das Stechen sehr wehtat. Am wenigsten habe ich etwas an den Unterarmen gespürt. Hier musste ich zwischendurch noch mal hingucken, um zu sehen, ob überhaupt gerade noch gestochen wird. Mein Fazit: Ob ich meine Füße noch mal tätowieren lassen würde, weiß ich nicht genau. Ich bin aber immer froh, wenn ich meine Tattoos sehe. Der Schmerz ist halt eben vergänglich, doch das schöne Tattoo bleibt.

– Kyra

Ich glaube, richtig schmerzhaft war für mich nur die Innenseite des Fußes (da habe ich La Vida Loca stehen) und die Innenseite des Oberarms (da sind Koordinaten). Irgendwie ist da alles empfindlicher.

– Laura

Mein erstes Tattoo habe ich mir auf die Innenseite meines Unterarms in der Nähe des Handgelenks stechen lassen. Am Anfang war ich schon ein wenig nervös, aber ich habe schnell gemerkt, dass diese Stelle kaum schmerzhaft ist. Alles hat ohne Probleme funktioniert. Ähnlich war es bei meinem zweiten Tattoo am äußeren Unterarm. Ich muss zugeben: Das Stechen war sogar ziemlich entspannend…

Schmerzen beim Abheilen: Das kannst du tun

Nach dem Tätowieren geht die Haut schnell in die Heilungsphase über. Wundflüssigkeit und Schorf sind während der Abheilung ganz normal. Nach einigen Tagen kann das Tattoo etwas anfangen zu jucken. Das ist Teil der Regeneration. Dann solltest du auf keinen Fall kratzen und auch den Schorf nicht entfernen. Das solltest du stattdessen tun, damit dein frisches Tattoo gut und schnell abheilen kann:

  • Treibe eine Woche lang keinen Sport.
  • Sauna, Schwimmen und Sonnen sind in den ersten Wochen nach dem Tätowieren auch tabu.
  • Langes Baden solltest du vermeiden, duschen ist aber voll okay.
  • Trinke viel Wasser und ernähre dich gesund und ausgewogen.
  • Pflege dein Tattoo mehrmals täglich mit einer speziellen Tattoocreme.

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Verwendete Quellen: skin-stories.com, kodiaktattoo.com

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