Tattoo Pflege: Tipps für ein frisch gestochenes und altes Tattoo

Du hast dir ein neues Tattoo stechen lassen, weißt aber nicht genau, wie du das Kunstwerk nun optimal pflegst, sodass es nicht nur möglichst lange schön und ansehnlich bleibt, sondern auch perfekt abheilt? Wir haben ein paar Tipps und Tricks für einen gesunden Heilungsprozess für dein frisch gestochenes Tattoo aufgeschrieben, denn in der Hektik kann man schon mal die eine oder andere Anweisung vom Tätowierer vergessen. Und eine perfekte Tattoo Pflege ist das A und O, um lange Freude an deinem neuen Kunstwerk zu haben.

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Wie pflege ich mein neues Tattoo?

So schön ein frisch gestochenes Tattoo auch sein mag, es ist und bleibt eine Wunde. Je größer, desto vorsichtiger musst du damit umgehen. Denn die Haut ist oberflächlich verletzt, es kann zu Blutungen kommen, in jedem Fall tritt aus einem frisch gestochenen Tattoo Wundwasser aus. Daher ist eine gute Tattoo-Pflege auch so wichtig. Immerhin kann sich die Wunde im schlimmsten Fall infizieren. Ein guter Tätowierer schickt euch mit einer dünnen Schicht Salbe und einer Folie über dem Tattoo sowie einer Anleitung für die ideale Tattoo Pflege nach Hause. Die Folie solltet ihr laut Tattoo-Expertin Stella Benecke, Gründerin des Online-Shops Beard & Shave, erst nach circa drei Stunden abnehmen. Nicht erschrecken: darunter kann sich Blut und Wundwasser sammeln. Mit deinem neuen Tattoo ist nichts passiert, es ist ganz normal, dass Sekret abgegeben wird. Um das frisch gestochene Kunstwerk zu reinigen, kannst du jetzt klares Wasser darüber laufen lassen und schließlich mit einer speziellen Tattoo-Seife waschen. Parfümierte-Seifen und irritierende Substanzen sind nicht ideal, da die Haut nach einem Tattoo empfindlicher ist als sonst. Nachdem du das Tattoo vorsichtig abgewaschen hast, kannst du es behutsam trocken tupfen. Hierfür solltest du aber kein herkömmliches Handtuch verwenden, sondern ein Papiertuch, das nicht fusselt oder Rückstände hinterlässt. Eine Folie brauchst du danach nicht mehr aufzulegen! Vielmehr braucht das frisch gestochene Tattoo jetzt Luft, um abzuheilen. Auch das gehört zur perfekten Tattoo-Pflege.

Tattoo Pflege-Creme - Braucht man das?

Ihr braucht definitiv eine Creme für den Heilungsprozess. Hier bieten sich Wund- und Heilsalben an, die ihr dreimal täglich vorsichtig und mit sauberen Händen auf das neue Tattoo auftragt. Tipp der Expertin: dünne Schichten auftragen, um die Haut nicht aufzuweichen, was zu Pustelbildung und Farbverlust des neuen Tattoos führen kann. Die beste Tattoo-Creme ist die "After Tattoo" Pflege von Tattoo Med. Mit 450 Bewertungen und fast 5 Sternen ist sie die beste Pflege für dein frisch gestochenes Tattoo. Eine tolle vegane Alternative ist die Hustle Butter Deluxe. Die kann auf ein frisches, sowie auf ein abgeheiltes Tattoo aufgetragen werden und pflegt es wunderbar. Sie ist aus Mango, Kokos, Papaya und weiteren hochwertigen Sheabuttern hergestellt. Wer sein Tattoo auch noch lange nach der Heilung erstrahlen lassen will, der kann es täglich mit dieser Daily Tattoo Care eincremen. Der Lichtschutzfaktor der Creme schützt die Haut vor UV-Strahlung und bietet einen Basisschutz. 

Woraus besteht Tattoo-Creme?

Ihr habt sicher schon gehört, dass die Tattoo-Pflege mit Vaseline vollkommen ausreichend ist. Das stimmt so auch, bietet sich allerdings nicht bei jedem Tattoo an. Bei einem Bamboo-Tattoo, das sehr fein gestochen wird, ist die verletzte Hautpartie kleiner und kann schneller abheilen. Da genügt die Pflege mit Vaseline vollkommen. Bei einem Tattoo, welches mit der Maschine gestochen wurde, empfehlen wir die Pflege mit einer Profi-Tattoo-Creme. Aus dem einfachen Grund, das Vaseline auf Erdöl basiert und die Haut bei großen Tattoos "ersticken" könnte. 

Pantheon-Cremes machen die Haut geschmeidig und binden die Feuchtigkeit, welches sie vor dem Austrocknen und der Narbenbildung schützt. Die Zellbildung wird angekurbelt und dein Tattoo kann schneller abheilen. Tragt sie nicht zu dick auf, da es schnell zu einer Überpflegung kommen kann. Viel hilft in diesem Fall nicht viel!

Trotzdem solltet ihr auch nach dem Heilungsprozess darauf achten, dass euer Tattoo regelmäßig eingecremt wird. Eine weitere Nachsorge, die ihr beachten solltet, damit ihr längere Zeit Spaß an eurem Tattoo habt: Das Meiden von direkter Sonneneinstrahlung. Der Besuch im Solarium, als auch exzessives Sonnenbaden tut euren Tattoos nicht gut und lässt die Farbe schneller verblassen.

Welche Creme ist am besten für Tattoos?

Natürlich ist jede Haut unterschiedlich – und so ist es natürlich nicht verwunderlich, dass jede Haut auch auf unterschiedliche Weise auf Pflegecremes reagiert. Bei Tattoo-Cremes sollte man deshalb vor der Anwendung unbedingt auf die Inhaltsstoffe achten, um Ausschlag oder andere Hautreaktionen vermeiden zu können. 

Die Top 3 der Tattoo-Cremes, haben wir euch hier verlinkt:

1. Tägliche Tattoo-Pflege für tätowierte Haut, ca. 13 Euro

2. Tattoo-Pflege für frische Tätowierungen, ca. 11 Euro

3. Vegane Tattoo-Pflege für den täglichen gebrauch bei frischen und abgeheilten Tattoos, ca. 10 Euro

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Was tun, wenn das Tattoo juckt?

Es ist ganz normal, dass ein frisch gestochenes Tattoo jucken kann. Es ist immerhin eine Wunde, die langsam zu heilen beginnt. Und das juckt eben. Auch Expertin Stella Benecke rät dazu, denJuckreiz zu ertragen, denn tatsächlich gehört er zum Heilungsprozess. Versucht nicht zu kratzen und bloß nicht die Kruste abzufummeln, denn das würde die Narbenbildung fördern. Sollte das Tattoo extrem jucken, dann konsultiert einen Arzt.

Wann ist der beste Zeitpunkt, um sich ein Tattoo stechen zu lassen?

Natürlich geht es hierbei nicht um die Tageszeit, sondern um die Jahreszeit – denn die draußen herrschende Temperatur kann sich durchaus auf eure neue Tätowierung auswirken. Profis halten den Frühling und Herbst für die beste Zeit, um sich ein Tattoo stechen zu lassen. Wieso? Die Gründe sind einfach: Beide Jahreszeiten haben beständiges Wetter, es ist nicht zu warm und nicht zu kalt, es wird nicht geschwitzt. So kann das Tattoo problemlos abheilen.

Im Sommer und Winter könnten dagegen einige Probleme auftreten. Durch die leichte Bekleidung in der Sommerzeit können wir unser frisches Tattoo nur schwer vor der Sonneneinstrahlung schützen oder uns während der Wundheilung im kalten Nass abkühlen. Im Winter könnte dicke Kleidung, die am neuen Tattoo Reibung verursachen kann, Schmerzen fördern und die Heilung verzögern. 

Neues Tattoo: Sport?

 

© iStock Egal ob ihr einen ganzen Arm voll Tattoos habt oder nur eine kleine Tätowierung - mit unseren Tipps zur Tattoo Pflege sieht euer Körperschmuck länger gut aus!

 

Ein neues Tattoo braucht Pflege und Ruhe, um zu heilen, keine Anstrengung und Sport. Deshalb versucht die tätowierte Stelle circa zwei Wochen lang nach eurem Tattoo-Termin nicht zu überanstrengen, sonst droht das Tattoo zu schuppen und schlecht zu verheilen. Auch Schweiß ist Gift für dein Tattoo! Schwimmen solltet ihr eurem frisch gestochenen Tattoo zuliebe besser nicht, da sich die wunde Haut laut Beard & Shave-Gründerin Stella entzünden kann und ihr durch Chlor und Co. auch mit Farbverlust rechnen müsst. Dasselbe gilt bei übermäßig langem Duschen und Baden. Für die perfekte Tattoo Pflege gilt: Nicht zu heiß, nicht zu viel Duschgel, Cremes und Co., denn das kann den Heilungsprozess ebenfalls verzögern.

Tattoo Pflege: Wie lange?

Wie lange musst du dein neues Tattoo pflegen? Der Heilungsprozess eines neuen Tattoos dauert zwischen zwei Wochen und einem Monat. Aber Damit endet die Tattoopflege nicht. Damit dein Tattoo so lange wie möglich gut aussieht, bedarf es andauernde Pflege. Die besten Freunde deines Tattoos heißen dabei Sonnen- und Feuchtigkeitscreme. Regelmäßige Feuchtigkeitspflege schützt vor dem Verbleichen der Tätowierung, vor allem an Stellen wie den Händen, Füßen und Ellbogen. Und wenn du dich in die begibst, ist Sonnencreme absolute Pflicht – am besten LSF 45 oder mehr! Vor allem auf den tätowierten Hautpartien. Denn auch das gehört zu einer intensiven Tattoo-Pflege.

Tattoo Pflege im Sommer

Ein frisch gestochenes Tattoo wird im Sommer genau so gepflegt, wie im Winter. Solltest du dir im Urlaub ein Tattoo stechen lassen, solltest du es in den ersten drei Monaten nicht der direkten Sonne aussetzen. Ein Pflaster oder lange Kleidung können es schützen. Nach den drei Monaten solltest du dein Tattoo auch Jahre später mit einer speziellen Sonnencreme vor UV-Strahlung schützen, denn sie bleiben auch Jahre später anfällig für Sonnenbrand. Außerdem kann das UV-Licht Tattoo schneller verblassen lassen, denn UV-Strahlen können die eintätowierten Farbpigmente zerstören. Deshalb solltest du auf deine Tattoo immer einen speziellen Tattoo-Sonnenschutz auftragen, um Verblassungen und ein verwaschenes Aussehen deiner Tattoos zu verhindern. Diese spezielle Sonnencreme können wir dir sehr empfehlen!

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