Fliegende Haare: 5 Tipps gegen statisch aufgeladenes Haar

Fliegende Haare: 5 Tipps gegen statisch aufgeladenes Haar

Fliegende und statisch aufgeladene Haare sind ein Zeichen von fehlender Feuchtigkeit. Fünf Tipps, die wirklich helfen, findest du hier.

Egal ob Mütze oder Schal, die Haare sind immer elektrisch aufgeladen und stehen ab! Ein Problem, womit wir uns im Winter durchschlagen müssen. Doch jetzt soll Schluss sein! Wir verraten dir, wie du dieses haarige Problem händeln kannst.

Die Ursache: Warum sind die Haare statisch aufgeladen?

Gerade zur kalten Jahreszeit müssen wir uns mit aufgeplusterten Haaren rumschlagen, die zu allen Seiten abstehen. Die Physik ist an dem Dilemma Schuld! Das Phänomen "elektrische Haare" oder auch "statisch aufgeladene Haare" und "fliegende Haare" genannt, lässt sich ganz einfach erklären: 

In unserem Körper befinden sich in der Regel genauso viele positive Ladungen (Protonen) wie negative Ladungen (Elektronen). Das Verhältnis zwischen Protonen und Elektronen ist also typischerweise ausgeglichen. Durch Reibung kann sich das Verhältnis allerdings ändern. Streifen wir also zum Beispiel einen Wollpullover über oder kämmen unsere Haare falsch, können negative Elektronen im Haar abgegeben werden, sodass nur noch positive Protonen vorhanden sind. Sind im Haar vermehrt positive Protonen enthalten, stoßen sie sich ab. Das kannst du dir ähnlich wie bei einem Magneten vorstellen. Das Ergebnis: Die Haare fliegen und stehen in alle Richtungen ab.

Das Phänomen tritt besonders häufig im Herbst und Winter auf, da die Haare hier generell eher trocken sind und trockene und strapazierte Haare neigen besonders schnell dazu, sich statisch aufzuladen. Plus: Im Winter tragen wir öfter dicke Wollpullover und Mützen, die die Reibung am Haar verursachen.

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Fliegende Haare vorbeugen: 5 Tipps

1. Die richtige Bürste

Entscheidend ist unter anderem die Wahl der richtigen Bürste, um die elektrostatische Aufladung der Haare zu vermeiden. Verwende hierfür am besten einen großzackigen Kamm aus Holz (hier bei Amazon 🛒). Natürliche Materialien wie Holz sorgen für weniger Reibung als Plastik und Metall. Plastik fördert die elektrische Spannung noch mehr und die Haare stehen stärker ab. So praktisch auch der Tange Teezer sein mag… Hast du oft fliegende Haare, solltest du erst einmal auf ihn verzichten. Auch eine spezielle Ionen-Haarbürste (hier bei Amazon 🛒) kann gegen fliegende Haare helfen. 

2. Föhn mit Ionen-Technologie

Föhne deine Haare am besten mit einem Ionen-Föhn (hier bei Amazon 🛒). Durch die Ionen-Technologie wird die elektrostatische Aufladung der Haare nicht nur verhindert, die Haare trocknen auch viel schneller. Lasse dafür deine Haare erst einmal an der Luft antrocknen. Sind sie zu etwa 80 Prozent trocken, kannst du den Ionen-Föhn verwenden. Achte beim Föhnen darauf, immer von der Haarwurzel in Richtung Haarspitze zu föhnen. So schließt sich die Schuppenschicht der Haare und sie trocknen nicht so schnell aus. Kurz bevor du aufhörst zu föhnen, kannst du noch einmal die Kaltstufe einschalten – damit kannst du noch zusätzlich das fliegende Haar vorbeugen.

3. Feuchtigkeitspflege beim Haarewaschen

Je trockener und strapazierter das Haar, desto eher neigt es zur statischen Aufladung. Darum ist die Feuchtigkeitspflege der Haare besonders wichtig. Das Haar muss mit reichlich Feuchtigkeit versorgt werden, um die elektrische Ladung ableiten zu können. Achte beim Kauf deiner Pflegeprodukte auf feuchtigkeitsspendende und nährstoffreiche Inhaltsstoffe.

Zu jeder Haarwäsche gehört nicht nur das Shampoo, sondern auch der Conditioner. Zusätzlich kannst du ein- bis zweimal die Woche deinen Haaren ein intensiveres Treatment bestehend aus einer Haarmaske gönnen. Gerade jetzt, wenn du merkst, dass dein Haar durch die Heizungsluft extrem strapaziert ist, freut es sich über die Extraportion Feuchtigkeit.

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4. Feuchtigkeitsspendende Leave-in-Pflege

Hand aufs Herz – wir haben morgens manchmal gar nicht die Zeit dafür, das volle Treatment fürs Haar anzuwenden. Aber eine feuchtigkeitsspendende Leave-in-Pflege fürs Haar ist ein wahres Wundermittel gegen aufgeladenes Haar. Eine Leave-in-Creme (hier bei Amazon 🛒) oder ein Haaröl (hier bei Amazon 🛒) spenden dem Haar Feuchtigkeit und legen sich um das Haar wie ein Schutzfilm und verhindern somit eine abstehende Frise. Einfach nach dem Styling eine kleine Menge vom Öl oder der Creme in die Handflächen geben und vorsichtig ins Haar streichen. Dabei den Haaransatz aussparen. Das kannst du sowohl im nassen als auch im trockenen Haar machen.

5. Luftfeuchtigkeit erhöhen

Besonders im Winter kommen wir um die trockene Heizungsluft nicht drumherum. Immerhin wollen wir ja nicht in unserer Wohnung frieren. Doch unsere Haut und unser Haar mögen das gar nicht. Durch die trockene Luft verlieren Haut und Haar an Feuchtigkeit. Die Folge: Trockene, schuppige Haut und sprödes, trockenes Haar, das oft elektrisch aufgeladen ist. Was da helfen kann, ist ein spezieller Luftbefeuchter (hier bei Amazon 🛒), den man sich in der Wohnung aufstellt. Ein günstigerer Trick, der sich ganz einfach umsetzen lässt: Stelle einfach Schüsseln mit etwas Wasser auf deine Heizungen. Sie bringen etwas mehr Feuchtigkeit in den Raum, was dir nicht nur deine Haut und dein Haar, sondern auch deine Schleimhäute danken werden. Achte nur darauf, die Schüsseln regelmäßig nachzufüllen, wenn das Wasser verdunstet ist.

3 SOS-Tricks bei fliegenden Haaren

Bist du unterwegs und bemerkst plötzlich, dass sich deine Haare elektrisch aufgeladen haben und wie wild abstehen? Dann kannst du einen dieser drei SOS-Tricks ausprobieren:

  1. Handcreme: Eine pflegende Handcreme haben die meisten von uns wohl in der Handtasche. Bemerkst du, dass deine Haare statisch aufgeladen sind, kannst du einfach etwas Handcreme in den Händen verreiben und mit den Resten leicht durchs Haar fahren. Die Handcreme spendet Feuchtigkeit und hält die Haare in Schach. Verwende aber nicht zu viel, damit die Haare nicht gleich fettig aussehen.
  2. Feuchtes Tuch: Auch Feuchttücher können dabei helfen, dem trockenen Haar zwischendurch wieder etwas mehr Feuchtigkeit zu verleihen und so das fliegende Haar zu bändigen. Fahre einfach mit dem feuchten Tuch sanft über den Kopf vom Ansatz bis in die Spitzen. Die abstehenden Haare werden sich im Nu wieder an den Kopf legen.
  3. Feuchte Hände: Mit trockenen Händen durch das Haar zu fahren, wenn es elektrisch aufgeladen ist, bringt nicht viel. Was du stattdessen machen kannst, ist, deine Hände unter laufendem Wasser anzufeuchten. Danach schüttelst du die Hände einmal aus, um die grobe Nässe loszuwerden und fährst dann mit den feuchten Händen durchs Haar. Dieses sieht dann direkt gebändigter aus.

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