Festes Duschgel im Test 2022

Festes Duschgel im Test: Die besten plastikfreien Dusch-Bars

Es ist nicht nur gut für den Körper, sondern auch für die Umwelt: das feste Duschgel. Was die plastikfreie Duschseife alles kann, welches die besten Produkte sind und was du bei der Anwendung beachten solltest, erfährst du hier.

Shampooflaschen, Wattestäbchen, Periodenprodukte – in unserem Bad sammelt sich so einiges an Müll an. Auch unser tägliche Duschhelfer, das Duschgel, verursacht Monat für Monat, Flasche für Flasche immer mehr Müll. Um die Umwelt mit weniger Müll zu belasten, greifen viele zu plastikfreien Produkten. Metallstrohhalme, waschbare Abschminkpads und Co. haben sich in vielen Haushalten schon durchgesetzt. Und auch feste Duschprodukte sind auf dem Vormarsch. Alles, was du über das feste Duschgel wissen musst und die besten Produkte findest du hier.

Was genau ist ein festes Duschgel überhaupt?

Ein festes Duschgel wird auch manchmal Duschseife, Dusch-Bar oder nacktes Duschgel genannt, da es ohne Verpackung auskommt. Im Grunde handelt es sich hierbei um ein stinknormales Duschgel, dem Wasser entzogen wurde. So kommt es nicht flüssig, sondern in fester Form daher. Optisch sieht das feste Duschgel also wie ein Stück Seife aus.

Um die Duschseife zu verwenden, wird diese einfach mit etwas Wasser aufgeschäumt und dann am Körper verteilt. Dabei ist ein festes Duschgel aber nicht mit einer herkömmlichen Handseife gleichzusetzen. Während das Seifenstück auf Basis pflanzlicher oder tierischer Fette hergestellt und mit einer Lauge gekocht wird, sind in einem festen Duschgel die typischen Inhaltsstoffe enthalten, die auch in flüssigen Duschgels enthalten sind. Der pH-Wert ist hier niedriger als bei der Seife und somit ist das nackte Duschgel auch schonender zur Haut als ein Stück Seife. In puncto Verträglichkeit liegt also das feste Duschgel vorne.

Zero Waste: So gut sind feste Waschprodukte für Körper und Umwelt

Immer mehr Personen schließen sich dem Zero-Waste-Lifestyle an (thank God!). Statt Plastikprodukte wird auf nachhaltige und recycelbare Materialien gesetzt und Einweg wird durch wiederverwendete Produkte ersetzt. Bambuszahnbürste statt Plastikzahnbürste und wiederverwendbare Menstruationstasse statt Einweg-Tampon. 

Höchste Zeit, dass wir unseren Plastikkonsum herunterschrauben und versuchen, weniger Müll zu produzieren. Laut Umweltbundesamt geht man nämlich davon aus, dass sich zwischen 100 und 142 Millionen Tonnen Müll in den Meeren befinden. Jährlich kommen etwa 10 Millionen weitere Tonnen dazu. Auch die Beautyindustrie reagiert und bringt mehr und mehr nachhaltige Kosmetikprodukte auf den Markt. Zu diesen zählen auch feste Waschprodukte wie Dusch-Bars, Shampoo-Bars oder Conditioner-Bars, die komplett auf Plastik verzichten.

Doch feste Duschgels, Shampoos und Co. sind nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch unseren Körper. Oft handelt es sich hierbei um zertifizierte Naturkosmetik. Die Produkte enthalten jede Menge pflegende Inhaltsstoffe und setzen dabei oft auf natürliche Wirkstoffe und weniger Chemie. Das macht sie besonders verträglich. Um Umwelt und Körper nicht zu schaden, sollte ein festes Duschgel auf folgende Inhaltsstoffe verzichten:

  • Mikroplastik
  • Silikone
  • Sulfate
  • Parabene
  • PEGs
  • Mineralöl
  • Synthetische Duftstoffe, Farbstoffe und Konservierungsstoffe

Außerdem ist es gut, wenn es ohne Verpackung aus Plastik auskommt, biologisch abbaubar, vegan und tierveruchsfrei, klimaneutral und fair produziert ist.

Unsere Lieblinge: Die 3 besten festen Duschgels

Dusch-Bar: Das sagt Ökotest zu den plastikfreien Duschgels

Ökotest hat im Dezember 2021 feste Duschgele von 18 Marken untersucht. Das Ergebnis: Fast alle Produkte sind empfehlenswert und nur einige Hersteller verwenden Problemstoffe. Die meisten Hersteller setzen laut Ökotest auf verträgliche und pH-freundliche Wirkstoffe und verzichten auf problematische und kritische Inhaltsstoffe.

Ein weiterer Vorteil der Waschstücke, auf den Ökotest aufmerksam macht: Sie sind sehr ergiebig und ein 100 Gramm Waschstück hält grob gerechnet für genau so viele Duschgänge wie zwei bis drei 250 Milliliter Flaschen. Somit sparst du auch bares Geld. Den ganzen Testbericht findest du hier.

Festes Duschgel im Test: Unsere Erfahrungen

Ich bin vor einiger Zeit auf feste Duschgels umgestiegen. Zugegeben: Zuerst war ich skeptisch und die Anwendung war etwas ungewohnt, doch nun kann ich mir kaum noch vorstellen, wieder flüssiges Duschgel zu verwenden. Ich schäume die Dusch-Bar immer mit etwas Wasser zwischen den Händen auf und verteile den Schaum dann auf meinem gesamten Körper.

Dabei konnte ich bereits feststellen, dass ein festes Duschgel deutlich länger hält als ein flüssiges. Ich habe mein aktuelles Waschstück schon etwa drei Monate, ein flüssiges Duschgel hält bei mir oft nicht länger als zwei Monate. Und auch meinem Gewissen geht es seither ein Stückchen besser. Ich verschwende weniger Plastikmüll und habe mittlerweile auch Wattepads gegen waschbare Abschminkpads und flüssige Bodylotion gegen eine feste In-Dusch-Bodylotion getauscht.

Anwendung: So benutzt man ein festes Duschgel richtig

Die Anwendung einer Duschseife ist zunächst vielleicht etwas ungewohnt, im Grunde aber ganz einfach. Diese Punkte solltest du beachten:

  1. Schäume das feste Duschgel mit etwas Wasser zwischen den Händen auf. 
  2. Danach kannst du den Schaum am ganzen Körper verteilen und dich gründlich einseifen.
  3. Alternativ kannst du das Seifenstück auch direkt auf dem Körper reiben.
  4. Danach alles abwaschen und die Bodylotion nach dem Duschen nicht vergessen.

Feste Dusch-Bar richtig aufbewahren: So geht’s

Bist du mit dem Duschen durch, solltest du den restlichen Schaum vom Duschstück abspülen und es anschließend trocken aufbewahren. Bleibt es nämlich an einem feuchten Ort, löst es sich schneller auf und du hast nicht mehr so lange etwas von deinem festen Duschgel. Achte also darauf, dass das feuchte Duschstück gründlich trocknen kann. Zur Aufbewahrung hast du vor allem zwei Möglichkeiten:

  • Seifensäckchen: Eine Duschseife lässt sich optimal in einem Seifensäckchen trocknen und bis zur nächsten Dusche sicher aufbewahren. Du hängst das Säckchen an einem trockenen Ort auf und lässt das feuchte Seifenstück abtropfen. Der Vorteil: Du kannst dich für einen Peeling-Effekt auch mit dem festen Duschgel inklusive Sisalsäckchen einreiben.
  • Seifenschale: Sehr gängig sind auch Seifenschalen. Diese sind nicht nur praktisch, sondern auch dekorativ und setzen dein nacktes Duschgel optimal in Szene. Achte nur darauf, dass deine Seifenschale Abtropfschlitze hat, damit das Wasser vom festen Duschgel nach dem Duschen ablaufen kann.

Fazit: Die Vorteile von festen Duschgels

  • Die Anwendung ist besonders einfach. Du kannst das Seifenstück entweder zwischen den Händen aufschäumen oder direkt auf dem Körper reiben.
  • Ein festes Duschgel ist viel ergiebiger als ein flüssiges Duschgel und spart dir mit der Zeit Geld ein.
  • Viele Hersteller von festen Duschgels verzichten auf problematische Inhaltsstoffe wie synthetische Duftstoffe oder aggressive Sulfate. Somit sind sie in der Regel sehr verträglich.
  • Ein festes Duschgel kommt in der Regel ohne Plastikverpackung aus und produziert daher weniger Müll.
  • Viele feste Duschgels sind für Veganer geeignet, tierversuchsfrei, klimaneutral, biologisch abbaubar und fair produziert.

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Verwendete Quellenumweltbundesamt.de, oekotest.de

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