Verhütungsmittel: Diese Optionen gibt es!

Kinder sind etwas Schönes, doch nicht alle Frauen und Männer sind schon bereit für Kinder oder möchten nie welche. Kein Grund, komplett auf Sex verzichten zu müssen, denn es gibt zahlreiche Möglichkeiten, eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern. Hier bekommst du alle Verhütungsmittel im Überblick!

Verschiedene Verhütungsmittel
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Du willst eine ungewollte Schwangerschaft verhindern? Diese Verhütungsmethoden gibt es!

Das richtige Verhütungsmittel gegen eine ungewollte Schwangerschaft zu finden, ist gar nicht so einfach. Wichtig ist, dass du dich vorher über die Vorteile und Nachteile beraten lässt und dir die möglichen Optionen genau anschaust. Wir haben hier eine Übersicht der Verhütungsmittel für dich zusammengestellt - von hormonellen Methoden, über mechanische Verhütungsmittel bis hin zu hormonfreien Varianten:

Hormonelle Verhütung

  • Die Pille: Sie ist das wohl am häufigsten genutzte Verhütungsmittel und zählt zu den sichersten Methoden. Die Pille wird von Frauen täglich zur etwa selben Uhrzeit eingenommen und enthält Gestagen oder Östrogen, die den Eisprung der Frau unterdrücken. Der Zervixschleim im Gebärmutterhalskanal wird dicker, wodurch Spermien nicht in die Gebärmutter eindringen können.
  • Die Minipille: Diese Methode zur Verhütung funktioniert ähnlich wie die Pille, hat aber nur das Hormon Gestagen. Sie bietet teilweise einen etwas geringeren Schutz gegen eine Schwangerschaft als die herkömmliche Pille, kann dafür aber auch während der Stillzeit eingenommen werden und hat weniger Nebenwirkungen.
  • Der Vaginalring: Diese Methode zur Verhütung ist ein flexibler Kunststoffring, der die Hormone Gestagen und Östrogen ins Blut abgibt. Er wirkt wie die Anti-Baby-Pille und verhindert den Eisprung durch die Verdickung der Gebärmutterschleimhaut. Der Verhütungsring wird durch die Frau selbst eingesetzt und bleibt drei Wochen in der Scheide.
  • Die Hormonspirale: Hierbei handelt es sich um einen elastischen T-förmigen Kunststoffkörper, die von der Frauenärztin oder dem Frauenarzt eingesetzt wird. Diese Methode verbindet die Wirkungsweise der Anti-Baby-Pille und der Kupferspirale und sorgt für eine Verdickung der Gebärmutterschleimhaut, wodurch Spermien nicht eindringen können und es nicht zu einem Eisprung kommt. Die Spirale bietet eine wirksame Verhütung zwischen drei und fünf Jahren.
  • Das Hormonimplantat: Dieses Methode zählt zu den neusten Verhütungsmitteln. Es handelt sich um ein kleines Kunstoffstäbchen, das von der Frauenärztin oder dem Frauenarzt in den Arm gesetzt wird. Auch dieses Verhütungsmittel enthält Gestagen, das an das Blut abgegeben wird.
  • Die Dreimonatsspritze: Die Spritze muss alle drei Monate neu verabreicht werden. Die Methode enthält ein hochdosiertes, lang wirkendes Gestagen.
  • Das Verhütungspflaster: Das ist ein kleines, beiges Pflaster, das am ersten Tag der Menstruation für sieben Tage auf die Haut geklebt wird. Nach einer Woche wird ein neues Verhütungspflaster aufgeklebt, nach drei Wochen eine Pause eingelegt. Auch bei dieser Methode werden die weiblichen Hormone Gestagen und Östrogen ausgeschüttet.

Mechanische Verhütungsmittel

  • Das Kondom: Das Kondom sowie das Femidom sind die einzigen Verhütungsmittel, die auch vor einer Ansteckung mit sexuell übertragbaren Infektionen schützen. Es besteht aus Latexgummi und wird vor dem Sex über den steifen Penis gezogen. Die Samenflüssigkeit wird aufgefangen und gelangt nicht in die Scheide. Ein Vorteil des Kondoms oder des Femidoms ist für viele Frauen, das es hormonfrei ist.
  • Das Frauenkondom (Femidom): Das Femidom ähnelt dem Kondom für Männer. Es ist jedoch breiter und hat zwei Ringe. Einer wird in die Scheide eingeführt, der zweite bleibt außerhalb des Scheideneingangs.
  • Das Diaphragma: Das Diaphragma ist eine Kappe aus Latex, die den Zugang zur Gebärmutter versperrt. Es verhindert das Zusammentreffen von Eizelle und Spermien. Es wird immer in Verbindung mit einem Spermizid verwendet, also einer spermienabtötenden Creme. Nach dem Sex muss es mindestens acht Stunden in der Scheide bleiben.

Natürliche Verhütungsmethoden

  • Die Temperaturmethode: Neben den hormonellen und mechanischen Verhütungsmethoden gibt es auch noch natürliche Empfängnisverhütung. Bei der Temperaturmethode werden mittels Körpertemperatur die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage bestimmt. Diese Methode zur Verhütung kann jedoch einige Nachteile mit sich bringen, wenn nicht konsequent jeden Tag die Temperatur gemessen wird.
  • Der Verhütungscomputer: Durch diese Methode werden ebenfalls die fruchtbaren Tage bestimmt, jedoch durch ein Gerät. Dies kann entweder über die Körpertemperatur oder den Urin passieren.
  • Natürliche Familienplanung: Diese Verhütungsmethode hat weder einen hormonellen noch einen mechanischen Ursprung. Dafür wird der Körper genau beobachtet: Messung der Aufwachtemperatur, Schleimbeobachtung, Beobachtung des Muttermundes.

Andere Verhütungsmethoden

  • Die Kupferspirale oder Kupferkette: Diese hormonfreie Methode besteht entweder aus einer Kunstoffspirale oder einem Nylonfaden, das von einem feinen Kupferfaden umzogen ist. Sie werden von der Frauenärztin oder dem Frauenarzt eingesetzt und schützen mehrere Jahre vor einer Schwangerschaft. Es wird kontinuierlich Kupfer abgegeben, das die Spermien in ihrer Beweglichkeit und Befruchtungsfähigkeit einschränkt. Sollte es doch zu einer Befruchtung kommen, verhindert die Lage der Spirale eine Einnistung.
  • Operative Verhütungsmethoden: Diese Methode umfasst die Sterilisation der Frau oder eine Vasektomie des Mannes. Beide Methoden sollen eine dauerhafte Unfruchtbarkeit herbeiführen.
  • Notfallverhütung: Die Pille danach ist eine Methode zur Verhütung, die nicht präventativ genutzt werden kann und auch nur im Notfall angewendet werden sollte, falls beispielsweise das Kondom gerissen ist. Die Pille danach verschiebt den Eisprung, wenn sie rechtzeitig vor diesem eingenommen wird. Dadurch können sich Spermien nicht in der Eizelle einnisten und sterben ab.
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