Verhütungsmethoden

Verhütungsmethoden

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Verhütungsring

Verhütungsmethoden gibt es viele. Am beliebtesten sind bei den Deutschen immer noch die Pille (Platz 1) und das Kondom (Platz 2). Doch auch zur Pille gibt es hormonelle Verhütungsalternativen, zum Beispiel das Verhütungspflaster oder das Verhütungsstäbchen. Wir stellen euch die gängigen Verhütungsmethoden vor. Wie funktionieren sie? Welche Vor- und Nachteile haben sie? Und was kosten sie? Hier findet ihr alle Infos zu den gängigen Verhütungsmethoden.

Bei allen Verhütungsmethoden ist der sogenannte Pearl-Index angegeben. Er sagt etwas über die Zuverlässigkeit von Verhütungsmethoden aus: Je kleiner der Pearl-Index ist, desto sicherer ist die Verhütungsmethode. Ein Pearl-Index von 0,1 bedeutet, dass eine von tausend Frauen, die ein Jahr lang das gleiche Verhütungsmittel anwenden, schwanger wird. Bei einem Pearl-Index von 1 sind es zehn von tausend und bei einem Pearl-Index von 10 hundert von tausend Frauen.

So wirkt die Verhütungsmethode: Der Verhütungsring (auch "Vaginalring" oder Nuvaring) besteht aus biegsamem Kunststoff und enthält eine niedrig dosierte Kombi der Hormone Östrogen und Gestagen. Die Hormone gelangen über die Schleimhaut in den Organismus und bewirken zweierlei: Sie verhindern den Eisprung und verdicken die Schleimhaut des Gebärmutterhalses so, dass die Spermien nicht eindringen können.

Ihr führt den Verhütungsring zu Beginn eurer Periode wie einen Tampon in die Scheide ein. Dort verbleibt er 21 Tage, nach einer 7-tägigen Pause setzt ihr einen neuen Verhütungsring ein. Während dieser Pause tritt die Monatsblutung auf. Wichtig: Der Verhütungsring muss immer am gleichen Wochentag zur gleichen Uhrzeit eingesetzt und entfernt werden. Stört der Ring mal beim Sex oder sitzt einfach nicht richtig, könnt ihr ihn für maximal drei Stunden entnehmen - auf keinen Fall länger. 

Vorteile: Auch beim Vaginalring müsst ihr nicht täglich an Verhütung denken. Ihr könnt ihn leicht selbst einführen und wieder entfernen.

Nachteile: Mögliche Nebenwirkungen sind Scheidenentzündungen, Ausfluss, Migräne, Akne, Brustspannen und Stimmungsschwankungen. Die Hormon-Kombi, die im Verhütungsring enthalten ist, ähnelt dem der Pille und die erhöht ja bekanntermaßen das Thromboserisiko. Ob Frauen, die mit dem Verhütungsring verhüten, ebenfalls an einem höheren Thromboserisiko leiden, ist noch offen. Der Verhütungsring schützt nicht vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten. Einige Frauen empfinden den Ring beim Sex als störend.

Kosten: 38-45 Euro (Dreimonatspackung mit drei Ringen)

Pearl-Index: 0,4-0,65

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