Du fühlst dich beim Sex nicht "bei der Sache"? Diese 10 Tipps können helfen

Du fühlst dich beim Sex nicht "bei der Sache"? Diese 10 Tipps können helfen

Sex ist bekanntlich die intimste Aktion, die zwei (oder mehrere Menschen) miteinander teilen können. Doch was können wir tun, wenn wir es nicht ganz genießen können und nicht ganz „bei der Sache sind“?

Beim Sex nicht bei der Sache
© Pexels
Es fällt dir schwer, beim Sex den Moment zu genießen? Wir haben zehn Tipps, die dir helfen können.
  • Hast du dich beim Sex schonmal abgelenkt gefühlt, konntest du dich dabei nicht auf die Sache konzentrieren? Denn sich beim Sex nicht präsent zu fühlen, ist eine sehr häufige Erfahrung, über die jedoch niemand wirklich spricht. Neue Untersuchungen der Sexual-Wellness-App „Ferly“ haben ergeben, dass 30 Prozent der Frauen vor, während und nach dem Sex Angst haben und dass sich 92 Prozent der Frauen beim Sex nicht präsent fühlen. 
  • Wir zeigen dir, wie du dich beim Sex präsent(er) fühlen kannst und geben dir Ratschläge wie Achtsamkeitstechniken dir helfen können, deinen Geist und dein Vergnügen wieder zu fokussieren.

Wie fühlt es sich an?

  • Die Art, wie man sich beim Sex nicht präsent fühlen kann, ist für jede Person unterschiedlich. "Es kann wirklich von Person zu Person in der Intensität, wie es empfunden wird, variieren“, erklärt Kate Moyle, Psychotherapeutin bei Ferly. Für die meisten von uns fühlt es sich so an, als ob wir unseren beschäftigten Geist und die kreisenden Gedanken nicht zum Stillstand bringen können und unsere Gedanken von Dingen, die in der Vergangenheit passiert sind, zu Dingen springen lassen, die in der Zukunft passieren könnten, anstatt sich auf den gegenwärtigen Moment einzustellen. Wir möchten beim Sex Momente der Präsenz erleben und den Moment genießen, werden dann aber immer wieder abgelenkt.
  • „Jemand könnte gerade Sex haben, während sein Telefon klingelt und plötzlich kann die Person nur noch an diesen verpassten Anruf denken. Anstatt darauf zu achten, wie der eigene Körper auf die Berührungen seines Partners oder der Partnerin reagiert, ist sie jetzt abgelenkt und denkt an etwas ganz anderes“, sagt Kate.
  • „Am anderen Ende der Skala kann das Gefühl, nicht anwesend zu sein, ein Abwehrmechanismus sein, mit dem sich jemand vor emotionalen oder körperlichen Schmerzen schützt. Dies wird als Dissoziation bezeichnet und in extremen Fällen ziehen sich manche Menschen so weit zurück, dass sie das Gefühl haben, außerhalb ihres Körpers zu sein und das Geschehen von außerhalb betrachten.“, so Kate.

Ist es normal, sich beim Sex nicht anwesend zu fühlen?

Kate sagt, dass es sehr üblich ist, sich beim Sex nicht anwesend zu fühlen. „Als Gesellschaft kämpfen wir mit überaktiven Köpfen, die unseren Gedanken freien Lauf lassen und uns davon abhalten, im ‚Hier und Jetzt‘ zu sein“, erklärt sie. „Die wichtigste Frage der Frauen an uns bei Ferly lautet ‚Bin ich normal?' - und während wir das Wort "normal" hassen, weil es im Allgemeinen kein Normal gibt, wenn es darum geht, sich beim Sex abgelenkt zu fühlen - na ja, es ist normal!"

Warum haben so viele Frauen Probleme, sich präsent zu fühlen?

Während Ablenkung ein Problem für Menschen aller Geschlechter und Sexualitäten ist, erklärt Kate, dass Frauen eher davon betroffen sind. „75 Prozent der weltweiten unbezahlten Arbeit wird von Frauen geleistet. Dies kommt oft zusätzlich zu ihrer täglichen Arbeit“, sagt sie. „Frauen müssen darüber nachdenken, einen Haushalt zu führen, sich bei der Arbeit weiterzuentwickeln, sich um ihre Familie (Kinder, ältere Eltern, kranke Geschwister) zu kümmern und vieles mehr. Das bedeutet also, dass Frauen nicht nur unglaublich beschäftigt sind, sondern auch die Bedürfnisse anderer berücksichtigen. Es überrascht daher nicht, dass Frauen beim Sex abgelenkt werden, denn wenn sie nicht über ihre endlose To-do-Liste nachdenken, denken sie höchstwahrscheinlich darüber nach, ob ihr Partner Spaß hat, anstatt sich auf ihr eigenes Vergnügen zu konzentrieren.“

10 Tipps, dich beim Sex wieder präsenter zu fühlen

  1. Finde heraus, welche Berührungen dir am besten gefallen
  2. Höre auf deinen Körper und lerne, bewusster zu fühlen
  3. Nimm die Signale deines Körpers wahr, wenn du erregt bist und lerne, sie für dein Vergnügen zu kontrollieren
  4. Sprich mit deinem Partner oder deiner Partnerin darüber
  5. Bewerte dich beim Sex nicht und mache dir keine Sorgen um deine „Leistung“
  6. Meditiere ein Mal täglich, um deinen Geist zu fokussieren (zum Beispiel mit der kostenlosen App „Insight Timer“)
  7. Probiere die Sexualtherapie-Technik „Sensuate Focus“ aus. Sie lehrt Achtsamkeit und bringt dir bei, deine Gedanken zu kontrollieren
  8. Arbeite mit Psychotherapeut*innen an einem ruhigeren Geist
  9. Gib einen To-Do's nicht zu viel Raum in deinem Alltag
  10. Sei dir selbst die erste Priorität

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Verwendete Quellen: cosmopolitan.com, fearly

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