Reverse Cowgirl: So funktioniert die Sexstellung richtig

Hoppe, hoppe, Reiter! Mit der Sexstellung "Reverse Cowgirl" hast du die Zügel in der Hand

Alle Mann aufgesattelt. Die Sexstellung Reverse Cowgirl darf bei eurem nächsten Ausritt nicht fehlen. Wie sie richtig funktioniert, liest du hier.

Lust auf einen kurzen Ausritt? Mit dieser Sexstellung galoppierst du direkt in Richtung Höhepunkt. Die Reverse Cowgirl-Stellung ist perfekt für alle wilden Cowgirls, die gerne einmal selber die Zügel in der Hand haben wollen. Wir verraten dir, warum sie so stimulierend ist, geben dir wertvolle Tipps mit an die Hand, mit denen du die Sexstellung meisterst und verraten dir, warum die umgekehrte Reiterstellung auch sehr gefährlich sein kann.

Reverse Cowgirl: So funktioniert die Sexstellung

Die Reverse Cowgirl-Stellung ist sowohl bei Männern als auch bei Frauen sehr beliebt. Es handelt sich hierbei um eine Abwandlung der Reiterstellung, bei der die Partnerin oben und der Partner unten ist. Im Deutschen wird die Sexstellung auch "umgekehrte Reiterstellung" genannt. Und so funktioniert der Ritt:

  1. Der Mann (oder die Person mit Penis oder Strap-on) legt sich auf den Rücken. Am besten ist hierfür eine bequeme Unterlage wie das Bett oder Sofa. Für noch mehr Komfort ein Kissen unter den Kopf legen. So ist die Aussicht anschließend auch besser.
  2. Die Frau dreht sich so, dass ihr Blick seinen Beinen und Füßen zugewandt ist. Ihr Rücken zeigt zu seinem Gesicht. Er hat so eine tolle Aussicht auf ihr Hinterteil.
  3. Sie setzt sich nun langsam auf den Penis. Sie entscheidet, wie tief der Penis eindringen soll. Die Füße können dabei aufgestellt sein oder sie winkelt die Beine an.
  4. Bei Bedarf kann sie sich vorne auf den Oberschenkeln des Mannes oder hinten auf seiner Brust abstützen.
  5. Mit rhythmischen Auf- und Abbewegungen oder sanften Hüftkreisen werden beide Partner gleichzeitig stimuliert.

Im Galopp zum Orgasmus: Die Vorteile der Stellung Reverse Cowgirl

Mit Sexstellungen ist das ja bekanntlich so eine Sache. Nicht jede Stellung funktioniert für jede Person gleich gut. Da unsere Körper sehr verschieden sind, kann bei der einen Person eine Stellung kaum stimulierend wirken, während die andere Person auf der Überholspur Richtung Höhepunkt ist. Um herauszufinden, was für dich funktioniert, solltest du dich an das bekannte Sprichwort "probieren geht über studieren“ halten. Probiere zusammen mit deinem Partner oder deiner Partnerin verschiedene Sexstellungen aus, um herauszufinden, was für euch beide gemeinsam funktioniert.

Fakt ist aber: Die umgekehrte Reiterstellung kann sowohl für Frauen als auch für Männer sehr stimulierend sein und ist deshalb allemal einen Versuch wert. Ihre Vorteile stellen wir dir hier in einem kurzen Überblick vor:

  • Du hast die Zügel in der Hand: Du hast es satt, immer nur die Empfängerin zu sein und willst gerne selber einmal die Kontrolle haben? Bei der umgekehrten Reiterstellung bestimmst du selbst, wie tief er in dich eindringt und welches Tempo und welchen Rhythmus ihr angeht. Für viele Frauen, die sonst nur unten liegen und empfangen, kann es eine echte Befreiung sein, aus den gewohnten Mustern auszubrechen und die Zügel beim Sex auch mal in die Hand zu nehmen.
  • Der G-Punkt wird stimuliert: Bei der Reverse Cowgirl-Stellung hast du sehr gute Chancen auf einen Orgasmus. Während der Penetration wird aufgrund des Eindringwinkels des Penis der sogenannte G-Punkt der Frau stimuliert. Dies ist eine besonders empfindliche Zone kurz hinter dem Eingang der Vagina, der bei der richtigen Stimulation einen unglaublichen Höhepunkt bescheren kann. Gerade Frauen, die nur selten beim penetrativen Sex kommen, ist die Sexstellung, bei der sie oben sitzt, eine gute Möglichkeit, in Richtung Orgasmus zu reiten.
  • Sex with a view: Das kann sich sehen lassen! Sitzt du umgekehrt auf ihm, kann der Mann sich einmal zurücklehnen und einfach nur die wundervolle Aussicht genießen. Bei dieser Sexstellung hat er nämlich einen 1 A Blick auf dein Hinterteil. Deine atemberaubende Silhouette wird ihm bestimmt den Verstand rauben, denn wie jeder weiß: Das Auge isst bekanntlich mit. Viele Männer lassen sich durch visuelle Reize zusätzlich stimulieren. Was ist da besser als ein hautnahes 3D-Experience?
  • Weitere Spielereien sind möglich: Sitzt du oben auf ihm und hast deine Balance gefunden, erlaubt die Reverse Cowgirl-Sexstellung jede Menge weitere Stimulationsmöglichkeiten. Du kannst mit der einen Hand zum Beispiel noch deine Klitoris von außen stimulieren, ein Sextoy verwenden oder seine Hoden massieren. Mach hier, was dir und ihm guttut.
  • Perfekt für schüchterne Cowgirls: Dir ist es manchmal unangenehm, oben zu sein, weil du dich beobachtet fühlst? Du denkst ständig an dein Doppelkinn, das er von unten sehen könnte, an deinen Bauch, mit dem du dich nicht so wohlfühlst oder an deine auf- und abwackelnde Brust? Manchmal sind wir beim Sex total verkopft und fühlen uns unwohl. Doch keine Sorge: Er liebt deinen Körper, wie er ist und du brauchst dich für keinen Dehnungsstreifen, keine Delle und kein Speckpölsterchen schämen. Für alle Shy Cowgirls ist die umgekehrte Reiterstellung aber eine gute Möglichkeit, sich gehen zu lassen und ihre Unsicherheiten zu vergessen. Er sieht nur deine wundervolle Rückseite und du kannst deine Kurven wunderbar in Szene setzen.

5 Tipps: So meisterst du den Ritt wie ein Profi

Du kannst es kaum abwarten, selber mal eine Runde zu reiten? Wir geben dir die besten Tipps und Tricks mit an die Hand, mit denen du direkt in Richtung Orgasmus galoppierst.

  1. Benutze deine Muskeln: Niemand hat gesagt, dass Sex nicht anstrengend ist. Gerade, wenn du oben sitzt, kommt es auf Kraft und Ausdauer an. Egal ob du die Knie angewinkelt hast und auf deinen Unterschenkeln sitzt oder ob du die Füße aufgestellt hast und aus dem Sprunggelenk arbeitest: Die Reverse Cowgirl-Stellung verlangt einiges an Muskelpower. Wer regelmäßig trainiert, ist hier also klar im Vorteil. Mit der Zeit wirst du die Bewegungen in den Muskeln spüren und deine Ausdauer nimmt ab. Führst du die Sexstellung aber regelmäßig durch, wirst du von Mal zu Mal eine Verbesserung feststellen können. Sex und Workout in einem? We like!
  2. Stütze dich ab: Die umgekehrte Reiterstellung verlangt nicht nur Kraft und Ausdauer, sondern auch Balance. Fällt es dir schwer, bei den Bewegungen die Balance zu halten, dann stütze dich zur Unterstützung ab. Du kannst dich leicht nach vorne beugen und dich auf seinen Oberschenkeln abstützen oder du lehnst dich leicht nach hinten und stützt dich auf seiner Brust ab. Auch die Kopflehne der Couch oder andere Gegenstände in der Nähe können dir Stabilität geben. Und diese brauchst du auch, denn sonst kann schnell ein Unfall passieren. Aber mehr dazu weiter unten.
  3. Lass es langsam angehen: Ein Vorteil der Reverse Cowgirl-Stellung: Du gibst den Ton an. Das heißt auch, dass du entscheiden kannst, wie schnell oder langsam die Bewegungen sind. Unser Tipp: Manchmal ist weniger mehr. Slow Sex kann unglaublich stimulierend sein. Du bewegst dich in der Position langsam auf und ab oder lässt sanft deine Hüfte kreisen. Dabei spürt ihr beide jede Bewegung sehr intensiv. Es muss nicht immer das schnelle Rein- und Rausspiel sein. 
  4. Bring die Hände oder ein Toy ins Spiel: Wusstest du es? Viele Frauen kommen beim Liebesspiel nur (oder am besten) durch eine doppelte Stimulation. Penetrativer Sex zusammen mit der äußeren Stimulation der Klitoris sind also für viele der perfekte Weg zum Höhepunkt. In der umgekehrten Reiterstellung hast du die Möglichkeit, deine Klitoris (Kitzler) mit den Händen oder mithilfe von Sexspielzeug zu stimulieren. Ein Druckwellenvibrator bietet sich hier optimal an. Optional kannst du zusätzlich auch seine Hoden oder seinen Damm massieren. Sprich hier mit ihm darüber, was ihm gefällt und was sich für euch beide gut anfühlt.
  5. Das Ganze funktioniert auch im Sitzen: Das Bett wird euch zu langweilig? Kein Problem. Die Reverse Cowgirl-Stellung funktioniert auch auf dem Sessel im Wohnzimmer oder dem Stuhl in der Küche. Dafür setzt er sich ganz normal auf den Stuhl, du drehst ihm den Rücken zu und setzt sich dann auf seinen Schoß. An den Armlehnen kannst du dich optimal abstützen.

Vorsicht: Darum kann die Reverse Cowgirl-Stellung gefährlich sein

Achtung! Verletzungsgefahr. Die Reverse Cowgirl-Sexstellung ist definitiv nur etwas für Erprobte, denn sie kann unter Umständen zu einem Penisbruch führen. Dieser ist sehr schmerzhaft und setzt den Mann für mehrere Wochen sexuell außer Gefecht. Brasilianische Forscher und Forscherinnen haben herausgefunden, dass die Reverse Cowgirl-Stellung in der Hälfte der Fälle Schuld an dem Penisbruch ist (hier nachzulesen im Fachmagazin "Advances in Urology“). Das Problem ist der Neigungswinkel und die unkontrollierte Auf- und Abbewegung der Frau. Geht es mal leidenschaftlicher und hektischer her, kann man schnell mal abrutschen. Die Folge kann im schlimmsten Falle ein Penisbruch sein. Das könnt ihr tun, damit die Unfallgefahr so gering wie möglich ist:

  • Der Penis muss sehr erigiert sein und die Vagina sehr feucht. Ihr könnt euch auch Gleitgel zur Hilfe nehmen.
  • Führe deine Bewegungen langsam und kontrolliert aus. Wähle ein ruhiges Tempo und einen entspannten Rhythmus und achte auch auf den Neigungswinkel. Der Penis darf nicht rausrutschen.
  • Fällt es dir schwer, die Balance zu halten, dann stütze dich ab. Rutschst du ab, kann das schmerzhafte Folgen haben.

Die Reverse Cowgirl-Sexstellung ist also vor allem eine Position für sinnlichen, genussvollen und langsamen Sex. Für einen schnellen, leidenschaftlichen Quickie eignet sie sich weniger gut. Geh beim Liebesspiel besonders behutsam vor, achte darauf, dass der Penis nicht herausrutscht und lehne dich nicht zu weit nach vorne oder nach hinten. Dann werdet ihr beide bestimmt unglaublich viel Spaß beim Sex in der Reverse Cowgirl-Stellung haben.

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Verwendete Quellen: mindbodygreen.com, womenshealthmag.com

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