Nachhaltige Modelabels: Die 7 stylischsten Marken

Nachhaltige Modelabels: Die 7 stylischsten Marken für faire Kleidung

Die Textilindustrie hat großen Einfluss auf die globale Klimakrise. Wir stellen dir deshalb sieben nachhaltige Labels vor, die sich von Fast Fashion distanzieren.

In vielen Lebensbereichen achten wir bereits auf Nachhaltigkeit. Wir essen kein Fleisch, fahren weniger Auto und buchen weniger Flüge. Doch ein ganz großer Bereich wird gerne übersehen: Die Kleidung, die wir tragen, wird oft unter prekären Bedingungen hergestellt und ihr günstiger Preis führt bei uns zu einem regelrechten Überkonsum. Die Textilindustrie ist maßgeblich mitverantwortlich für den Klimawandel: Sie allein verursacht ungefähr 2,1 Milliarden Tonnen CO2 pro Jahr. Das Bewusstsein für faire und nachhaltig produzierte Kleidung wächst in Anbetracht der globalen Klimakrise in unserer Gesellschaft immer mehr.

Auch der alternative und prüde "Öko"-Ruf, den nachhaltige Mode einmal hatte, gehört längst der Vergangenheit an. Heute kann Fair Fashion stylisch und ethisch zugleich sein. Nachhaltige, hochwertige und ohne Ausbeutung hergestellte Pieces zeigen: Mode muss nicht immer schnelllebig sein und wir müssen nicht bei jedem neuen Trend unsere komplette Garderobe austauschen. Wenn auch du deinen Kleiderschrank nachhaltiger bestücken und Slow Fashion Labels unterstützen möchtest, ist dieser Artikel etwas für dich. Wir zeigen dir, welche sieben Labels nachhaltige Textilien produzieren und gleichzeitig angesagte Trends aufgreifen.

Was ist faire Mode?

Faire Modelabels setzen sich dafür ein, dass die Ressourcen, die für die Textilproduktion verwendet werden, sich innerhalb eines bestimmten Zeitraums auch wieder von selbst regenerieren können. Andernfalls kann sich die Erde nicht mehr aus eigener Kraft erholen. Statt ausschließlich um Gewinn und Konsum geht es bei nachhaltiger Mode um die umweltfreundliche Herstellung langlebiger Kleidungsstücke. Fair Fashion Labels kämpfen gegen die Schnelllebigkeit und den Überkonsum von Kleidung an: Laut Greenpeace tragen wir nur ca. 60 Prozent von der Kleidung, die wir im Schrank haben.

Doch bedenke: Konsum in einem kapitalistischen System kann nie zu 100 Prozent nachhaltig sein – auch nicht bei fair produzierter Mode.

Was ist Fast Fashion?

Fast Fashion, zu Deutsch schnelle Mode ist der Begriff für eine Methode der Modeherstellung und eine Marketingstrategie, die sich auf die schnelle und unfaire Produktion von großen Textilmengen bezieht. Die Produzierenden wollen durch die Nachahmung von Trends und die Nutzung günstiger und minderwertiger Materialien den Konsum ankurbeln. Die unter prekären Zuständen designte und hergestellte Kleidung wird im Anschluss so preiswert wie möglich verkauft und hat besonders junge Menschen als Zielgruppe. Aktuell wird damit gerechnet, dass die Nachfrage nach Textilien bis 2030 um weitere 60 Prozent ansteigen wird.

Fast-Fashion-Ketten wie Primark, Shein und Co. bringen fast wöchentlich neue Kollektionen in ihre Läden und ihre Onlineshops und haben es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen davon zu überzeugen, neue Kleidung zu kaufen. Als Konsequenz werden tonnenweise Textilien produziert und weggeworfen, was die Umwelt extrem belastet. Die Fast Fashion Industrie hat enorme ökologische, soziale und ökonomische Folgen. Während des Produktionsprozesses werden hohe Mengen an CO2 freigesetzt, die Baumwolle wird mit Pestiziden behandelt und die Arbeiterinnen und Arbeiter werden nicht fair entlohnt, leisten zu viele Überstunden und haben keine Gewerkschaft, die ihnen den Rücken stärkt.

Das sind die Vorteile von nachhaltiger Kleidung

Um Arbeiterinnen und Arbeiter, Ressourcen und die Umwelt zu schützen, solltest du also auf den Kauf von Fast Fashion Produkten verzichten und stattdessen nachhaltige Modelabels unterstützen. Folgende Vorteile haben Fair Fashion Labels:

1. Umweltschutz

Damit unser Planet weniger belastet wird, setzen nachhaltige Modelabels bei der Herstellung ihrer Textilien auf umweltschonende Materialien. Das macht die Kleidungsstücke zum größten Teil recycelbar, das heißt sie können abgebaut werden. Nachhaltige Modelabels verbrauchen zudem weniger Ressourcen: Beim Anbau von Bio-Baumwolle nutzen sie zum Beispiel ca. 91 Prozent weniger Wasser als beim Anbau von herkömmlicher Baumwolle.

2. Soziale Gerechtigkeit

Nachhaltige Slow Fashion Labels achten bei der Produktion ihrer Kleidung auf faire Arbeitsbedingungen und gerechte Löhne ihrer Arbeiterinnen und Arbeiter. Im Gegensatz dazu lassen günstige Fast Fashion Labels ihre Kleidung in Ländern wie Bangladesch oder Pakistan produzieren und dort die Näherinnen und Näher unter teils menschenunwürdigen und unethischen Bedingungen arbeiten.

3. Gesundheit

Nicht nur dem Planeten und den Arbeiterinnen und Arbeitern kommen nachhaltige Modemarken zugute, sondern deiner Gesundheit ist die nachhaltige Textilproduktion ebenfalls zuträglich. Hier wird nämlich auf Regeln geachtet, die in der konventionellen Textilindustrie nicht gelten. So werden beispielsweise weniger Pestizide und andere gefährliche Substanzen eingesetzt, die schädlich für deine Haut sein können.

Welche Kriterien müssen nachhaltige Modelabels erfüllen?

Damit ein Modelabel das Siegel für Nachhaltigkeit und fair trade bekommt, muss es einige Auflagen und Kriterien erfüllen. Dazu gehören zum Beispiel folgende Punkte:

  • Für die Produktion wird in erster Linie Bio-Baumwolle verwendet
  • Es werden alternative ökologische Rohstoffe wie Bio-Leinen, Kork, Algen oder Recycling-/Upcycling-Materialien verwendet
  • Die Produkte sind vegan
  • Gefärbte Textilien werden umweltverträglich gefärbt
  • Es werden gezielt Rohstoffe aus fairem Handel eingesetzt
  • Die soziale und faire Produktion wird mit Labels, Siegeln und Zertifikaten den Konsumentinnen und Konsumenten garantiert

Das sind die 7 besten nachhaltigen Modelabels

Du möchtest gerne nachhaltige Modelabels unterstützen, aber hast bisher ausschließlich bei H&M, Fashion Nova & Co. geshoppt? Dann stellen wir dir hier sieben Marken vor, die auf faire Produktionsbedingungen und nachhaltige Mode spezialisiert sind. Das Beste: Der Trendfaktor kommt bei keiner dieser Modemarken zu kurz!

1. Armedangels

Armedangels gehört zu den bekanntesten nachhaltigen Modelabels in Deutschland. Dort findest du zeitlose, stylische und eben nachhaltige Mode, die gut sitzt und sich wunderbar auf der Haut anfühlt. Besonders die Jeans-Kollektionen von Armedangels erfreuen sich unter dem Namen “Detox Denim“ großer Beliebtheit. Bei der Jeans-Produktion wird nämlich auf Giftstoffe wie Chlor, synthetische Pestizide und Düngemittel verzichtet.

2. Dariadéh

Auch ein Label, von dem wir gerne unsere Kleidung kaufen: Dariadéh lässt ihre Textilien in kleinen Fabriken in Portugal, Serbien und der Türkei herstellen, verwendet nachhaltige Materialien und Bio-Stoffe und arbeitet dabei sehr transparent. Die inklusive Größenrange reicht bei Dariadéh bei Shirts, Hosen und Co. von XXS bis XXXL und das Label spendet von jeder Bestellung 50 Cent an den guten Zweck. We like!

3. Nudie Jeans

Die Marke Nudie Jeans ist ein nachhaltiges Denim-Unternehmen, das auf faire Löhne, die Nutzung von recycelter Bio-Baumwolle, sowie den Verzicht auf Chemikalien in der Produktion achtet. Bei Nudie Jeans wird den Kundinnen und Kunden ein kostenloser und lebenslanger Reparaturservice angeboten. Das soll dazu beitragen, dass insgesamt weniger neu gekauft wird. Super nachhaltig!

4. Wunderwerk

Beim deutschen Label Wunderwerk findest du schlichte, skandinavisch anmutende Eco-Fashion. Mit ihrem Motto "more than organic" will die Marke darauf aufmerksam machen, dass allein die Nutzung von Bio-Baumwolle nicht ausreicht, um vollständig nachhaltig zu sein. Daher vermeiden sie jegliche Schadstoffe in ihren Textilien und bezahlen ihre Arbeiterinnen und Arbeiter fair.

5. Fuxbau

Auch das nachhaltige und faire Modelabel Fuxbau möchten wir dir ans Herz legen. Dort shoppst du vor allem trendige Essentials und Basics wie Shirts, Hoodies, Cardigans, Hemden, Kleider und Hosen. Bei der Produktion wird ausschließlich Bio-Baumwolle verwendet und das junge Label setzt sich durch Spendensammlungen für soziale Zwecke ein.

6. Veja

Wenn du nach nachhaltigen und fair produzierten Schuhen auf der Suche bist, solltest du mal bei Veja vorbeischauen. Seit 2005 kreiert die Marke coole Sneaker aus ökologischen Stoffen. Hauptsächliche wird für die Schuhproduktion brasilianische und peruanische organische Baumwolle in Kombination mit innovativen Materialien wie recycelten Plastikflaschen genutzt.

7. Jan n June

Jan n June ist ein Label mit großem Stil. Es bietet dir minimalistische und moderne Styles an, die nachhaltig und fair produziert wurden, aber trotzdem erschwinglich im Preis bleiben. Damit holen sie Fair Trade-Modemarken endgültig aus der "Öko-Ecke" heraus.

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Verwendete Quellen: utopia.de, nachhaltige-kleidung.de, umweltmission.de

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