23. Februar 2021
Phasen einer Beziehung: Die 5 Stufen der Liebe

Phasen einer Beziehung: Die 5 Stufen der Liebe

Du bist frisch verliebt oder hast das Gefühl, kurz vor einer festen Partnerschaft zu sein? Dann solltest du die Phasen einer Beziehung kennen.

Mann trägt Frau auf dem Rücken, im Hintergrund riesige Kakteen
© Pexels
Das Grundgerüst einer glücklichen Partnerschaft beruht auf gewisse Phasen einer Beziehung.

Es ist wohl eines der schönsten Gefühle überhaupt: die Verliebtheit in einer Beziehung! Während es unterschiedliche Arten der Liebe gibt, die wir seit der Kindheit mitbekommen und in Verbindung mit Familie und engen Freunden bringen, ist die Liebe gegenüber einer speziellen Person, mit der wir unser Leben verbringen möchten, noch mal eine andere. Dabei gibt es besondere Phasen einer Beziehung, die jeder Liebende durchmacht. Du bist nun neugierig geworden und willst mehr über die Stufen einer Partnerschaft lernen? Dann bekommst du hier nun alle Infos dazu.

Welche Phasen einer Beziehung gibt es?

Natürlich ist jede Beziehung anders und hat ihre eigene Lovestory sowie Höhen und Tiefen. Doch schaut man sich das Grundgerüst einer jeden Partnerschaft an, lässt sich eine Struktur ausmachen, die auf jeden Liebenden zutreffen. Dieser Meinung war übrigens Paartherapeut Roland Weber (1950 – 2014), der diese genau diese Struktur in fünf universelle Beziehungsphasen aufteilte.

Das sind die fünf Phasen einer Beziehung

  1. Verliebtheit
  2. Zurück in die Realität
  3. Erste Strukturierung
  4. Festigung
  5. Die wahre Liebe

1. Verliebtheit

Du hast sofort Schmetterlinge im Bauch, wenn du an diese eine Person denkst und musst ständig lächeln. Die Welt und deinen Alltag siehst du nur noch durch eine rosarote Brille und am liebsten würdest du jede einzelne Sekunde deines Lebens mit ihm verbringen. Willkommen in der ersten Beziehungsphase: die Verliebtheit. Sie ist besonders schön, weil noch alles neu und frisch ist. Das Negative wird nicht wahrgenommen. Stattdessen scheint dein Gegenüber einfach nahezu perfekt zu sein.

Woran das liegt? Wenn er sich ebenfalls in dieser Beziehungsphase befindet, wird er nämlich alles dafür tun, um einen guten Eindruck zu hinterlassen. Auch du wirst dir Mühe geben, ihn zu beeindrucken und zeigst dich in der ersten Phase der Beziehung von deiner "Schokoladenseite" und willst keine Schwächen preisgeben. Hinzu kommen dann noch kleine Aufmerksamkeiten, die dir den Tag versüßen und es wird auf deine Wünsche eingegangen.

2. Zurück in die Realität

Wer bereits in einer langen Beziehung ist, wird sicherlich wissen, dass die erste Beziehungsphase für Paare nicht für immer anhält. Irgendwann vergehen nämlich die Schmetterlinge und die rosarote Brille wird auch abgelegt. Nun ist es Zeit für die zweite Stufe, in der man zurück in die Realität kommt und eventuell eine Veränderung sieht, denn plötzlich nimmt man nicht nur die Welt um sich wieder normal wahr, sondern sieht auch seinen Partner so wie er ist. Nicht mehr perfekt und fehlerfrei, sondern mit gewissen Macken, Schwächen und Angewohnheiten, die dir vielleicht plötzlich gar nicht gefallen.

Auf einmal regst du dich über Kleinigkeiten auf, weil du keine Gemeinsamkeiten mehr siehst, sondern eher die Unterschiede zwischen euch. Du hast das Gefühl, dass deine Erwartungen nicht erfüllt werden. In dieser Phase kann es daher oftmals zu vermehrten Streitigkeiten und Diskussionen kommen. Das Problem: Viele schrecken von diesem Tief ab und gehen von einem Beziehungsaus aus. Kein Wunder also, dass es nicht selten vorkommt, dass Paare sich leider bereits in dieser Phase trennen, ohne sich besser kennenzulernen.

3. Erste Strukturierung

Wer sich von den ersten Konflikten und Streitigkeiten nicht ablenken lassen hat, für den geht es weiter in die dritte Phase. Doch freue dich nicht zu früh, denn die vorherige Stufe war bloß ein Trailer. Jetzt geht es erst richtig los! Nun ist es nämlich an der Zeit, sich noch weiter kennenzulernen. Das bedeutet allerdings auch, das weitere Unstimmigkeiten auf dich und deinen Partner zukommen.

Wer hat eigentlich die Hosen in der Beziehung an? Bis zu welcher Grenzen kann ich gehen? Möchte ich wirklich mit dieser Person in einer Beziehung sein? War das die richtige Partnerwahl? Dies sind alles Gedanken, die dir in der dritten Phase der ersten Strukturierung durch den Sinn gehen werden und auch mit Machtkämpfen zusammenhängen. Aus diesem Grund spricht man hier auch von der Kampfphase. Du und dein Partner werdet euch überfordert fühlen und müsst ziemlich geduldig sein, wollt ihr eure Liebe weiterhin eine Chance geben.

Für viele Paare ist diese Phase einfach zu viel und sie entscheiden sich für die Trennung oder eine "Pause". Dies könnte der Anfang einer On-off-Beziehung sein. Wer aber Durchhaltevermögen zeigt, der kann diese schwierige Phase ebenfalls überstehen und ist bereit für die vierte Stufe.

4. Festigung

Du hast akzeptiert, dass Streitereien einfach zu jeder Beziehung dazugehören und diese nicht immer ein negatives Zeichen sein müssen. Vielmehr kannst du aus der Kampfphase lernen und wächst gemeinsam mit deinem Partner. In der vierten Phase der Festigung geht es nun darum, das Gelernte anzuwenden. Du akzeptierst dein Gegenüber so wie er ist, scheust nicht davor, auch mal deine Meinung zu äußern und ihr beide seid mittlerweile ein eingespieltes Team, wenn es um Probleme und dessen Lösungen geht.

Du vertraust deinem Gegenüber, sodass du ihm und er dir einen gewissen Freiraum gibt. Du kannst dich auch mal zurückziehen und dich einem persönlichen Spa at home widmen, ohne dass er dies direkt hinterfragt und genauso andersherum. Es entwickeln sich neue Interessen und Perspektiven für das Paar, die wiederum für mehr und frischen Gesprächsstoff sorgen. In dieser Phase könnte man glatt meinen, man verliebe sich wieder neu in den Partner.

5. Die wahre Liebe

Du hast es geschafft! Du hast die wahre Liebe gefunden, denn gemeinsam mit deinem Partner hast du alle Höhen und Tiefen durchgemacht. Nun befindest du dich in der fünften Phase, in der du dich entspannter und "angekommen" fühlst. Warum? Du hast bereits die Schattenseite der Beziehung kennengelernt und weißt, wie du diese auch in Zukunft kontrollieren kannst, um Schwierigkeiten zu beseitigen.

Das gegenseitige Vertrauen ist stärker denn je und ihr beide fühlt euch wirklich zufrieden in der Beziehung, als Paar und mit der Partnerwahl. Das bedeutet allerdings nicht, dass es nie wieder zu Unstimmigkeiten oder Streitereien kommen wird. Immerhin ist eine glückliche Beziehung etwas, woran täglich gearbeitet werden muss. Doch mittlerweile weißt du, dass du gemeinsam mit deinem Partner jedes Problem überwinden und Ziele zusammen in Angriff nehmen kannst. Es gibt keine plötzlichen Erwartungen oder unerwartete Wünsche.

Phasen einer Beziehung: Wie lange dauern die Phasen einer Beziehung?

Jede Phase hat je nach Mensch und Beziehungstyp seine eigene Dauer. Aus diesem Grund fällt diese bei jeder Person und Partnerschaft unterschiedlich aus und kann nicht auf nur eine Zeit, Wochen oder Monate festgelegt werden. Doch pauschal lässt sich Folgendes sagen:

  1. Verliebtheitsphase: Sie ist begrenzt und dauert meistens das erste gemeinsame Jahr an. Bei einigen Paaren kann diese allerdings auch kürzer fallen.
  2. Zurück in die Realität: Diese Phase kann für das Paar das gesamte zweite Jahr andauern und somit weitere zwölf Monate in Anspruch nehmen. Für einige endet die Beziehung jedoch bereits hier.
  3. Erste Strukturierung: Wie lange diese Phase dauert, hängt sehr stark vom Durchhaltevermögen der jeweiligen Personen ab, denn auch hier besteht die Gefahr für ein Liebes-Aus nach wenigen Monaten. Wer allerdings Geduld beweist, der wird diese Stufe mehrere Jahre durchleben, sodass das Paar am Ende dieses Abschnitts bereits drei oder vier Jahre zusammen ist.
  4. Festigung: Ein weiteres Jahr dauert die vierte Phase, in der es um die Festigung geht.
  5. Die wahre Liebe: Die letzte und fünfte Phase sollte im besten Fall für immer andauern, denn nun ist das Paar wirklich angekommen, kennt all die Höhen und Tiefen und Stärken und Schwächen. Der Partner und die Partnerin sind für die Zukunft vorbereitet.

Wann beginnt eine Beziehung?

Ist es noch die Kennenlernphase nach einigen Monaten? Daten wir uns noch? Oder ist das bereits eine feste Beziehung und ist man jetzt ein Paar? Wann genau beginnt eigentlich eine richtige Partnerschaft? Das Dating-Portal ElitePartner startete hierfür eine Umfrage mit ca. 4000 Menschen, die verraten sollten, wann sie sich in einer Beziehung fühlten. Die Antwort der Mehrheit: "Das spürt man einfach".

Sobald man merkt, dass das Gegenüber freiwillig viel Zeit im Alltag mit einem verbringt, Wochenenden für einen freihält, das Date den Eltern vorstellt oder der Haustürschlüssel übergeben wird, sind alles Indizien dafür, dass man nun am Anfang einer Beziehung und nun offiziell ein Paar ist – laut der Befragten. Der erste Kuss, das erste Mal Sex oder andere Zärtlichkeiten landen allerdings ganz unten auf der Liste der Teilnehmer. Laut ihnen seien diese Dinge keine richtige Andeutung dafür, dass das Gegenüber bereit für eine richtige Beziehung ist.

Wie oft streiten ist normal in einer Beziehung?

Wer denkt, dass Machtkämpfe, Auseinandersetzungen oder Streit in Beziehungen und für Paare nicht gut sind, der irrt. Tatsächlich können kleine Streitereien das Paar enger zusammenschweißen und dafür sorgen, dass man Ende die Liebe noch mehr wertschätzt. Brenzlig wird es allerdings, wenn das Geschrei und Rumgezicke gar nicht mehr aufhört. Dann stellt man sich natürlich die Frage: Wie viel Streiten ist wirklich normal?

Leider gibt es dafür keine spezielle Zahl, denn solche Diskussionen hängen von der Situation und unterschiedlichen Faktoren ab. Wohnst du mit deinem Freund zusammen? Handelt es sich um eine Fernbeziehung? Gibt er dir das Gefühlt, dass du ihm vertrauen kannst? Bist du generell ein lauter Mensch oder eher introvertiert? Dies sind alles Dinge, die hierbei eine Rolle spielen.

Fest steht jedoch, dass du immer auf dein Bauchgefühl hören solltest, wenn du dich unwohl fühlst. Spreche dies direkt an, denn Kommunikation sollte für den Partner als auch für die Partnerin das A und O einer jeder Beziehung sein. Nur so wird dein Gegenüber wissen, wie du dich fühlst und ob es nicht doch an der Zeit für eine Versöhnung ist.

Wie viele Beziehungen sind normal?

Die Liebe ist nicht einfach und aus diesem Grund gibt es auch keine einfachen Antworten auf solche Fragen für Paare. Allerdings hat sich das Dating-Portal ElitePartner näher mit der Frage, wie viele Beziehungen sind "normal", auseinandergesetzt und eine Umfrage gestartet. Insgesamt haben um die 5.700 Menschen geantwortet. 53 Prozent der Teilnehmer und somit die Mehrheit gab zu, dass sie bislang zwei bis vier Beziehungen hatten.

Noch weitere Beziehungsthemen gefällig? Hier kannst du mehr über BindungsangstToxische Beziehung, Stellung 77, Platonische Liebe und Tantra Sex lesen.

Verwendete Quellen: beziehungs-guide.com, elitepartner.de

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