Dating-Trends 2023 - Das sind die Top 7

Dating-Trends 2023 - Das sind die Top 7

Bringt das Jahr 2023 eine neue Liebe? Oder vielleicht spannende und aufregende Bekanntschaften? Dies sind die beiden Fragen, die sich Personen stellen, die auf den Dating-Markt zurückkehren oder sich auf diesem noch immer bewegen. 

Das "Spielfeld" ändert sich in jedem Fall: Die Arten, wie Singles nach einer Partner- oder Bekanntschaft suchen, haben sich im Vergleich mit den letzten Jahren spürbar weiterentwickelt. Dieser Ratgeber informiert über die Top 7 der Dating-Trends im Jahr 2023. Die inhaltliche Basis sind dabei aktuelle Studien und Umfragen, wie sie beispielsweise die Betreiber der großen Szene-Apps durchführten.

- Open Casting in Dating-Apps

- Wanderlove: Offenheit für Fernbeziehungen steigt

- Abstinenz - vom Alkohol

- Hedonismus in Sachen Sex

- Grenzen setzen & Work-Life-Balance: Schutz der mentalen Gesundheit

- Angeberei ist abgemeldet: Abschied von Statussymbolen

- Astrologie: Passen die Sterne zum potenziellen Partner?

Vor der Detaildarstellung ist eine kurze methodische Erläuterung notwendig. Teilweise überschneiden sich die Trends. Fernbeziehungen lassen sich beispielsweise ebenfalls über Dating-Apps finden. Die folgenden Abschnitte legen den Fokus auf Trends, die einen deutlich erkennbaren eigenen Schwerpunkt besitzen. Dies soll aber nicht bedeuten, dass es sich im Alltag um vollständig getrennte Entwicklungen handelt.

Teilweise fassen die Top 7 auch Entwicklungen zusammen, die theoretisch ebenfalls als getrennte Trends zu beachten wären. Hierfür sei exemplarisch auf den fünften Punkt verwiesen. Das Setzen von Grenzen und eine bessere Work-Life-Balance sind trennbare Prozesse. Sie dienen aber beide der Verbesserung der mentalen Gesundheit. Dieser Datingreport nennt immer das zentrale Ziel als Trend.

Open Casting in Dating-Apps

Dating-Apps sind längst ein Massenphänomen. Die meisten Singles haben sie bereits auf dem Smartphone. Bei wem dies nicht der Fall ist, der hat sich bewusst dagegen entschieden. Die hohe Popularität der Anwendungen ist auch 2023 ungebrochen. Allerdings ändert sich die Art, wie die Singles die Apps nutzen. Das sogenannte "Open Casting" wird zunehmend beliebter. Der Begriff beschreibt eine möglichst breite Partnersuche. Statt um Äußerlichkeiten geht es um die Persönlichkeit und die emotionale Reife des anderen Menschen.

Eine im Dezember 2022 durchgeführte Umfrage zeigt, dass inzwischen mehr als ein Drittel der Singles offener als in der Vergangenheit für Partner sind, die nicht auf den ersten Blick ihren Vorstellungen entsprechen. Sogar 63 Prozent betonten die besondere Wichtigkeit der emotionalen Reife. Dieser Trend ist vorteilhaft für alle Suchende auf den Dating-Apps: Der Pool der infrage kommenden Singles ist sehr viel größer als in vorherigen Jahren.

Wanderlove: Offenheit für Fernbeziehungen steigt

Die moderne Arbeitswelt verlangt Flexibilität. Dies gilt nicht nur für Themen wie Fortbildungen oder zu übernehmende Aufgaben. Es geht auch um den Wohnort. Für potenzielle Paare bedeutet diese Entwicklung, dass sie Fernbeziehungen führen. Die Bereitschaft hierzu ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen - und bleibt auch 2023 im Trend.

Verantwortlich hierfür ist eine Entwicklung, die in der Szene "Wanderlove" heißt. Spätestens durch die Pandemie haben viele Menschen gelernt, dass sie von zuhause oder unterwegs arbeiten können. Sie sind deshalb deutlich häufiger gewillt, Partner zu besuchen - oder mittel- und langfristig sogar umzuziehen. Klassische Hemmschwellen von Fernbeziehungen sind durch die "wandernde Liebe" deutlich kleiner geworden.

Abstinenz - vom Alkohol

Ein Viertel der Singles bevorzugt ein alkoholfreies erstes Date. Viele legen Wert darauf, dass der Verzicht auf für die weiteren Treffen gilt. Diese Entwicklung passt zu Trends jenseits der Dating-Szene wie der "Dry January" (also: der "alkoholfreie Januar") oder sogar das alkoholfreie Jahr. Unter dem Hashtag "sobercurious" ist dieses im Jahr 2022 als Lifestyle-Phänomen in den sozialen Medien bekanntgeworden.

Der Alkoholverzicht bietet Partnersuchenden eine wichtige Information: Kann die andere Person den eigenen Alkoholkonsum kritisch reflektieren? Oder bereitet es ihr möglicherweise schon Mühe, nur während der ersten Dates darauf zu verzichten?

Hedonismus in Sachen Sex

Das Gegenteil von Abstinenz ist in Konsumfragen der Hedonismus - also die Freude am starken Genuss. Im Dating-Bereich geht es 2023 dabei um Sex. Der Trend geht dahin, über ihn und die eigenen Wünsche zu sprechen. Ein aktueller Datingreport einer großen Dating-App hat ermittelt, dass mehr als die Hälfte der Singles es wichtig finden, frühzeitig über Sex und die eigenen Bedürfnisse zu sprechen.

Diese Entwicklung trägt manchmal auch den Namen "Sex-positive-Trend". Damit ist gemeint, dass die Menschen eine generelle Offenheit für das Thema zeigen. Eindeutig eingeschlossen ist dabei auch, dass es in Ordnung ist, wenn eine Person Sex nicht mag.

Grenzen setzen & Work-Life-Balance: Schutz der mentalen Gesundheit

Das sogenannte "Guardrailing" ist der Prozess, beim Dating mehr Grenzen zu setzen, um die eigene Gefühlswelt zu schützen. Dabei kann es um Kleinigkeit gehen. Beispielsweise sind bestimmte Gesprächsthemen tabu. Es kann aber auch die grundsätzliche Entscheidung sein, sich erst einmal nicht auf eine emotionale Bindung einzulassen. 2022 haben über die Hälfte aller Suchenden mehr Grenzen als zuvor gesetzt. Dieser Trend geht weiter.

Zugleich wird die Work-Life-Balance wichtiger. Personen mit einem zeitintensiven Job werden unattraktiver. Der schon erwähnte Datingreport berichtet zudem, dass etwa 50 Prozent der Singles mehr Raum für Erholung und Zweisamkeit schaffen möchten. Sie erwarten von ihren Partnern, dass diese darauf eingehen können. Insgesamt gilt: Der Schutz der mentalen Gesundheit ist im Dating ein zentraler Trend 2023.

Angeberei ist abgemeldet: Abschied von Statussymbolen

Viel Geld, materielle Statussymbole, der Nachweis von Fleiß durch Überstunden - diese Punkte waren im Dating früher wichtig. Im Zuge des Wunsches nach einer besseren Work-Life-Balance wirken sie jedoch wie unnötige Angeberei. Statussymbole sind inzwischen deutlich weniger bedeutsam als emotionale Verfügbarkeit und die Möglichkeit zur Zweisamkeit. Suchende möchten sehen, dass Partner auch gegenüber Arbeitgebern Grenzen kommunizieren können. Die klare Kommunikation und die Fähigkeit, "Nein" zu sagen, sind von entscheidender Bedeutung.

Astrologie: Passen die Sterne zum potenziellen Partner?

Spiritualität ist in den vergangenen Jahren für Menschen immer wichtiger geworden. Dies gilt insbesondere auch für das Liebesleben. Schließlich sollen auch die Seelen eine Verbindung erfahren. Offenbar spielt die Astrologie dabei eine wichtige Rolle für viele Singles. In Dating-Apps war es 2022 verstärkt zu beobachten, dass die Sternzeichen zu den Profilen hinzugefügt wurden. Ihr Einfluss dürfte auch 2023 wertgeschätzt werden.

Fazit: Offenheit, Gesundheit und die eigene Persönlichkeit stehen 2023 im Mittelpunkt

Insgesamt stellen die Dating-Trends 2023 die eigene Persönlichkeit in den Mittelpunkt. Singles sind auf der Suche nach gesunden Partnerschaften, bei denen die Beteiligten ausreichend Zeit füreinander haben. Erwartet wird außerdem eine Offenheit für die Bedürfnisse des jeweils anderen. Dating wird dabei bewusst ganzheitlich aufgefasst: Es geht nicht darum, ob die Kandidaten zu den Suchenden passen, sondern zu deren ganzen Leben.

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