Piercing-Pflege: Alle Infos zur gesunden Heilung deines Piercings

Piercing-Pflege: Alle Infos zur gesunden Heilung deines Piercings

Du hast dir ein Piercing stechen lassen! Herzlichen Glückwunsch! Doch damit ist es noch nicht vollbracht. Wie du es ab jetzt richtig pflegst, liest du hier.

Ein frisch gestochenes Piercing ist in erster Linie eine Wunde deines Körpers, die verheilen soll. Doch nicht auf klassische Weise, wie zum Beispielsweise eine Schnittwunde, bei der sich eine Kruste Bildet und die Haut so heilt. Der Piercingstab verhindert nämlich, dass sich eine Kruste bilden kann. In Folge dessen muss deine Haut nun eine neue, sehr dünne Hautschicht um den Stichkanal bilden. Das dauert nicht nur länger, sondern bietet auch einen perfekten Nährboden für Schmutz und Bakterien, denn diese werden meist von einer Kruste von der Wunde verngehalten. Entzündungen eines Piercings sind deshalb keine Seltenheit, jedoch mit der richtigen Piercing-Pflege leicht zu verhindern oder in Schach zu halten.

Piercing-Pflege am ersten Tag

Am ersten Tag nach dem Stechen deines Piercings ist vor allem eins geboten: Vorsicht! Dein Körper wehrt sich vermutlich noch nicht gegen diese Wunde, daher ist es zu verlockend, sie zu berühren. Doch das solltest du dringend vermeiden! Denn so gelangt schnell Schmutz in die frische Wunde. Versuche auch, zum Beispiel bei Ohrpiercings einen Zopf zu tragen, damit dein Piercing nicht durch im Wind wehende Haare gereizt wird.

Piercing-Pflege ab dem zweiten Tag

Nun beginnt die Wundheilung deines Piercings. Auch wenn du nun denkst, die kleine Wunde kann deinen Körper ja nicht allzu sehr herausfordern, liegst du falsch. Alles, was die Wundheilung deines Piercings ab jetzt gefährden kann, ist zu unterlassen. Dazu zählt:

  • Stress
  • Wenig Schlaf
  • Ungesunde Ernährung
  • Körperliche Anstrengung
  • Sport
  • Alkohol und Zigaretten
  • Baden
  • Saunabesuche

Weitere No Gos bei der Piercing-Pflege:

  • Piercing mit den Händen berühren
  • Piercing herausnehmen
  • Schwimmbad-, Sauna- und Solariumbesuche in en ersten vier Wochen
  • Keine Blutverdünnenden Medikamente in den ersten zwei Tagen einnehmen
  • Keine Make-up Produkte mit der Wunde in Verbindung bringen
  • Bei Ohr-Piercings das Färben deiner Haare
  • Das Piercing belasten
  • Berührung mit Meeres- oder Seewasser

So reinigst du dein Piercing 

Ab dem zweiten Tag seit des Stechens deines Piercings solltest du es jeden Morgen und jeden Abend desinfizieren. Wir können dir aus Erfahrung das Octenisept Wunddesinfektionmittel für ca. 8 Euro sehr empfehlen. Es desinfiziert die Wunde zuverlässig und verhindert Entzündungen.

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Um die Wundheilung zu unterstützen, solltest du in den ersten 14 Tagen dein Piercing 2x täglich desinfizieren. Hierfür können wir dir aus Erfahrung das Octenisept Wunddesinfektionmittel für ca. 8 Euro ans Herz legen.

So desinfizierst du dein Piercing richtig

Auch wenn das Octenisept Wunddesinfektionmittel in einer Sprühflasche daherkommt, solltet ihr das Piercing nicht nur einfach besprühen. Nimm ein sauberes Wattestäbchen zur Hand und tunke es in die Flüssigkeit, sodass sich der Kopf vollsaugen kann. Topfe jetzt gezielt von beiden Seiten des Stichs auf den Wundkanal und bewege deinen Piercing-Ring oder -stab mit Hilfe des Wattestäbchens hin und her, sodass das Desinfektionsmittel auch in den Stichkanal gelangt. That’s it! Wiederhole das Reinigen jeden Morgen und Abend für mindestens 14 Tage. Sieht dein Piercing danach gut aus, reinige es für weitere 14 Tage jeden Morgen oder jeden Abend. Sieht dein Piercing danach gut aus, schmerzt nicht, ist nicht mehr geschwollen und verheilt, musst du es icht mehr reinigen.

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