Lektinfreie Ernährung: Dieses Obst und Gemüse solltest du nicht essen!

Lektine – das sind komplexe Proteine, die sich nach dem Verzehr sowohl positiv als auch negativ auf euch und auf euren Körper auswirken können. Doch wie gefährlich sind die negativen Effekte wirklich, welche Lebensmittel enthalten besonders viel Lektin und macht es Sinn, auf eine lektinfreie Ernährung umzusteigen? Lest selbst!

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Wie ungesund sind Lektine wirklich? Wissenschaftler sind sich uneinig!

Was sind Lektine?

Lektine – schonmal gehört? Das sind bestimmte Proteine, die in Pflanzen und in einigen tierischen Produkten vorkommen. Auch in Gemüse, Obst und Vollkorn sind sie enthalten. Genauer gesagt sind es die Abwehrstoffe der Pflanzen gegen Fressfeinde und damit eine natürliche Art Pestizid. Klar, dass wir zu diesen Feinden auch dazugehören, schließlich gehören diese Lebensmittel für viele von uns auf den täglichen Speiseplan. Grundsätzlich ist das aber kein großes Problem, da Lektine hitzelabil sind und durch einfaches Erhitzen beseitigt werden können. Nur das Weizenlektin ist hitzebeständig. Jedoch kann es durch Fermentieren unschädlich gemacht werden.

Wie wirken sich Lektine auf den Körper aus?

Lektine werden von manchen Menschen nicht besonders gut vertragen. So können sie Bauchschmerzen, Übelkeit, Magenverstimmungen, Durchfall oder allgemeines Unwohlsein hervorrufen. Teilweise werden sie auch für Entzündungen im Körper verantwortlich gemacht. Die Folge: Nach dem Verzehr des Proteins fühlt ihr euch plötzlich schlapp und unfit. Rohe Bohnen enthalten besonders gefährliche Lektine und können im allerschlimmsten Fall zum Tod führen.

Manche Forscher gehen dennoch davon aus, dass Lektine auch positive Eigenschaften besitzen. So sollen sie beispielsweise die guten Bakterien in eurem Verdauungssystem unterstützen, indem sie ihre Aktivität stärken. Andere geben zudem an, dass die Proteine in der Therapie einiger Krankheiten, die durch Bakterien, Pilze und Viren verursacht werden, zum Einsatz kommen könnten. Wiederum andere Wissenschaftler sprechen sogar davon, dass Lektine das Krebswachstum eindämmen und vor Darmkrebs schützen.

Welche Lebensmittel enthalten Lektin?

Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen und Bohnen enthalten Lektin. Insbesondere Bohnen, vor allem rote Kidney Bohnen, sind stark betroffen und müssen vor dem Verzehr gegart werden. Auch Nachtschattengewächse wie Tomaten, Paprika, Gurken, Zucchini, Kartoffeln und Auberginen besitzen eine hohe Menge des oft unverträglichen Proteins. Mais, Milch und Fleisch von Tieren, die mit Mais gefüttert wurden, können ebenfalls Lektin enthalten und sollten bei einer lektinfreien Ernährung ganz gemieden werden.

Welche Lebensmittel enthalten keine Lektine?

Möchtet ihr eure Lektin-Aufnahme verringern, dann setzt am besten auf Lebensmittel wie Salat, Süßkartoffeln, Karotten, grünes Blattgemüse, Brokkoli, Meerrettich, Pilze, Avocado, Sellerie und Spargel.

Ist es sinnvoll zu einer lektinfreien Ernährung zu wechseln?

Was stimmt denn nun – sind Lektine gut oder schlecht für uns? Die Meinungen gehen da eben doch sehr weit auseinander! Fakt ist aber, dass unser Darm ein kluges Kerlchen ist, dass sich selbst ziemlich gut schützen kann. Auf Gemüse, Obst und Vollkorn müsst ihr auf gar keinen Fall verzichten! Wichtig ist dennoch, dass ihr auf euren Körper hört und euch merkt, was ihr nicht so gut vertragt. Lebensmittel, die bei euch nach dem Essen Beschwerden hervorrufen, werden ab jetzt vor dem Verzehr gut erhitzt. Vertragt ihr sie dann immer noch nicht, lasst sie ganz einfach weg! So könnt ihr Entzündungen und Magenbeschwerden vermeiden und ihr fühlt euch insgesamt wohler und fitter.

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