Fruchtsaft erhöht das Sterberisiko enorm

Studie zeigt: Fruchtsäfte erhöhen das Sterberisiko

Wer den Morgen gesund starten will, greift am liebsten zu frischem Orangensaft oder exotischen Smoothie-Getränken. Doch ist das wirklich so gesund wie wir denken? Eine US-Studie klärt nun mit erschreckenden Erkenntnissen auf. 

© Istock

Um die fettige Pizza mit extra viel Käse, Salami und weiteren Toppings von gestern Abend schnell zu verdrängen oder sich am Nachmittag einfach mal etwas „Gesundes“ zu gönnen, greifen viele gerne zu Obstsäften. Besonders Orangensaft steht hoch im Kurs. Weiter wird das „gesunde“ Bild des Fruchtsafts durch unzählige, aus dem Boden sprießenden Smoothie-Läden, in denen sich ernährungsbewusste Menschen, insbesondere Frauen zum Klönen, vertieft. 

Fruchtsäfte erhöhen Sterberisiko

Ein im „Jama Network“ veröffentlichte Studie besagt jetzt, dass zu viel Fruchtsaft das Sterberisiko erhöht. Demnach sollen 350 Milliliter 100-prozentiger Fruchtsaft täglich das Sterberisiko um ein Viertel steigern. Für die Forschung hatte ein Team aus Atlanta sowohl Fruchtsäfte als auch gezuckerte Softdrinks untersucht, mit dem Fazit: Beide Getränke verkürzen die Lebenszeit – Fruchtsäfte sogar noch extremer. Jedoch gilt zu beachten, dass die Auswirkungen von Lebensmitteln und Getränken auf den Körper schwierig zu erforschen sind. Womöglich ernähren sich Menschen, die mehr Limos- und Fruchtsäfte trinken, Wasser als Durstlöscher meiden, sich ohnehin ungesünder und hätten daher auch eine kürzere Lebenserwartung. 

Was ist ein echter Fruchtsaft?

Wollen Unternehmen einen „Fruchtsaft“ auf den Markt bringen, muss gewährleistet sein, dass das Getränk zu 100 Prozent aus reinen Früchten besteht. 

Wie viel Fruchtsaft am Tag ist gesund? 

Fruchtsaft ist nicht mit frischem Obst gleichzustellen. Es enthält weniger Ballaststoffe und bei der Herstellung gehen einige wichtige Vitamine verloren. Nämlich die, die die Verdauung anregen und den Blutzuckerspiegel regulieren. Zu dem haben etwa 0,2-Liter, also ein Glas Saft rund 100 Kalorien. Zu einer leichten Mahlzeit getrunken, kann der Saft schon mal ordentlich „reinhauen“ – sättigen tut er allerdings nicht so sehr wie feste Nahrung. Experten raten daher zu maximal 200 Milliliter Fruchtsaft am Tag. 

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