CBD Öl in der Praxis: Anwendung, Wirkung, Dosierung

CBD Öl in der Praxis: Anwendung, Wirkung, Dosierung

Hanf hat viele gute Eigenschaften. So ist er nicht nur besonders nachhaltig: Richtig angewandt, ist er auch medizinisch wertvoll. Unsere Vorfahren wussten dies und schätzten die Pflanze als Heilpflanze. CBD ist einer der Inhaltsstoffe, der für solche Wirkungen verantwortlich sein könnte. Wird er extrahiert und mit einem Trägeröl versetzt, entsteht CBD Öl. Dieser Text behandelt Anwendungen und mögliche Wirkungen der Substanz.

CBD Öl Flasche
© Pixabay
Was genau kann CBD Öl bewirken?

Alles Gute aus dem Hanf: Was ist CBD Öl?


Seit 2017 ist in Deutschland medizinischer Cannabis zugelassen. Doch dabei setzten Anwender vor allem auf das psychoaktive THC. Dieser bekannteste aller Hanfinhaltsstoffe ist jedoch psychoaktiv. Wer ohne solche Nebenwirkungen die Kraft der Hanfpflanze nutzen möchte, greift seit einigen Jahren zu Cannabidiol, abgekürzt CBD.

Um die Jahrtausendwende herum wurde Cannabidiol zum Trend, weil ein junges Mädchen mit CBD seine epileptischen Anfälle reduzieren konnte. Inzwischen hat auch die Pharmaindustrie die krampflösende Wirkung erkannt und produziert reines CBD als Medizin.

Dabei bietet der Hanfwirkstoff CBD laut Experten ein großes Potenzial bei vielen möglichen Erkrankungen. So kann er Ängste lindern, ebenso Schmerzen. Er wirkt entkrampfend, beruhigend und entzündungshemmend. Darüber hinaus gilt er als gute Ergänzung herkömmlicher Therapien bei vorliegender Grunderkrankung.

Auch das Öl daraus soll diese Wirkungen hervorrufen. Erhältlich in unterschiedlichen Konzentrationen, kann es Einsteigern und erfahrenen Anwendern Linderung bei den folgenden Problemen und Erkrankungen verschaffen.

Beispiele für die Anwendung von CBD Öl:
 

  • Stress reduzieren
  • Ängste lösen
  • Hautprobleme lindern
  • Übelkeit verringern
  • Appetit zügeln
     

Endocannabinoidsystem: Warum wirkt CBD Öl im menschlichen Körper?

Im Jahr 1992 konnte ein Team von Forschern Rezeptoren für Hanfwirkstoffe im menschlichen Körper nachweisen. Es handelt sich um das Endocannabinoidsystem, abgekürzt ECS. Jedes Säugetier verfügt darüber, so auch der Mensch. Diese Rezeptoren sind über den ganzen Körper verteilt. Wo es besonders hohe Konzentrationen von ihnen gibt, kann von einer Wirkung des Hanfs ausgegangen werden. Das ist zum Beispiel im zentralen Nervensystem der Fall, aber auch im Magen-Darm-Trakt oder in der Haut.

Die Aufgaben des ECS sind noch nicht zur Gänze erforscht. So viel ist aber heute schon klar: Es wirkt wie eine Art Regler für die weiteren Systeme des menschlichen Körpers, etwa das Verdauungssystem, das Immunsystem oder das Fortpflanzungssystem. Wird dort ein Fehler festgestellt, greift es regelnd ein. Deshalb kann CBD bei bestimmten Krankheiten unterstützend tätig sein.

Qualitätsunterschiede: bei Ölen im Handel sehr groß


CBD Öl kann sogenanntes Vollspektrum CBD enthalten. Dann sind neben CBD als Hauptbestandteil auch noch alle anderen Hanfwirkstoffe enthalten. Enthält ein Öl hingegen ausschließlich CBD, spricht man von CBD Isolat. Fehlen Angaben dazu, wird nicht klar, worum es sich handelt.

Es gibt Anzeichen dafür, dass Vollspektrum bei vielen Problemen besser hilft. Dann wirkt Vollspektrum durch einen synergistischen Effekt, bei dem das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile. Isolat kann dies nicht leisten. Wer sich für einen CBD Öl Test und Vergleich interessiert, sollte dabei auch diese Angaben vergleichen. Anwender benötigen nämlich mehr Isolat, um eine ähnliche Wirkung wie mit einem Vollspektrum CBD Öl zu erreichen.

Doch auch bei der Konzentration der Öle finden sich große Unterschiede. Weil dies Auswirkungen auf die Dosierung hat, sollten Nutzer stets wissen, welches Öl sie vor sich haben.

Bei der Konzentration zählen folgende Öle zu den schwach konzentrierten CBD Ölen:

  • 5 Prozent CBD Öl
  • 7 Prozent CBD Öl
  • weitere Konzentrationen unter 10 Prozent CBD Öl
     

Für erfahrene Anwender eignen sich die höher dosierten CBD Öle. Dabei handelt es sich um alle Öle über 10 Prozent.

Umrechnen lassen sich die Anteile leicht:

Bei 10 Milliliter Öl sind 5 Prozent gleich 500 Milligramm CBD.
Enthält ein Fläschchen 30 Milliliter, ist es das Dreifache, nämlich 1500 Milligramm.

Manche Hersteller schreiben auch, wie viel CBD jeder Tropfen durchschnittlich enthält. Weil die meisten Fläschchen mit Pipette geliefert werden, ist diese Angabe sinnvoll.

Welches CBD Öl eignet sich für wen?

CBD Öl wirkt stets individuell. Jeder Körper reagiert also anders darauf, weshalb auch eine Dosierungsanleitung nicht leicht ist. Wer dies im CBD Öl Test und Vergleich sucht, sollte nicht zu viel erwarten. Es gibt aber Regeln, die auf Erfahrungen anderer Kunden beruhen. Eine davon lautet: Einsteiger sollten gering konzentrierte Öle wählen, wenn sie noch gar keine Erfahrungen damit haben.

Hier gilt, mit wenig zu beginnen. Anschließend kann man sich nach und nach steigern. Wer also jeweils einen Tropfen am Morgen und am Abend einnimmt, macht nichts falsch. Alle zwei bis drei Tage kann man die Dosis um je einen Tropfen steigern. Gestoppt wird dieser Prozess erst dann, wenn eine Wirkung spürbar ist.

Was ist die Besonderheit bei CBD Öl?


Das Besondere daran ist die Tatsache, dass viel nicht viel hilft. Bei chronischen Schmerzen etwa wirkt CBD Öl völlig anders, als man es von Schmerzmitteln kennt. Wer gewohnt ist, bei Schmerzen Tabletten zu nehmen, welche den Schmerz sofort dämpfen, wird hier eine Enttäuschung erleben.

Das liegt jedoch nicht daran, dass das CBD Öl vielleicht versagt hat. Es muss nur anders eingesetzt werden. Eine Wirkung stellt sich häufig erst nach Wochen ein, was Anwendern viel Geduld abverlangt. Zudem ist es eine echte Herausforderung, die individuell passende Dosis zu finden. Wer es aber schafft, bekommt ein fast nebenwirkungsfreies und damit sehr sanft wirkendes Mittel an die Hand.

CBD Öl hat kaum Nebenwirkungen

Deshalb steigt seine Beliebtheit ständig: Im Gegensatz zu vielen anderen pharmazeutisch hergestellten Mitteln ist CBD Öl wirklich sanft zum Körper. Nebenwirkungen sind kaum bekannt. Hier die wichtigsten:

+ Mundtrockenheit
+ Appetitverlust
+ Blutdruckabfall
+ in der Diskussion: mögliche Leberschäden, Erhöhung des Augeninnendrucks

Wie nimmt man CBD Öl richtig ein?

Muss CBD erst den Verdauungstrakt passieren, greift der sogenannte First-Pass-Effekt. Er macht einen Großteil des Mittels wirkungslos, daher hat CBD eine schlechte Bioverfügbarkeit. Es gibt aber Abhilfe, nämlich die sublinguale Einnahme.

Schluckt man CBD nicht sofort herunter, geht es via Hohlvene in der Zunge direkt in den Blutkreislauf. Dies erhöht die Bioverfügbarkeit, weil es den genannten Effekt vermeidet. Vorgehen dabei: Anstatt sofort zu schlucken, behält man die Tropfen mindestens eine halbe Minute unter der Zunge.
 

CBD-Öl
CBD-Öl ist eines der vielen Produkte aus der Hanfpflanze, das sich in der Wellness- und Gesundheitsindustrie immer größerer Beliebtheit erfreut. Es kommt vielfältig zur Anwendung und ist Forschungsobjekt für medizinische und therapeutische Projekte. ... Weiterlesen
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