7 Tipps für nachhaltiges Wohnen im Alltag: So geht’s!

7 Tipps für nachhaltiges Wohnen im Alltag: So geht’s!

So tust du dir und der Umwelt etwas Gutes und sparst dabei noch Geld

Freunde in der Wohnung
© Pexels

Nachhaltigkeit ist längst zum Trend geworden und keine radikale Lebenseinstellung einzelner Randgruppen mehr. Ob Verkäuferin, Büroangestellter oder Managerin, nachhaltig leben und wohnen ist angesagt wie nie zuvor. Und dabei so einfach umzusetzen.

Mit ein paar einfachen Tricks kannst auch du dein Leben nachhaltiger gestalten, ohne dich dabei einschränken zu müssen. Du schonst mit unseren Tipps zum nachhaltigen Wohnen nicht nur die Umwelt, sondern auch dein Portemonnaie. Also, los geht’s:
 

Tipp 1:

Nachhaltige Möbel oder Secondhand

Nachhaltiges Wohnen fängt bereits bei der Wahl der richtigen Möbel und Einrichtungsgegenstände an. Ein Tisch für 149 Euro kann nun einmal nicht nachhaltig hergestellt worden sein und ist zudem in den meisten Fällen nicht einmal sonderlich langlebig. Du solltest jetzt natürlich nicht dein komplettes Inventar gegen nachhaltig produzierte Möbel austauschen – damit wäre ganz klar der Sinn verfehlt. Doch denk einfach beim nächsten Mal, wenn du dir ein neues, nachhaltiges Möbelstück kaufen willst daran, dass dieses aus nachwachsenden Rohstoffen wie Bambus oder Holz sein sollte, keine langen Lieferwege hinter sich hat, wenn möglich aus deutscher oder europäischer Forstwirtschaft stammt, schadstofffrei ist und die benutzten Öle, Lasuren und Wachse auf natürlicher Basis. Siegel wie Der Blaue Engel, das FCS- oder PEFC-Siegel sowie das Gütesiegel Öko-Control zeichnen umweltgerechte Produkte aus.

Sollte dein Geldbeutel nicht zulassen, dass du dir neue Möbel kaufst, die nachhaltig produziert werden, legen wir dir Secondhand-Möbel ans Herz. Das muss keineswegs Flohmarktramsch sein oder Billigware. Im Gegenteil. Gebrauchte Möbel sind häufig von einer wirklich guten Qualität und auf vielen Onlineportalen kann man wahre Schätze finden. Neben Ebay oder Etsy gilt Moebelkeller.de als Geheimtipp. So gibst du nicht nur einem Möbelstück ein zweites Leben, sondern kannst auch ordentlich sparen.

Tipp 2:

Selbermachen und Upcycling

Keine Frage, Selbermachen ist angesagt. Und das kann in so vielen unterschiedlichen Bereichen geschehen. Du kannst so viele Dinge deines täglichen Bedarfs wiederverwerten und dabei deiner Kreativität freien Lauf lassen. Tolle Ideen dazu findest du auch bei der DIY-Academy oder Handmade Kultur.

Tipp 3:

Selber anpflanzen

Wir wissen es ja eigentlich alle: selbstgezogene Kräuter und Gemüse schmeckt nicht nur besser, sondern ist auch noch gesünder, günstiger und, nicht zu vergessen, es muss keine langen Wege bis auf deinen Teller zurücklegen. Und dennoch greifen wir dann doch im Supermarkt zu den abgepackten Salaten und den Tomaten aus Italien. Aber warum eigentlich? Weil Gemüse anpflanzen so aufwändig ist? Oder du nur einen kleinen Balkon hast? Alles Ausreden, denn selbst ohne Garten und Balkon kannst du eigenes Gemüse und Kräuter, ja sogar manche Obstsorten züchten. Lars Müller von RecoveryLab Datenrettung sagt: «Du brauchst dazu nicht einmal viel Platz und das Beste: du hast immer erntefrische Lebensmittel, brauchst keine Angst vor Pestiziden haben, benötigst keine Verpackung und lebst somit bewusst nachhaltig. Für mich, der den ganzen Tag vor dem PC verbringt, ist es außerdem eine gelungene Abwechslung.»

Tipp 4:

Ressourcen schonen

Auch auf andere Weise kannst du selbstverständlich nachhaltiger wohnen und leben. Dazu gehört etwa auch die Vermeidung der Lebensmittelverschwendung. Etwa 18 Millionen Tonnen Lebensmittel werden in Deutschland pro Jahr weggeworfen, schätzt der WWF. Und damit irrsinnige Mengen an Ressourcen verschwendet. Wenn du ein Teil deiner Nahrungsmittel selber anbaust, wirst du merken, wie schwer es dir fällt, diese wegzuschmeissen. Denn schliesslich steckt viel Arbeit und Liebe in der Aufzucht. Und das solltest du auch bei deinen anderen Lebensmitteln machen. Erstell dir einen Menüplan für die Woche oder kauf ganz bewusst lieber weniger als mehr ein.

Und vor allen, überprüfe immer, ob die Lebensmittel auch tatsächlich ungeniessbar sind oder ob sie nicht doch noch anderweitig wiederverwendet werden können. Ein schrumpeliger Apfel oder eine braune Banane? Mach doch einen Smoothie draus. Verrunzelte Karotten und Kartoffeln? Einkochen zur Suppe. Und hartes Brot einfach weiter trocknen und als Paniermehl für einen leckeren Vegi-Burger verwenden. Geht mit dem Mixer ganz schnell.

Auch Joghurts und Quarks sind meist viel länger haltbar, als auf der Verpackung steht. Bei Fleisch, Wurst und Fisch solltest du dich auf deinen Geruchssinn verlassen und sie nach dem Ablaufdatum nur noch bedingt verwenden. Überleg dir in einem solchen Fall, wie du derartige Situationen zukünftig vermeiden kannst. Lieber frühzeitig verarbeiten und einfrieren, anstatt wegwerfen.

Tipps 5:

Nachhaltiges Putzen

Ok, putzen bereitet den wenigsten von uns wahrscheinlich grosse Freude. Aber gemacht werden muss es nun einmal. Und da man diese lästige Arbeit gerne etwas vor sich herschiebt, werden die Verkalkungen im Bad nicht kleiner und die Fettablagerungen im Backofen nicht weniger. Also wird zu dem hartnäckigsten Putzmittel gegriffen, das man so finden kann. Und meist riecht man bereits sofort, dass dies weder gut für die Umwelt noch für die eigene Gesundheit sein kann. Brennende Augen und ein beissender Geruch in der Nase. Ökologisch abbaubar? Weit gefehlt. Also dann doch lieber zu den umweltfreundlicheren Putzmitteln greifen? Das ist sicherlich eine Möglichkeit, aber wir verraten dir eine viel preisgünstigere und umweltschonendere: Natron.

Natron ist ein Alleskönner, eine Wunderwaffe im Haushalt. Du kannst damit so fast alles machen: Mundspülung, Shampoo, Fusspilz bekämpfen, Lebensmittel entsäuern, Gerüche beseitigen, als Weichspüler einsetzen, zum Fleckentfernen und zum Putzen. Egal was. Mit ein wenig geriebener Kernseife und Wasser lässt sich Natron auf diese Weise etwa zu einem Allzweckreiniger zusammenbrauen. Etwas Zitronensaft für einen angenehmen Duft und schon kannst du mit deiner Sprühflasche loslegen.

Tipps 6:

Lieber zusammen statt alleine

Jeder 5. Erwachsene in Deutschland lebt in einem Einpersonenhaushalt. Das sind rund 17 Millionen Menschen. Und jeder von ihnen hat einen eigenen Kühlschrank, viele eine eigene Waschmaschine, einen eigenen Staubsauger und was man sonst eben noch so alles hat. Und ja, sie haben wahrscheinlich alle am Abend das Licht im Wohnzimmer an, jeder in seinem eigenen. Nachhaltig wohnen sieht anders aus. Doch auch wenn man keinen Lebenspartner hat, mit dem man zusammenziehen will, ist das Zusammenleben in einer Wohngemeinschaft ganz klar eine gute Möglichkeit zur Ressourcenschonung – und geselliger obendrein.

Und nein, das ist eindeutig nicht nur etwas für Studenten und solche Leute, die sich nichts anderes leisten können. Ganz im Gegenteil. Immer mehr Menschen ziehen in eine WG, gerne auch in eine Mehrgenerationen-WG, um die Vorteile eines solchen Zusammenlebens vollumfänglich zu geniessen. Da passt am Abend die 60-Jährige auf den Sohn der 25-Jährigen auf, geht der Immobilienmakler auf dem Nachhauseweg noch schnell für alle Einkaufen, schaut die Steuergehilfin noch einmal über die Steuererklärungen ihrer Mitbewohner und kocht der Lehrer am Abend für alle Hungrigen noch eine leckere Pizza und repariert der Rentner endlich die Küchenmaschine. Gemeinsame Hilfe leisten, zusammenleben und gleichzeitig Ressourcen schonen.

Und wenn du jetzt denkst, dass gerade in einer Mehrgenerationen-WG mit älteren Menschen doch sicherlich auch einige Kosten entstehen können, etwa, wenn es um Barrierefreiheit geht, können wir dich beruhigen. Man kann heutzutage sogar gebrauchte Treppenlifte kaufen oder mieten und Fördermittel beantragen.

Tipp 7:

Leihen, mieten, tauschen

Nicht jeder braucht einen Treppenlift, ganz klar, aber auch bei vielen anderen Dingen macht es Sinn, sie nicht zu kaufen, sondern zu mieten oder zu leihen. Oder brauchst du tatsächlich täglich deine Bohrmaschine, dein Hochzeitskleid, Koffer, Zelt, Rasenmäher, Inlineskates…? Leihen, tauschen oder mieten ist nicht nur nachhaltiger, sondern spart dir zudem Geld und Platz. Und wenn du dich einmal in deiner Wohnung so umschaust, wirst du sicherlich feststellen, dass auch du viele Gegenstände hast, die du eigentlich kaum oder gar nicht brauchst. Warum dann nicht also zum Verleihen oder Tauschen ins Internet stellen? Irgendjemand sucht schliesslich immer irgendwas. Stiftung Warentest hat dazu ein paar Leihportale aufgelistet, aber auch sonst im Netzt findest du dazu viele Informationen.

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