Psychologie: Deshalb bist du nie mit deinem Leben zufrieden

Deshalb bist du nie mit deinem Leben zufrieden – laut Psychologen

Du hast das Gefühl, dass dein Leben nicht genug ist? Laut Psychologen gibt es vier Gründe, warum wir nie mit unserem Leben zufrieden sind.

Hand aufs Herz: Wie zufrieden bist du mit deiner aktuellen Lebenssituation? Passt alles so, wie es ist oder würdest du gerne etwas ändern? Irgendwie scheinen wir ja nie lange wirklich komplett mit unserem Leben zufrieden zu sein. Auch wenn man mal eine Phase hat, in der alles zu passen scheint, schleichen sich schnell wieder Zweifel ein. Beruf, Liebe, Freundeskreis, mentale Gesundheit – irgendeine Baustelle gibt es immer. Und je nachdem, wie groß das Problem oder die Herausforderung gerade ist, haben wir schnell das Gefühl, dass sich die negative Einstellung auf unser gesamtes Leben auswirkt. Aber woher kommt das eigentlich, dass wir nie lange wirklich zufrieden mit unserem Leben sind? Laut Psychologen gibt es dafür vor allem vier Gründe.

Diese vier Dinge sorgen dafür, dass wir nie lange mit unserem Leben zufrieden sind

1. Langeweile

Der Haken an der ewigen Zufriedenheit ist, dass sie langweilig werden kann. Kein Wunder, dass wir uns lieber eine Reality-Show anschauen, bei der sich alle Teilnehmer:innen streiten, statt einem glücklichen Pärchen bei ihrem glücklichen Leben zuzuschauen. Wenn uns langweilig ist und wir alleine mit unseren Gedanken sind, versuchen wir instinktiv, unsere Situation zu verbessern. Wir werden unruhig und sind überzeugt davon, dass wir etwas Neues, Anderes, Besseres brauchen und dass uns etwas fehlt.

2. Negativitätsbias

Dieser Begriff beschreibt das Phänomen, dass negative Szenarien und Erfahrungen in unseren Köpfen mehr Platz bekommen, als neutrale oder positive Erlebnisse. Laut Studien fällt es uns leichter, uns an schlechte Dinge zu erinnern, als an gute. Das liegt auch nahe, da wir ja aus den schlechten Dingen lernen sollten und damit versuchen, uns beim nächsten Mal davor zu schützen. So erscheint das Leben aber oft negativer als es ist, da wir nur die schlechten Seiten in den Fokus nehmen. Rufe dir also öfters die positiven Dinge in deinem Leben in Erinnerung.

3. Overthinking

Nachts ewig wach zu liegen und über verschiedenste Dinge nachzudenken, ist fast schon eine Volkskrankheit. Das ist manchmal auch ganz normal, vor allem wenn in deinem Leben gerade viel Veränderung stattfindet. Wenn du aber deine gesamte Energie darauf verwendest, dich selbst zu kritisieren und mit anderen zu vergleichen, wird es problematisch. Aus der Vergangenheit kann man lernen, aber dafür sollte man sich nicht stundenlang dafür fertig machen und sich wünschen, man wäre die Dinge anders angegangen.

4. Hedonistische Tretmühle

Dieser Begriff, geprägt von den Psychologen Philip Brickman und Donald T. Campbell, bezeichnet die menschliche Tendenz, trotz starker positiver oder negativer Erfahrungen zu einem relativ stabilen Zufriedenheitspegel zurückzufinden. Es ist quasi ein Teufelskreis: Wir haben Wünsche und Träume, die wir erreichen wollen, damit wir glücklich sind. Doch sobald wir diese erreicht haben, finden wir neue Ziele, die es anzustreben gilt. Das klingt vielleicht erstmal ermüdend, doch eigentlich ist die Vorstellung, immer einen Antrieb zu haben, sehr schön. Man darf nur nicht die gesamte Zufriedenheit von einer Errungenschaft abhängig machen – das führt sicher zu Frustration.

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Verwendete Quellen: glomex.com, refinery29.com

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