Coronavirus: Bücher gegen Langeweile in Isolation

Coronavirus: Darum sollten wir jetzt unbedingt Bücher lesen

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie ist die Nachfrage an Büchern enorm hoch. Warum es besonders jetzt gut ist, Bücher zu lesen, erfahrt ihr hier. PLUS: Wir stellen euch unsere persönlichen Buch-Tipps vor.

Mädchen auf Bett mit Buch
© PexelsHier findet ihr einige Bücher mit Sucht-Potenzial.

Darum wollen jetzt alle "Die Pest" von Camus lesen

"Die Pest" von Literaturnobelpreisträger Albert Camus ist der Roman der Stunde – und dabei handelt es sich um einen wahren Klassiker. Während der Roman schon Anfang März auf den französischen Bestseller-Listen stand, ist auch hierzulande in den vergangenen Wochen die Nachfrage enorm angestiegen. Aber warum wollen gerade alle "Die Pest" lesen? Eine Erklärung liefert der Literaturwissenschaftler Jürgen Ritter im SWR2. Alles, was Menschen in der Zeit der Corona-Pandemie bislang erlebt hätten, werde bereits in Camus‘ Roman geschildert, so Ritte, „es wird abgewiegelt, man zögert Maßnahmen zu ergreifen“, bis hin zu denen, die aus der Situation Kapital zu schlagen versuchten. Hier geht's zum Buch.

Das sind unsere persönlichen Lese-Tipps

Aller Anfang

Celia, Bree, Sally und April beginnen gemeinsam ihr erstes Jahr am College – doch sonst könnten die jungen Frauen kaum unterschiedlicher sein. Celia, streng katholisch erzogen, hat eine Flasche Wodka im Koffer; Bree, eine echte Schönheit, denkt nur an ihren Verlobten; Sally, zwanghaft ordentlich, leidet unter dem Tod ihrer Mutter, und die rothaarige April, eine radikale Feministin, möchte bloß eines: sofort in ein anderes Zimmer umziehen. Spannend, lustig und ganz schön böse ist dieser Roman, in dem wir die vier ungleichen Freundinnen auch durch die Jahre nach ihrem Abschluss an der Universität begleiten, in denen sie Spaß haben, streiten, sich wild verlieben und versuchen, ihre Träume zu verwirklichen. Hier mehr erfahren.

Strafe

Alle diejenigen, die große Freunde von Kurzgeschichten sind, sollten sich ab sofort mit den Roman von Ferdinand von Schirach befassen.

Was ist Wahrheit? Was ist Wirklichkeit? Wie wurden wir, wer wir sind? Ferdinand von Schirach beschreibt in seinem dritten Erzählungsband »Strafe« zwölf Schicksale. Wie schon in »Verbrechen« und »Schuld« zeigt er, wie schwer es ist, einem Menschen gerecht zu werden und wie voreilig unsere Begriffe von »gut» und »böse« oft sind. Ferdinand von Schirach verurteilt nie. In ruhiger, distanzierter Gelassenheit und zugleich voller Empathie erzählt er von Einsamkeit und Fremdheit, von dem Streben nach Glück und dem Scheitern. Seine Geschichten sind Erzählungen über uns selbst. Mehr Infos gibt es hier.

Superbusen

Gisela zieht nach Chemnitz, um neu anzufangen. Die Stadt ist für die Anfang zwanzigjährige ein Versprechen. Endlich studieren, sich finden, weg von der Familie und all den anderen Menschen, die sie nicht versteht und die sie nicht verstehen. Ihren Körper und ihre Gedanken aber nimmt sie mit. Doch in Chemnitz gibt es die Freundinnen, die die Welt nicht so akzeptieren wollen wie sie ist. Zusammen gehen sie auf Demonstrationen, betrinken sich, versuchen, über die Runden zu kommen und gründen eine Band: Superbusen. Bei ihren Konzerten entdecken sie das erste Mal das Konstrukt Ost und West, was sie als Frauen zusammenhält und trennt und die Macht der Musik. Hier geht's zum Buch.

Dad

"Dad" ist ein autobiographischer Roman, in dem viel Realität, aber auch viel Fantasie steckt. Dabei heraus kommt eine Symbiose aus Erinnerungen und Ausgedachtem. Im Buch geht es um Marlene und ihren Vater, der schon seit 12 Jahren tot ist. So macht sie sich eines Tages auf den Weg, um einiges über die Vergangenheit des ziemlich katastrophalen, häufig abwesenden und bekifften Vater herauszufinden. Er war ein Abenteurer – so viel steht schon zu Beginn fest. So zieht es Marlene schnell nach Marokko, Indien und Thailand ... Mehr Infos gibt es hier.

Becks letzter Sommer

Beck ist nicht zu beneiden. Mit der Musikerkarriere wurde es nichts, sein sicherer Job als Lehrer ödet ihn an, und sein Liebesleben ist ein Desaster. Da entdeckt er in seiner Klasse ein unglaubliches Musiktalent: Rauli Kantas aus Litauen. Als Manager des rätselhaften Jungen will er es noch mal wissen, doch er ahnt nicht, worauf er sich da einlässt ... Hier weiterlesen.

Taubenleben

Als Lois nach einem One-Night-Stand auf das Ergebnis eines Bluttests wartet, entgleitet ihr ein Leben, das plötzlich nicht mehr tragfähig erscheint: Sie rüttelt an ihren Festen, hinterfragt bestehende Strukturen, zweifelt und sucht die Auseinandersetzung mit der abweisenden Mutter, die über den frühen Tod des Vaters nie hat sprechen wollen. Zwischen Zartgefühl und Ekstase, Handeln und Denken, Einsamkeit und Nähe erzählt Paulina Czienskowski von einer Protagonistin, die mit unsicherem Gang und großer Sensibilität nach dem eigenen Lebensweg sucht. Zum Buch.

7 Gründe, warum wir jetzt unbedingt Bücher lesen sollten

  1. Lesen kann Alzheimer vorbeugen
  2. Lesen reduziert Stress
  3. Lesen hilft beim Einschlafen
  4. Beim Lesen erweitern wir unseren Wortschatz
  5. Das Lesen von Büchern fördert die Kreativität
  6. Lesen erweitert unseren Horizont
  7. Lesen fördert die Konzentration
Frau liegt krank im Bett
In Zeiten von Influenza und Coronavirus ist Hygiene der beste Schutz. Wie ihr euch die Hände richtig wascht und was ihr noch beachten könnt, erfahrt ihr hier. Weiterlesen
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