Piercing Helix: Alles, was du wissen musst und Erfahrungen

Piercing Helix: Alles, was du darüber wissen musst und unsere Erfahrungen

Du überlegst, dir ein Helix Piercing stechen zu lassen? Wir verraten dir alles, was du darüber wissen musst und welche Erfahrungen wir damit gemacht haben.

Piercings sind im Trend mehr denn je und mittlerweile absolut salonfähig. Gerade an den Ohren sieht der Schmuck besonders schön aus. Hier heißt es: Mehr ist mehr. Mehr Stecker, mehr Ringe, mehr Bling-Bling. Eines der wohl beliebtesten Piercings neben dem Tragus ist das Helix Piercing. Wir verraten dir, wie das Stechen abläuft, welche Schmerzen dich erwarten, was du bei der Pflege nach dem Stechen beachten solltest und welche Kosten auf dich zukommen.

Was ist ein Helix Piercing?

Das Helix Piercing ist eines der wohl beliebtesten Piercings überhaupt. Gestochen wird es durch die sogenannte Helix, ein Punkt am Ohr. Die genaue Platzierung ist dabei ganz deinem Geschmack überlassen. An der kleinen, wulstigen Knorpel-Umrandung der Ohrmuschel können auf Wunsch gleich mehrere Piercings gestochen werden. Aber auch wenn du dich nur für eines entscheidest, sieht der Ohrschmuck total schön und stylish aus. Für welches Schmuckstück du dich am Ende entscheidest, ist ganz dir überlassen. Du kannst einen dezenten Stecker oder einen schönen Ring aus Chirurgenstahl tragen. Am besten wählst du Schmuck, der sich gut kombinieren lässt, denn das Helix Piercing bleibt in der Regel dauerhaft im Ohr und sollte nur vom Piercer professionell getauscht werden.

So wird das Helix Piercing gestochen

3, 2, 1 fertig. Sich ein Helix Piercing stehen zu lassen, dauert überhaupt nicht lange. In der Regel läuft das Ganze so ab.

  • Der Piercer oder die Piercerin schaut sich dein Ohr genau an und bespricht mit dir die passende Stelle für das Helix.
  • Hierbei wird das Ohr meist noch durchleuchtet, um zu überprüfen, dass an der gewählten Stelle kein Nerv entlang läuft.
  • Dann wird die Haut desinfiziert.
  • Mit einem Stift markiert er oder sie die jeweilige Stelle. Danach kannst du noch mal kontrollieren, ob dir die Stelle gefällt.
  • Mit einer Nadel wird dann das Loch gestochen. Der Piercer oder die Piercerin sagt dir genau, wann er oder sie zusticht.
  • Dann wird noch der Schmuck eingesetzt.
  • Zum Schluss kannst du das Ergebnis im Spiegel bewundern.

Unsere Erfahrungen mit dem Helix Piercing

Mein Helix Piercing war mein allererstes Piercing. Ich habe es mir vor knapp sieben Jahren stechen lassen und bin bis heute super happy mit dem süßen Ring in meinem Ohr. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass ich es jemals rausnehmen werde. Danach kamen sogar noch mehrere Piercings dazu. Doch so unkompliziert und schmerzfrei wie das Helix war leider keines der folgenden Piercings bei mir.

Tat das Stechen weh?

Stechen lassen habe ich das Helix bei einer sehr guten Piercerin, die mir von einer Freundin empfohlen wurde. Ich hatte vorher wirklich super Angst, da ich mit Nadeln eigentlich nicht so gut kann. Und der Anblick von der Nadel, die deutlich größer war als gedacht, hat meine Knie kurz weich werden lassen. Doch die Piercerin war ein echter Profi und wusste genau, wie sie mich ablenken konnte. Und ehe ich es bemerkt habe, waren das Loch und der Schmuck auch schon im Ohr. Ich erinnere mich noch, wie ich sie fragte: "Passiert es jetzt gleich?" Und sie dann: "Süße, das Piercing ist schon drin!“ Gemerkt habe ich vom Stechen also gar nichts. Am Knorpelgewebe ist man ja eh nicht so empfindlich. Es mag aber vielleicht auch am Adrenalin gelegen haben.

Wie lange schmerzt das Piercing nach dem Stechen?

Direkt nach dem Stechen hat es einige Zeit etwas gebrannt und das Ohr war heiß. Der Schmerz war nicht schlimm und gut auszuhalten. Was mir am meisten wehtat, war das Schlafen. Da ich eine Seitenschläferin bin und ich nachts im Schlaf immer wieder auf die Seite gerollt bin, auf der das Piercing gestochen wurde, bin ich mehrmals in der Nacht wach geworden. Nach einigen Tagen tat es dann aber schon nicht mehr so doll weh und ich hatte mich daran gewöhnt, dass ich für eine Zeit einfach auf der anderen Seite schlafen muss.

Wie lange hat es gedauert, bis es abgeheilt war?

Was die Heilung anging, hatte ich unglaublich viel Glück. Das Piercing hat sich nicht einmal entzündet und schon nach drei oder vier Monaten bin ich zur Piercerin hin, weil ich unbedingt wollte, dass sie mir einen Ring einsetzt. Sie hat das zuerst abgelehnt, als sie hörte, dass ich das Piercing erst seit wenigen Monaten im Ohr hatte. Als sie dann aber sah, wie gut verheilt mein Ohr war, meinte sie, dass sie es noch nie erlebt hat, dass ein Piercing bei jemandem so schnell abheilt und ich durfte meinen Ring tragen. Auch danach hatte ich nie wieder Probleme.

Ich kenne aber auch Personen, bei denen das nicht ganz so einfach ging mit der Abheilung. Durchschnittlich dauert es bis zu sechs Monate (und manchmal sogar noch länger), bis das Piercing abgeheilt ist und du den Schmuck wechseln kannst. Das lässt sich leider nicht immer im Vorhinein genau sagen. Geduld ist also gefragt.

So viel kostet das Helix

Sich ein Helix Piercing stechen zu lassen kostet ungefähr genau so viel wie bei ähnlichen Piercings. Meist zahlst du zwischen 50 und 80 Euro je nach Wahl des Steckers. Der erste medizinische Stecker und ein Pflegespray sind in der Regel im Preis inbegriffen. Willst du nach dem Abheilen den Stecker wechseln, zahlst du den Preis für den Stecker plus oft noch eine kleine Summe (um die 5 bis 10 Euro) für das Wechseln.

So pflegst du dein Helix Piercing richtig

Beim Stechen wird dir dein Piercer oder deine Piercerin genau erklären, was du in den nächsten Tagen und Wochen zu beachten hast. Meist gibt es auch ein Infoblatt, das du mitnehmen kannst. Hier stehen noch mal alle wichtigen Informationen drauf. Halte dich genau an diese Anweisungen.

Meistens gibt dir der Piercer oder die Piercerin auch ein passendes Pflegemittel für dein Piercing. Dieses solltest du regelmäßig verwenden und auch dann noch benutzen, wenn dein Piercing schon gut aussieht. Das kannst du noch tun, damit dein Piercing gut abheilt:

  • Versuche, nicht auf dem Ohr zu schlafen
  • Wechsle deinen Kopfkissenbezug einmal wöchentlich
  • Trage keine engen Mützen, Hüte oder Helme
  • Pass immer auf, dass sich dein Piercing nicht in den Haaren verheddert
  • Berühre dein Piercing nur mit sauberen Händen
  • Gib deinem Piercing Ruhe zum Abheilen und fasse es nicht zu oft an

Wechselst du den Schmuck später, solltest du darauf achten, nur Schmuckstücke aus Chirurgenstahl oder Titan zu verwenden. Billigere Materialien sind weniger geeignet.

Ist ein Helix Piercing gefährlich?

Wie bei allen Piercings (vor allem am Ohr) besteht auch beim Helix Piercing das Risiko, dass ein Nerv getroffen wird. Vor Horror-Geschichten, in denen durch das Stechen eines Piercings das Gesicht gelähmt wird, brauchst du dich aber nicht fürchten. Ein geübter Piercer weiß genau, was er tut und durchleuchtet die Ohrmuschel vorher gründlich, um zu schauen, wo die Platzierung des Piercings sicher ist.

Die meisten Risiken birgt die Heilung des Piercings. Es kann nämlich schnell passieren, dass sich die Wunde am Piercing entzündet. Schmerzt die Einstichstelle, ist die Haut gerötet, juckt und brennt und riecht das Ohr vielleicht schon unangenehm, solltest du das unbedingt mit deinem Piercer absprechen oder direkt zum Arzt oder zur Ärztin gehen. Ganz normal sind stattdessen diese Symptome:

  • Rötung am Stichkanal
  • Leichte Schwellung des Gewebes
  • Leichter Druckschmerz
  • Leichtes Brennen und Jucken
  • Leichtes Nachbluten in den ersten Tagen
  • Wundsekret und Krustenbildung

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Verwendete Quellen: dein-piercing.de, cristal-jewlery.de

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