Parabene: Alles über den wohl gefürchtetsten Inhaltsstoff der Kosmetik

- Ihr habt Parabene aus eurem Kosmetik-Re­per­toire gestrichen, aber keine Ahnung, was es eigentlich ist? Wir verraten es euch!

Natürlich oder künstlich? Darum solltet ihr jetzt Kosmetik mit Parabenen aus eurer Beauty-Routine verbannen!

Natürlich oder künstlich? Darum solltet ihr jetzt Kosmetik mit Parabenen aus eurer Beauty-Routine verbannen! 

Wir wissen wohl alle, dass nicht jedes Beauty-Produkt in unserem Badezimmerschrank tatsächlich gut für unsere Haut ist – dennoch gibt es einige, die für unseren Körper langfristig besser sind als andere.

In einer Welt, in der wir uns immer mehr bewusst darüber werden, was wir essen, wie wir Leben und Arbeiten und welchen Einfluss es auf unseren Körper hat, liegt es auf der Hand zu hinterfragen, was die Inhaltsstoffe in unserer täglichen Hautpflege eigentlich für eine Wirkung für und auf uns haben.

Doch in dem ganzen Wirrwarr der Ingredienzen stellt man sich schnell die Frage: welche Inhaltsstoffe sind nun eigentlich gut für mich und welche schlecht? Nun, man muss mittlerweile kein Dermatologe sein, um Antworten darauf zu finden. Jeder, der sich ein bisschen mit dem Thema Pflege (und Marketing) befasst, kommt um eine Art 'Blacklist‘ der Inhaltsstoffe nicht drumherum. Neben Aluminium ganz weit oben auf der Liste: Parabene. Wir verraten euch, was Parabene eigentlich sind und welchen Einfluss sie tatsächlich auf unsere Haut und unsere Gesundheit haben.

Was sind Parabene?

Parabene meint eine chemische Verbindung, die seit den 1950er-Jahren als Konservierungsmittel eingesetzt wird. Aufgrund der besonderen antibakteriellen und fungiziden Eigenschaften finden Parabene vor allem in der Beauty- und Gesundheitsbranche Verwendung, um die Haltbarkeit der Produkte zu verlängern.

Finger weg! Wenn diese 5 Inhaltsstoffe in eurer Kosmetik enthalten sind, solltet ihr sie SOFORT wegwerfen

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Sind Parabene gefährlich?

Parabene lassen Produkte monatelang, ja sogar jahrelang in unserem Badezimmerschrank überleben. Klar, dass bei Verwendung dieser Produkte Spuren des Konservierungsmittels über die Haut in unseren Körper gelangen. Das Brisante: Parabene haben eine ähnliche Struktur wie das Sexualhormon Östrogen. Zu viel Östrogen kann eine Zunahme der Brustzellteilung begünstigen und somit das Wachstum von Tumoren auslösen – Parabene werden damit mit der Entstehung von Brustkrebs und Reproduktionsproblemen in Verbindung gebracht.

Im Jahr 2004 fand eine britische Studie Spuren von fünf Parabenen im Brustgewebe von 19 von 20 untersuchten Frauen. Die Studie hat zwar nicht bewiesen, dass Parabene Krebs verursachen können, aber den Fakt unterstützt, dass Parabene in der Lage sind, in die Haut einzudringen und sich in unserem Gewebe festzusetzen.

Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertunggenerell werden Parabene in Deutschland als wenig riskant eingestuft, es existieren zu einigen Arten aber auch noch keine Langzeitstudien. Je nach Sorte empfiehlt es daher unterschiedliche Konzentrationen, die wir unten einmal für euch zusammengefasst haben.

Welche Parabene gibt es?

Butyl- und Propylparaben

Die Konzentration von Butyl- und Propylparaben sollte in Mitteln auf 0,19 Prozent beschränkt sein.

Methyl- und Ethylparaben

Gelten als sicherer und können bis zu einer Konzentration von 0,4 Prozent vorkommen.

Isopropyl-, Isobutyl-, Pentyl- und Phenylparaben

Zu Isopropyl-, Isobutyl-, Pentyl- und Phenylparaben gibt es momentan zu wenige gesicherte Daten. Solltet ihr eines dieser Parabene in eurer Kosmetik entdecken, solltet ihr also besser darauf verzichten.

Benzylparaben

Benzylparaben ist in Kosmetika nicht zugelassen. Produkte in denen es dennoch vorkommt, sollten vermieden werden. 

So wirken die wichtigsten Inhaltsstoffe in eurer Kosmetik

Die Parfümerien sind rappelvoll mit Kosmetik mit abgefahrenen Inhaltsstoffen wie Hyaluron, Retinol oder Calendula. Doch was diese Stoffe bewirken und welchen Effekt sie auf die Haut haben, wissen nur die Wenigsten. Deshalb haben wir Daniela Marin, Hautpflegeexpertin von Kiehl’s, um Hilfe gebeten. Uns hat die Fachfrau die zehn wichtigsten Kosmetik-Inhaltsstoffe, deren Wirkung und ihren Einsatz erklärt.
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Kosmetik ohne Parabene

Mittlerweile gibt es Alternativen zur Konservierung durch Parabene. Wir zeigen euch unsere Favoriten an Kosmetik und Shampoos ohne Parabene: