21. Oktober 2020
Künstliche Intelligenz in Beauty- und Kosmetikprodukten

Beauty-Expertin im Interview: „Wir sind am Anfang einer neuen Ära!“

Wie sieht die Zukunft der Beauty-Industrie aus? Wird Künstliche Intelligent das Konzept völlig auf den Kopf stellen und die Industrie revolutionieren? 

Frau mit Glitzerpartikel im Gesicht im Schwarzlicht
© Pexels
Inwiefern spielt die Künstliche Intelligenz eine Rolle in der Beauty-Industrie? Wir haben die Co-Gründerin von Ave + Edam dazu gefragt!

Wie sieht die Zukunft der Beautyprodukte eigentlich aus? Wird die Künstliche Intelligenz auch den stationären Handel der Kosmetik-Läden ersetzen? Inzwischen gibt es Beautybrands, wie Ave+Edam, dessen Konzept auf der Künstlichen Intelligenz basiert: Die Kunden bekommen eine Gesichtspflege, die ganz nach ihren Bedürfnissen angepasst wurde – ohne vor Ort in einem Geschäft beraten worden zu sein. Doch wie ist das möglich und wie genau funktioniert dieses neue System? Wir haben die Co-Founderin von Ave+Edam, Dr. Franziska Leonhardt dazu ausgefragt!

Dr. Franziska Leonhardt, wie sehen Sie die Künstliche Intelligenz in der Zukunft in Verbindung mit der Beauty-Industrie?

Personalisierte Konsumgüter und insbesondere personalisierte Kosmetika liegen im Trend. Das hat gute Gründe, denn Bedürfnisse der Konsumenten sind individuell sehr verschieden. Auch verändern sie sich mit der Zeit und infolge von wechselnden Lebensphasen (bspw. Alter, Schwangerschaft oder Ernährungsumstellung) oder wechselnder Umwelteinflüsse.  Die Haut ist so komplex und individuell wie wir selbst. Sie reflektiert nicht nur ethnische Herkunft, individuelle Genetik und Alter, sondern vor allem auch unseren Lebenswandel: Ernährung, Schlaf, Gesundheit und Lebensumfeld haben unmittelbaren Einfluss auf das, was unsere Haut braucht. Mithilfe von Technologie, insbesondere Künstlicher Intelligenz, wird es ermöglich sein, all diese Faktoren zu analysieren, aus ihnen zu lernen und dadurch besser passendere, nachhaltigere und effektivere Produkte herzustellen.

Können Sie sich vorstellen, dass die Kosmetik-Industrie nur noch auf Anfrage Cremes produzieren wird, so wie es Ave + Edam bereits tun? 

Wir sind hier erst am Anfang einer neuen Ära der Kosmetik-Industrie. Eine Creme, die jahrelang im Regal auf irgendeinen Käufer wartet, kann nicht die Zukunft sein. 

Wie können sich die Kunden sicher sein, dass die Creme wirklich ihren Bedürfnissen entspricht?

Unsere Technologie basiert auf dem jahrzehntelangen Wissen der mit uns verbundenen Dermatologen, Chemiker und Kosmetologen. Aus den zugänglichen Wirkstoffen werden die effektivsten anhand von Wirksamkeitsstudien ausgewählt. Sollte es wider Erwarten doch nicht passen, gibt es die Möglichkeit die Formulierung mit unseren Experten anzupassen sowie eine 30-tägige Zufriedenheitsgarantie. Am Ende entscheidet der Kunde, welchen Produkten er vertraut und was er weiterempfiehlt, daher sind wir sehr stolz auf unser über 90% Weiterempfehlungsrate. 

Ist solch ein Konzept mit Nachhaltigkeit verbunden? Wenn ja, wie?

In zweierlei Hinsicht ist Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema, was unsere Industrie beschäftigt: 

1. Die Kategorie Clean Beauty, der auch wir angehören, das heißt: Kosmetikprodukte, die bewusst auf Inhaltsstoffe wie unter anderem Silikone, Parabene oder auch Mikroplastik verzichten, gewinnt immer mehr Beachtung. 2. Um das richtige Produkt zu finden, werden verschiedene Produkte gekauft, getestet und häufig nur partiell verwendet, was neben Frustration beim Konsumenten auch zu unnötigem Konsum und zu viel Abfall führt. Passendere Produkte können dem begegnen und sind daher auch unter ökologischen Gesichtspunkten wünschenswert.

Wie sind Sie auf das AVE + EDAM-Konzept gekommen?

Betrachten wir etwa unser größtes Organ, die Haut, so stellen wir fest, dass ihre Eigenschaften und Bedürfnisse äußerst komplex strukturiert sind. Hinzu kommen diverse Umweltfaktoren. Ob ich im Valley lebe oder in Berlin spielt dabei eine Rolle. Möchte man dies mit einer Creme adressieren, so steht man des Weiteren vor diversen chemischen Herausforderungen. Nicht alle Inhaltsstoffe lassen sich etwa problemlos kombinieren ohne Einbußen ihrer Wirksamkeit oder negative Implikationen für das finale Produkt in Kauf zu nehmen. Man hat mit diversen Nebenbedingungen zu kämpfen die konzeptions- und produktionstechnisch sowie unter regulatorischen Gesichtspunkten einzuhalten sind.  Diese Marktlücke wollte ich gemeinsam mit meinem Mitgründer Dominik Michels mithilfe von Technologie und Transparenz schließen.

Dr. Franziska Leonhardt Co-Founderin Ave+Edam
© PR
Dr. Franziska Leonhardt ist Co Founderin der Ave+Edam. Mit deren Konzept ist es möglich, innerhalb von wenigen Minuten eine personalisierte Hautpflege entwickeln zu lassen. 

Durch die Online-Befragung zu unseren Hautbedürfnissen, wird dank der Künstlichen Intelligenz schnell eine Lösung für die richtigen Hautpflege-Produkte gefunden. Der Algorithmus wird mit der Herstellung der personalisierten Cremes den Beautykosmos weiterhin verändern und das Einkaufserlebnis in naher Zukunft vielleicht sogar maßgeblich revolutionieren. Wir sind sehr gespannt!

 

Ihr wollt wissen, was ihr bei eurer Hautpflege im Herbst beachten müsst? Dann klickt hier!

Anastasia Beverly Hills Sultry Palette
In Sachen Beauty wollt ihr immer auf dem neuesten Stand sein? Dann seid ihr bei uns genau richtig. Hier findet ihr alle Neuigkeiten, die gerade die Beauty-Szene bewegen.  Weiterlesen
Lade weitere Inhalte ...