Verlobung: Alles zur schönsten Frage der Welt!

„Willst du mich heiraten?“ – Das ist für viele wohl die schönste Frage der Welt. Denn immerhin fragt der Partner oder die Partnerin, ob man bereit ist, den Rest seines Lebens (hoffentlich) mit ihm oder ihr zu verbringen.

Verlobung Ring
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Alles, was du über die wohl schönste Frage im Leben wissen musst!

Was bedeutet eine Verlobung?

Eine Verlobung ist das gegenseitige Versprechen zweier Menschen, sich zu heiraten. Das Paar zeigt damit, dass sie bereit sind, ihr Leben miteinander zu teilen und sich „fest“ aneinander zu binden.

Oft ist auch die Rede von einem „Verlobungsantrag“ oder einem „Hochzeitsantrag“. Doch die Wörter „Verlobungsantrag“ und „Hochzeitsantrag“ sind beide nicht im Duden zu finden. Richtig heißt es „Heiratsantrag“.

Doch woher kommt dieser Brauch überhaupt?

Das Verlobungs-Ritual ist bereits mehrere Hundert Jahre alt, veränderte sich im Laufe der Zeit allerdings:

  • Früher verhandelte der zukünftige Bräutigam mit dem Vater der Braut über die Bedingungen einer Heirat mit dessen Tochter. Etwa um 300 v. Chr. gab der Bräutigam dem Vater der Braut die Mitgift in Form von Geschenken vor der Heirat im alten Germanien. Es galt als eine Art Anzahlung und besiegelte die Verlobung.
  • Dieser Brauch änderte sich allerdings: Zuerst wurde die Tradition umgekehrt. Nun gaben die Braut und deren Familie die Mitgift und man war verlobt.
  • Dies gibt es in der heutigen westlichen Welt nicht mehr – zum Glück. Eine Hochzeit hat heute vor allem eines: einen emotionalen, romantischen und symbolischen Charakter. Nämlich das gegenseitige Versprechen der Liebe und den Wunsch, sein Leben miteinander zu verbringen. Das zeigt man, indem man sich verlobt.

Und dieser symbolische Akt der Verlobung hat die Mitgift verschwinden lassen. Dafür wird ein Verlobungsring übergeben – der vom fragenden Partner oder von der fragenden Partnerin an den Ringfinger des anderen Partners oder der Partnerin gesteckt wird.

Wann ist man verlobt?

Eine Verlobung gilt als geschlossen, sobald der Partner oder die Partnerin, die oder der den Antrag bekommen hat, ihn mit „Ja“ beantwortet. Vor der Frage kann noch eine kleine Ansprache gehalten werden, bei der der Partner oder die Partnerin seine oder ihre Gefühle beschreibt. Die Verlobung gilt also als geschlossen, sobald die Frage „Willst du mich heiraten?“ mit „Ja“ beantwortet wurde.

Es gibt aber auch eine weniger romantische und eher praktischere Art, nach der man verlobt ist. Denn sobald ein Paar die Eheschließung auf dem Standesamt anmeldet, gilt das Paar als verlobt – das nennt sich Aufgebot.

Welche Voraussetzungen gibt es für eine Verlobung?

Heute gibt es eigentlich keine Voraussetzungen für eine Verlobung – außer der Zustimmung des Paares zu einem Eheversprechen, indem es sich verlobt. Auf der rechtlichen Seite gibt es keine weiteren Voraussetzungen zu einer Verlobung. Das bedeutet auch, dass das Paar nicht volljährig sein muss, um sich zu verloben. Wer unter 18 Jahre alt ist, kann sich demnach auch verloben und braucht dafür nicht das Einverständnis der Eltern. Jedoch gilt das nur für das Verloben. Heiraten darf das Paar erst, sobald beide 18 Jahre alt sind.

Der Mensch, der den Antrag stellt, muss auch nicht mehr das Einverständnis des Vaters, des Partners oder der Partnerin haben, um sich verloben zu können.

Übrigens: Ein Verlöbnis hat Rechtsfolgen. Ab dem Zeitpunkt der Verlobung gilt das Paar nicht nur als verlobt, sondern als verwandt und muss vor Gericht nicht gegeneinander aussagen. Bindend ist so eine Verlobung allerdings nicht. Möchte ein Partner oder eine Partnerin eine Auflösung des Versprechens, muss er oder sie jedoch die Kosten für eine bereits geplante Hochzeit tragen.

Traditionell hat der Mann der Frau früher den Heiratsantrag gemacht. Auch das ist keine Voraussetzung mehr zum Verloben – auch Frauen machen Männern Anträge. Genauso wenig ist das Geschlecht der Partner und Partnerinnen eine Voraussetzung für eine Verlobung. Männer können sich mit Männern verloben und Frauen können sich mit Frauen verloben.

Wie lange ist man verlobt?

Die Verlobung endet an dem Tag der Hochzeit mit dem Eheversprechen. Eine genaue Verlobungszeit, die zwischen der Verlobung und der Hochzeit liegt, gibt es aber nicht. Paare können jahrelang oder nur wenige Tage verlobt sein. Jedoch dauert die Planung der Hochzeit meist mehrere Wochen bis Monate. Früher war es üblich, innerhalb eines Jahres nach der Verlobung zu heiraten. Heute ist eine Spanne von etwas mehr als einem Jahr zwischen dem Verlobtsein und der Hochzeit üblich. Eine Verlobungsfeier ist in Deutschland nicht üblich.

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Wie wichtig ist der Verlobungsring?

Der Verlobungsring ist viel mehr als nur eine Geste – er dient als äußerlich sichtbares Zeichen für eine Verlobung. Und er bedeutet noch viel mehr: Er ist ein Zeichen des Eheversprechens und ein Symbol mit viel Bedeutung – der Entscheidung füreinander.

Der Ring wird in Deutschland am Ringfinger der linken Hand getragen – im Gegensatz zum Ehering. Dieser wird am Ringfinger der rechten Hand getragen. Und die runde Form des Rings ist das Sinnbild der Romantik. Der Grund: Die runde Form soll die unendliche Liebe widerspiegeln, die mit der Hochzeit besiegelt wird

Bis in die 60er Jahre war ein Verlobungsring gar nicht üblich – heute gehört der Ring bei einer Verlobung für die meisten Paare genauso dazu wie der Antrag.

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