Schauspielerin Daisy Edgar-Jones im Interview: "Mein Job kann sehr einsam sein"

Schauspielerin Daisy Edgar-Jones im Interview: "Mein Job kann sehr einsam sein"

Wir haben die britische Schauspielerin Daisy Edgar-Jones (24) im großen Jolie-Talk interviewt und so einiges über ihr Leben erfahren.

Eine Britin ist der neue Stern am Hollywood-Himmel! Daisy Edgar-Jones startet dieses Jahr richtig durch. Mit Jolie quatscht sie über unangenehme Fan-Begegnungen, Heimatliebe und die Einsamkeit des Schauspiel-Daseins.

Das einzige, was uns durch das erste Jahr der Pandemie gerettet hat? Richtig, Serien! Eine davon war das herrlich intime, sensationell geschauspielerte Drama "Normal People", das auf dem gleichnamigen Roman von Sally Rooney basiert. Hauptdarstellerin Daisy Edgar-Jones (24) wurde durch die Serie quasi zum ersten Pandemie-Star – und startet jetzt richtig durch. Im Frühling dieses Jahres schockte sie (neben Marvel-Hottie Sebastian Stan) in der Horror-Komödie "Fresh" auf Disney+ und jetzt übernimmt sie die Hauptrolle in "Gesang der Flusskrebse", der Verfilmung von Delia Owens gleichnamigem Bestseller. Die Britin spielt Kya, eine junge Frau, die allein in einer Hütte am Sumpf aufwächst. Als ein Mann stirbt, mit dem sie angebandelt hatte, wird sie des Mordes bezichtigt. Im Jolie-Talk erzählt Daisy, dass sie sich mit Kya identifizieren kann – zumindest in Sachen Einsamkeit…

1. Hattest du die Romanvorlage gelesen, bevor du gecastet wurdest?

Nein, aber meine Mutter! Als ich ihr erzählt habe, dass ich den Job bekommen habe, sagte sie, dass sie sich immer mich in der Rolle der Kya vorgestellt hat. Verrückt!

2. Kya lebt sehr isoliert, ist quasi ihr ganzes Leben auf sich allein gestellt. Kannst du das nachempfinden?

Mein Job kann sehr einsam sein. Ich reise oft von Ort zu Ort, in Städte, in denen ich niemanden kenne.

3. Wie gehst du mit dieser Einsamkeit um?

Ich bin Einzelkind, habe also Erfahrung damit, auf mich selbst gestellt zu sein. Eigentlich komme ich damit gut zurecht, ich bringe mich oft selbst zum Lachen. (lacht) Vor allem, wenn ich mich mit einer Gruppe von Leuten treffe, fühle ich mich besser, wenn ich vorher Zeit allein verbracht habe, quasi um die soziale Batterie aufzuladen.

Daisy Edgar-Jones

4. Kyas Geschichte ist eine sehr tragische. Wie verarbeitest du traurige Szenen?

Ich mag es, am Set Spaß zu haben. Um die ganze Zeit in der Rolle zu bleiben, habe ich zu wenig Energie. Aber ich glaube, dass ich diese Emotionen mehr mit mir rumtrage, als ich denke. Wenn man weint, weiß der Körper ja nicht, dass man das nur spielt.

5. Reese Witherspoon ist Produzentin des Films. Wie war es, mit ihr zusammenzuarbeiten?

Sie ist ein Kindheitsidol von mir. Ich finde sie inspirierend – als Mensch und als Businessfrau. Sie hat es nicht nur geschafft, am Boden zu bleiben, obwohl sie weltberühmt ist, sie ruft mit ihrer Produktionsfirma auch so viele geniale Projekte ins Leben, die von Frauen geleitet werden.

6. Denkst du, es gibt bald immer mehr von Frauen produzierte Filme?

Ja! Ich hoffe, wir erreichen irgendwann, dass wir es gewohnt sind, Frauen in solchen Positionen zu sehen.

7. Erst die Hitserie "Normal People", dann der Disney+-Horrorfilm "Fresh", jetzt die Bestseller-Verfilmung "Der Gesang der Flusskrebse". Wie fühlt es sich an, ein Star zu sein?

Dadurch, dass "Normal People" während der Pandemie herauskam, konnte ich mich langsam daran gewöhnen. Seit ein paar Monaten ist es tatsächlich so, dass ich fast täglich erkannt werde! Aber es ist nicht so, dass ich anders durchs Leben gehe. Ich hoffe, das bleibt so.

Daisy Edgar-Jones

8. Was ist der unangenehmste Ort, um einem Fan über den Weg zu laufen?

Definitiv, wenn man auf einer öffentlichen Toilette erkannt wird! Dann ist es immer so: "Oh, danke! Ich muss jetzt aufs Klo." Und dann fragt man sich, ob man mit dem Pinkeln warten soll, bis die Person den Raum verlassen hat. (lacht)

9. Jetzt, wo du so oft in L.A. bist, spielst du manchmal mit dem Gedanken, dort hinzuziehen?

Das Wetter dort ist unglaublich! Aber ich liebe London. Ich kann mir nicht vorstellen, jemals woanders zu wohnen. Ich würde den traditionellen britischen Sonntagsbraten und die Pubs zu sehr vermissen…

Der Kinostart von "Der Gesang der Flusskrebse" ist am 18. August 2022.

Interview: Selina Jüngling

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