Scham beim Sex: Können Masturbations-Workshops helfen?

Wie gut kennen wir uns eigentlich selbst? Wie genau wissen wir bescheid über unsere Körper, über unsere Sexualität? Und warum empfinden wir auch heute – in einem Jahrhundert, in dem wir uns selbst als aufgeklärt und selbstbestimmt beschreiben würden – noch immer Scham beim Sex? Diesen und vielen anderen Fragen ist Reporterin Clare Devlin auf die Spur gegangen. Und hat dafür selbst vor einem Masturbations-Workshop nicht Halt gemacht!

Masturbations-Workshop

Wie gut kennen wir uns eigentlich mit der eigenen Sexualität aus?

Warum ist Sex noch immer nicht normal für uns?

"Ich hab‘ mich viel mit meinen Freundinnen darüber unterhalten und wir kamen zu dem Schluss, dass es immer noch eine Angst gibt, beim Sex nicht zu gefallen und so ein Schamgefühl, dass einem viele Dinge einfach peinlich sind", erklärt Moderatorin Clare Devlin ihre Intention hinter der Reportage, die sie für reporter, eine WDR-Produktion, gedreht hat.

Und schon in den ersten Minuten wird klar: Clare kennt sich selbst viel weniger, als sie vorher gedacht hat. Denn schon das erste Gespräch mit Sexualtherapeutin Susanne Schütze und ihrer Stoff-Mösette, ein Samtkissen, an dem die Sexualtherapeutin ihren Patienten die weibliche Anatomie erklärt, offenbart Clare etwas, das sie vorher nicht wusste! Mit ihrem Halbwissen über die weibliche Anatomie "untenherum" dürfte die 25-Jährige allerdings nicht alleine da stehen – im Gegenteil! Noch immer gilt die weibliche Lust als Tabuthema. Im Sexualkunde-Unterricht in der Schule lernen wir alles über die männliche, von der Erektion bis hin zur Ejakulation, aber wie wir Frauen eigentlich einen Orgasmus bekommen, das wird uns nicht beigebracht.

Wie geht guter Sex?

Wir müssen uns selbst schön finden – also auch das eigene Geschlecht –, damit das mit dem Sex auch wirklich funktioniert. Aber wie sehe ich eigentlich untenrum aus? Bin ich "normal" gebaut? Bin ich "schön" da unten? Das versucht Clare in einem Masturbations-Workshop herauszufinden! Bewaffnet mit Spiegel (!) und Gleitgel (!) will die 25-Jährige sich noch einmal ganz neu kennenlernen. Und dabei geht es im Praxisteil wirklich zur Sache. Nach den ersten Beckenboden- und Stöhnübungen wird mit einem Handspiegel erst die eigene Vulva, dann fremde Vulven untersucht. Dabei geht es ums Erfühlen und Stimulieren. Dem eigenen Körper auf der Spur, die Scham verlieren – Clare hat's gefallen! Was sie gelernt hat? Wir kennen unsere Körper viel zu wenig, als dass wir Sex wirklich genießen können. Erst wenn wir uns selbst kennen und lieben lernen, haben wir die Chance auf ein erfülltes Sex-Leben. Und das Recht auf einen Orgasmus hat jede Frau!

Schaut euch die ganze Reportage hier an:

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