Liebe: 4 Tipps gegen Eifersucht in der Beziehung

Liebesbeziehung: 4 Tipps um Eifersucht loszuwerden

Du bist in einer glücklichen Partnerschaft – doch wirst ständig von Eifersucht gequält? Hier gibt es Hintergrundinfos und 4 Tipps gegen das störende Gefühl.

4 Tipps gegen Eifersucht in der Partnerschaft

Romantische Beziehungen können ganz unterschiedliche Formen annehmen. Monogam oder polygam, hetero oder queer – und alles dazwischen. Was aber immer stimmen muss: das Vertrauen. Wurden Absprachen getroffen, sollte sich an sie gehalten werden. Denn sich nach einem Vertrauensbruch wieder emotional zu öffnen und Verletzlichkeit zuzulassen? Schwierig. Doch selbst wenn es keinen Anlass dafür gibt, dem:der Partner:in zu misstrauen – manchmal schleicht sich das Gefühl von Eifersucht trotzdem ein. Die Gründe dafür können in der Kindheit oder in mangelndem Selbstvertrauen liegen, die Eifersucht kann aber auch spontan entstanden und Partnerschafts-spezifisch sein. In diesem Artikel erfährst du 4 Tipps, wie du das belastende Gefühl bekämpfst und der Eifersucht den Rücken kehrst.

Eifersucht ist kein Liebesbeweis

Bevor es zu den Tipps geht, sollten wir einen anderen Begriff klären: Herrscht Eifersucht in einer Partnerschaft, wird sie oft als toxisch bezeichnet. Doch was bedeutet das? Harmlose Konflikte sind völlig normal und wichtig für die persönliche Weiterentwicklung. Kommt es allerdings häufiger zu Schuldzuweisungen oder Vorwürfen, kann die Beziehung schnell ungesund werden. Laut Statistik werden heterosexuelle Frauen öfter mit toxischem Verhalten ihres männlichen Partners konfrontiert und sind von dessen Eifersucht und Stimmungsschwankungen häufiger betroffen. Jeden dritten Tag geschieht ein Femizid in Deutschland, Eifersucht spielt dabei oft eine Rolle. Sie ist also kein Liebesbeweis und auch nicht mit Leidenschaft zu verwechseln. Im Gegenteil: Auf lange Sicht macht Eifersucht krank. Aber: Nicht jede Beziehung, in der es mal zu Eifersucht kommt, ist automatisch toxisch!

Der Experte und Psychotherapeut Dr. Wolfgang Krüger unterscheidet übrigens zwischen milder, mittlerer und massiver Eifersucht. Er meint:

Wer den Partner kontrolliert, seine Passwörter herausfindet, um seine Nachrichten zu lesen oder ihm Vorwürfe macht, ihm droht und ihn unter Druck setzt, leidet unter der dritten, massiven Form der Eifersucht.

Was kannst du also gegen deine eigene Eifersucht tun? Hier sind unsere 4 Tipps.

1. Eigenständig bleiben

Wichtig ist, auch in einer Beziehung, in der du so viel Zeit wie möglich mit deinem:deiner Partner:in verbringen möchtest, eigenständig zu bleiben. Heißt: Achte darauf, weiterhin deine eigenen Ziele und Interessen zu verfolgen. Auch einen eigenen Freundeskreis zu haben, ist essentiell – du wirst merken, dass du auch außerhalb deiner Partnerschaft Bestätigung und Anerkennung findest.

2. Kommunikation

In fast jeder zwischenmenschlichen Beziehung heißt es: reden, reden, reden! Kommunikation ist die Grundlage einer jeden Partnerschaft und sollte immer ehrlich sein. Natürlich dürfen Grenzen gezogen werden, die auch unbedingt einzuhalten sind, aber: Je mehr gesprochen wird, desto besser verstehen wir unser Gegenüber. Besonders, wenn sich die Eifersucht auf eine bestimmte Situationen bezieht, können offene, ehrliche Gespräche Wunder wirken.

3. Selbstwertgefühl stärken

Du darfst dich selbst mögen! Das ist leider einfacher gesagt als getan. Versuche, öfter zufrieden mit dir zu sein und lobe dich für Dinge, auf die du stolz bist. Hier können Tagebucheinträge helfen! Mache dir auch bewusst, dass du ein vollkommener Mensch bist – keine bessere oder schlechtere Hälfte einer anderen Person. Trennungsängste sind zwar valide, aber nicht zielführend. Auch ohne Partner:in kannst du ein erfülltest Leben führen.

4. Verantwortung übernehmen und Verhalten reflektieren

Analysiere deine eigenen Gefühle, nicht die deines Partners. Versuche herauszufinden, was sie dir zeigen wollen. Gibt dein:e Partner:in dir das, was du brauchst? Fühlst du dich sicher und geborgen? Manchmal hilft es, die eigenen Gedanken zunächst zu beobachten, anstatt direkt zu reagieren. Agiere achtsam und schaffe Distanz zu irrationalen Gedanken. Ein konstruktives und reflektiertes Gespräch darüber, was du dir wünschst, ohne dabei den:die Partner:in sofort zu kritisieren, ist hier am besten.

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Verwendete Quellen: stern.de, aok.de, ndr.de

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