Tag der Umwelt: Diese nachhaltigen Labels und Projekte müsst ihr kennen

Nachhaltigkeit und faire Produktionsbedingungen sind in der Modewelt noch lange kein Standard – leider. Zwar versuchen auch große Retailer wie H&M und C&A nach und nach transparenter hinsichtlich der Herstellung ihrer Waren zu werden, oftmals sind firmeneigene Öko-Siegel aber mehr Schein als Sein. Zu diesem traurigen Fazit kommt Greenpeace in einer neuen Studie. Zum Tag der Umwelt stellen wir euch acht Labels und Projekte vor, für die Nachhaltigkeit nicht Schein, sondern oberste Prämisse ist.

Frau steht mit ausgebreiteten Armen auf einem Sonnenblumenfeld

Wir lieben Shopping, aber bitte nachhaltig!

Éthical by DariaDaria

Seit 2010 mischt die in Österreich geborene Madeleine Alizadeh in der großen Blogosphäre mit. Und dabei ist nicht nur ihr Erfolg nachhaltig, sondern auch ihre Themen. Auf dariadaria schreibt die hübsche Brünette über Nachhaltigkeit im Alltag, die vegane Ernährungsweise, ihre ersten Schritte als Yogini und natürlich auch über faire Mode. Die produziert sie mittlerweile sogar selber. Mit ihrer eigenen Kollektion Éthical hat sich Madeleine einen Traum erfüllt. Verschiedene Shirts, Sweater und Jutebeutel gibt es mittlerweile online zu kaufen – und wir sind total verliebt. Nicht nur in die schönen Designs, sondern vor allem auch in die Einstellung der Österreicherin, die auf ihrer Shopseite deutlich macht, dass jedes Stück nur auf Bestellung produziert wird, um Textilreste zu vermeiden.

Kleiderei

"Leihen statt Kaufen" – unter diesem Motto haben die zwei Kölnerinnen Thekla Wilkening und Pola Fendel den Fast-Fashion-Anbietern den Kampf angesagt. Denn mit ihrer Idee bieten sie in ihrer Kleiderei Fashiongirls eine nachhaltige Alternative zum Shoppen. Jeden Monat kann man sich hier vier gebrauchte Teile ausleihen, die man dann im nächsten gegen vier neue alte Teile austauscht. 40 Euro kostet das pro Monat. Aktuell ist die Kleiderei geschlossen, wir hoffen, dass die Mädels den Betrieb bald wieder aufnehmen!

Fairknallt

Marie Nasemann kennen wir als schönes Model, das bei Germany’s Next Topmodel ihr Glück versucht hat. Das ist mittlerweile neun Jahre her und mit dem Modeln hat Marie Nasemann nicht mehr viel am Hut – zumindest nicht, wenn es nicht um ihren Blog geht. Auf Fairknallt tobt sie sich jetzt nämlich aus. Gelassenheit und Nachhaltigkeit bestimmen ihr Leben, Fair und Eco Fashion, Naturkosmetik und Lifestyle sind die Themen, die sie behandelt. Hier stellt sie nachhaltige Labels vor und zeigt, wie stylisch grüne Mode heutzutage sein kann.

#whomademyclothes

Aufmerksamkeit für nachhaltigere Produktionsweisen schaffen, das ist das Anliegen von Social-Media-Kampagnen wie #whomademyclothes. Fast zwei Millionen Postings gibt es mittlerweile zu dem Hashtag. Die Teilnehmer der Aktion ziehen dafür ihre Kleider verkehrt herum an, um das Label zu zeigen. Große Ketten wie H&M, Zara, Pull and Bear und Co. sind längst auf die Aktionen aufmerksam geworden und reagieren auf derlei Postings mit Bildern, auf denen die Näher in den Produktionsstätten mit einem Schild mit der Schrift #imadeyourclothes zu sehen sind. Auch Stars wie Amber Valetta macht.

Make it last

Zwei Bloggerinnen, die sich der Nachhaltigkeit in der Mode- und Kreativbranche verschrieben haben – wie schön das aussehen kann, zeigen Emma Elwin und Lisa Corneliusson auf ihrem Blog Make it last. Nachhaltigkeit, Vielfalt und Gleichheit sind die Hauptthemen der beiden Skandinavierinnen. Hier stellen sie ebenso Labels und Produkte wie andere starke Frauen vor, zeigen aber auch offline Präsenz bei selbst organisierten Flohmärkten.

Veja

Weiße Sneaker sind aus unseren Kleiderschränken längst nicht mehr wegzudenken. Eine faire Produktionsweise und organische Materialien machen die Sneaker von Veja mit dem ikonischen V auf der Seite zum absoluten Must Have in unseren Schuhschränken. Schon seit einigen Saisons erspähen wir die coolen Retro-Styles immer wieder an den Füßen von Fashionistas und Co. und wir können den Siegeszug des französischen Labels nur supporten, denn wir lieben Shopping mit gutem Gewissen!

Black Velvet Circus

Eine ethisch einwandfreie und biologisch nachhaltige Produktion sind für das Hamburger Label Black Velvet Circus mindestens genauso wichtig wie Fair Trade, gerechte Löhne und Female Empowerment. Und dass das super stylisch aussehen kann, beweist uns Designerin Tanja Glissmann mit ihren Kollektionen, die so ausdrucksstarke Namen wie "Working Goddess" und "Utopia" tragen. Zeitlose Styles, darunter Jumpsuits, Kleider und Blusen, aus hauptsächlich natürlichen Materialien wie Baumwolle und Leinen lassen unsere Modeherzen höher schlagen!

Hund Hund

In Indien, wo Mode auf möglichst kostengünstige Art und Weise produziert wird und man faire Arbeitsbedingungen verzweifelt sucht, lernten sich die Gründer des Berliner Labels Hund Hund kennen. Von den miserablen Zuständen in den Produktionen geprägt, war für Isabel Kücke und Rohan Michael Hoole schnell klar, dass sie Mode kreieren wollen, die erschwinglich und fair produziert ist. Dabei entstanden ist das Label Hund Hund, bei dem der Name Programm ist. Denn nicht nur bietet das Label Mode für Menschen, auch Hunde kommen in den Genuss der nachhaltig produzierten Teile. Das Besondere ist die transparente Preisstruktur, die offenlegt, warum die Stücke kosten, was sie kosten. Einzusehen ist das im Onlineshop: Materialkosten sind hier ebenso aufgeführt wie Transport, Marketing und Fotoshooting. Luftige Tecel-Tops treffen bei Hund Hund auf leichte Baumwoll-Röcke, elegante Seidentops und lässige Viscose-Tees – zeitlose Designs sowie hochwertig verarbeitete Materialien charakterisieren das Label.