Instagram verbietet Filter mit „Schönheits-OP“ Effekt

Darum verbietet Instagram Filter mit „Schönheits-OP“ Effekt

Sie sind überall: Filter, die uns aussehen lassen, als hätten wir grad eine Beauty-OP hinter uns. Doch jetzt macht Instagram Schluss mit Lustig und verbietet Filter mit „Schönheits-OP“ Effekt.

© Pexels Filter, die uns aussehen lassen, als hätten wir gerade ein Face-Lift hinter uns, gehören bald der Vergangenheit an.

Wer kennt sie nicht? Instagram Filter, die im Selfie-Modus unser Gesicht verändern. Was als kleiner Spaß mit Hundeohren oder Herzchen in den Augen begann, wurde nach und nach immer skurriler. Erst kam automatisch aufgelegtes Make-Up mit Wow-Wimpern, dann digitaler Lippenstift a la Kylie Jenner. Alles schön und gut, vielleicht nicht jedermanns Sache, dennoch kein Grund zur Sorge. Wenige Zeit später ploppten jedoch ganz andere Filter-Kaliber aus dem Instagram Erdboden auf, wie Pilze im Wald: Nämlich solche, die unser Gesicht verschmälern, aus unseren Lippen einen rosig-vollen Schmollmund machen und unsere Nase dünner erscheinen lassen, als die von Bella Hadid.

Eine Schönheits-OP in unter 2 Sekunden. Wow!

Instagram verbietet "Schönheits-OP" Effekt Filter

Ach, ist doch alles nur Spaß, findet ihr? Nicht ganz, finden wir. Und auch Instagram schiebt dem ganzen Beautyfilter-Game jetzt einen Riegel vor.

Doch wer ist eigentlich verantwortlich für das kreieren dieser Schönheits-Filter? Die Reality Platform, die diese Filter baut, nennt sich Spark AR. Und genau die veröffentlichten jetzt ein Statement, in dem sie erklären, dass sie ihre Richtlinien ändern werden. Das Wohlergehen der User sei ihnen wichtig, hieß es in ihrem Beitrag auf Facebook. Mehr noch: Sie wollen, dass die, die Spark AR benutzen, eine „positive Experience“ haben. Alle Filter-Effekte, die an eine Schönheits-Operation erinnern, sollen demnach entfernt werden. Zusätzlich sollen alle Effekte, die an eine plastische Chirurgie erinnern und noch nicht live gestellt wurden, bis auf weiteres verschoben werden. Twitter-User lobten die Entscheidung. Ein User schrieb:

Dass Instagram Schönheits-Operations-Filter verbieten will, ist die beste News, die ich seit langem gehört habe.

Eine andere Person fasste zusammen:

„Filter können Spaß machen, aber sie können auch die Art und Weise, wie wir uns selber in einem Spiegel ohne Filter sehen, beeinflussen.

Studie zeigt: Beauty-Filter können psychische Probleme verstärken

Spannend ist, dass es bereits Studien gibt, die zeigen, wie stark der Einfluss von Filtern ist. „Snapchat dysmorphia“ ist ein Phänomen, das durch die häufige Benutzung von Gesichts-Filtern auf Social Media Apps wie Instagram oder Snapchat hervorgerufen wird. Die User wollen irgendwann nur noch so aussehen, wie ihr gefiltertes Ich und gehen schließlich zum Schönheits-Chirurgen. Vor allem jüngere Menschen und solche mit geringem Selbstwertgefühl oder einer Wahrnehmungsstörung des eigenen Körpers seien hiervon betroffen.

Fazit: Schönheits-Operations-Filter sind alles andere als harmlos. Es ist gut, dass Instagram hier Verantwortung übernimmt und die Filter verbietet. Viel zu groß ist die Gefahr, dass Menschen eine unrealistische Vorstellung ihres Äußeren bekommen oder einem Ideal hinterher eifern, das komplett fake ist. 

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