Hitze im Büro: Das steht Arbeitnehmern laut Arbeitsschutzgesetz zu!

Das Arbeiten bei Hitze im Büro kann anstrengend werden. Wie wir es schaffen bei der Hitze richtig zu arbeiten und was uns laut Arbeitsschutzgesetz zusteht, verraten wir euch hier!

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Ab welcher Temperatur bekommen Arbeitnehmer "hitzefrei"?

Der Kopf will einfach nicht richtig arbeiten und die Konzentration hat sich schon längst verabschiedet. Im Büro werden 32 Grad Celsius angezeigt und die Hitze lässt sich auch nicht durch Stoßlüften vertreiben. Da helfen leider auch keine kühlen Erfrischungsgetränke oder Eis mehr. Wetterexperten warnen uns vor einem „Sahara Outbreak“ – Was das für uns und unseren Arbeitsplatz bedeutetet, erklären wir euch hier! 

Hitze am Arbeitsplatz

Einerseits freuen wir uns ja über das tolle Wetter, doch die Gedanken werden schnell vertrieben, wenn wir an die Hitze im Büro denken. Denn die ist meist bei solch einer Hitze eher unangenehm, unerträglich und sogar gefährlich. Welche Rechte haben wir als Arbeitnehmer eigentlich bei dieser unerträglichen Hitze? 

Wir kennen es aus der Schule: Wenn eine gewisse Gradzahl erreicht wird, fällt der Unterricht bei unerträglicher Hitze der Unterricht aus. Grund: Die Konzentration ist bei null und der Lerneffekt ebenso. Doch das gilt eben in der Schule. Wie sieht es als Arbeitnehmer aus? Wann haben wir Anspruch auf Hitzefrei? 

Hitzefrei im Büro

Das Hitzefrei im Büro ist in den meisten Unternehmen eher selten der Fall. Wenn das Unternehmen eine Klimaanlage besitzt, lässt es sich auch besser aushalten. Doch diejenigen, die auf eine Klimaanlage verzichten müssen, wissen wie schwer es ist, die volle Leistung am Arbeitsplatz zu liefern. Die Konzentration geht flöten, wer nicht genug trinkt klagt schnell über Schwindel oder Kopfschmerzen – die Energie fehlt einfach. 

Darf unter solchen Bedingungen überhaupt gearbeitet werden?

Laut des Arbeitsschutzgesetztes wird zwischen zwei Temperaturen unterschieden, die dann letztendlich zu einem Hitzefrei führen oder eben nicht führen können. Die Lufttemperatur ist die tatsächliche Temperatur und die Raumtemperatur ist diejenige, die am Arbeitsplatz gefühlt wird. Werden gefühlte 30 Grad überschritten, ist der Arbeitgeber gesetzlich dazu verpflichtet, Maßnahmen zu ergreifen. 

Diese Maßnahmen sollten vom Arbeitgeber gestellt werden: 

  • Ventilatoren
  • Kleidungsvorschrift lockern 
  • kalte Getränke bereitstellen 
  • Alternativräume anbieten 
  • Gleitzeit einführen

Schwangere oder die an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung leiden, bekommen vom Arbeitgeber „Hitzefrei“. Wenn der Arbeitgeber grundsätzlich keine Maßnahmen ab 20 Grad ergreift, haben die Mitarbeiter das Recht das Büro zu verlassen. Wer sich allerdings ohne Vorwarnung selber Hitzefrei verordnet, kann mit einer Abmahnung rechnen. Werden 35 Grad Raumtemperatur gemessen, darf dem ganzen Büro Hitzefrei zustehen! 

Weniger strenge Kleiderordnung

Wenn die Bürotemperatur die 30 Grad Grenze erreicht hat, MUSS die Firma also kühlende Maßnahmen ergreifen. Neben den Optionen wie Homeoffice, Gleitzeiten und Ventilatoren, kann der Chef auch die Möglichkeit der "gelockerten Kleiderordnung" in Anspruch nehmen. Anzug und Krawatte bei Männern sind ähnlich wie für Frauen lange Hosen und hochgeschlossenes Dekolleté dann keine Pflicht mehr.

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