Wenn die Darmflora gestört ist: Wie sinnvoll ist das Durchführen einer Darmkur?

Wenn die Darmflora gestört ist: Wie sinnvoll ist das Durchführen einer Darmkur?

Der Darm wird nicht umsonst auch als „Sitz der Gesundheit“ bezeichnet. Eine gestörte Darmfunktion kann auf zahlreiche Erkrankungen hindeuten und unangenehme Symptome mit sich bringen. Durchfall oder Verstopfung, Krämpfe und teils schmerzhafte Blähungen gehören zu den häufigsten Anzeichen dafür, dass mit dem Darm etwas nicht stimmt. Nicht immer aber müssen schwere Krankheiten dafür verantwortlich sein. Oftmals ist die Darmflora aus dem Gleichgewicht geraten. Sie kann recht einfach wiederhergestellt werden, so zum Beispiel mit einer Darmkur.

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© Pexels | Karolina Grabowska
Kann eine Darmkur helfen?

Was genau ist eine Darmkur und wie wird sie durchgeführt?

Kommt es zu anhaltenden Darmbeschwerden, können diese das Wohlbefinden und den Alltag der Betroffenen teils deutlich beeinträchtigen. Schmerzen, Verstopfungen oder Blähungen sowie Durchfälle sind unangenehm und werden zudem als peinlich empfunden. Eine dauerhaft gestörte Darmflora lässt sich unter anderem mithilfe einer Darmkur wieder ins Gleichgewicht bringen. Eine Darmkur ist eine Behandlung, die sowohl von Medizinern als auch von Heilpraktikern, aber auch in Eigenregie durchgeführt werden kann. Sie besteht aus drei Phasen. Zunächst wird der Darm mechanisch vereinigt. Dies kann beispielsweise mithilfe von Abführmitteln oder auch einem Einlauf geschehen. Sind alle Kotreste und Rückstände aus dem Darm entfernt, folgt die Detox-Phase. Für einen gewissen Zeitraum wird gefastet, sodass der Darm Zeit hat, sich zu regenerieren, ohne dass er sich um das Verarbeiten von Nahrung kümmern muss. Als dritter Schritt wie die Darmflora wieder aufgebaut, etwa mit einer Gabe von Probiotika. Anschließend ist das natürliche Gleichgewicht wiederhergestellt, und der Darm kann seine Funktion wieder einwandfrei erfüllen. Blähungen und Durchfälle gehören damit der Vergangenheit an.

Wie lässt sich die Darmgesundheit im Alltag fördern und erhalten?

Manche Menschen leiden vermehrt unter Darmproblemen, während andere weitgehend davon verschont bleiben. Neben der Veranlagung und dem Vorhandensein bestimmter Krankheiten trägt auch die Lebensweise dazu bei, ob der Darm ordnungsgemäß arbeiten kann oder nicht. Wer häufiger Verdauungsprobleme hat, sollte etwa auf seine Ernährung achten. Stark blähende oder reizende Lebensmittel sollten vermieden werden. Dazu gehören beispielsweise auch Koffein und Alkohol. Eine ausgewogene Ernährung ist allgemein anzuraten, um nicht nur die Darmgesundheit zu erhalten. Frische und hochwertige Lebensmittel wie Gemüse, mageres Fleisch und Fisch tun dem Darm sowie dem ganzen Körper gut. Ballaststoffe sind für einen gut funktionierenden Darm unverzichtbar. Diese sind etwa in Getreide, aber auch in Hülsenfrüchten enthalten. Letztere sind allerdings nicht immer leicht verträglich und können zu Blähungen führen, vor allem, wenn sie in großen Mengen verzehrt werden. Falls nicht klar ist, welche Lebensmittel regelmäßig auf den Teller gehören, kann ein Ernährungsberater helfen. Alternativ ist auch der Hausarzt der richtige Ansprechpartner, der beim Erstellen eines gesunden Speiseplans behilflich sein kann. Im Hinblick auf die Darmgesundheit darf die Bedeutung körperlicher Aktivität übrigens nicht unterschätzt werden: Regelmäßige Bewegung etwa durch Spazierengehen, Joggen, Radfahren oder Schwimmen hilft dabei, die Verdauung anzuregen und erleichtert dem Darm seine Tätigkeit. Dazu darf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr nicht fehlen, denn Wasser und ungesüßte Tees weichen den Stuhl auf und erleichtern auf diese Weise den Stuhlgang. Verstopfungen haben dann keine Chance, ebenso wenig wie Blähungen und Krämpfe.

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