Weltfrauentag: Alles was du zu diesem wichtigen Tag wissen musst

Weltfrauentag: Alles was du zu diesem wichtigen Tag wissen musst

Am 8. März ist Weltfrauentag! Wofür der Internationale Frauentag da ist und was du alles über dieses wichtige Ereignis wissen musst, liest du hier. 

Weltfrauentag: Verschiedene illustrierte Frauenhände
© iStock
Heute ist Weltfrauentag! Hier erfährst du alles, was du zu diesem wichtigen Tag wissen musst

Jedes Jahr findet am 8. März der Weltfrauentag statt. Wir haben dir hier einen kurzen Überblick rund um Frauenrechte und Feminismus zusammengestellt, damit auch du an diesem wichtigen Tag up to date bist. 

Worum geht es beim heutigen Weltfrauentag? 

Am Internationalen Weltfrauentag geht es darum, auf Gewalt gegen Frauen und Benachteiligung von Frauen auf der ganzen Welt aufmerksam zu machen und dagegen anzukämpfen. An diesem Tag soll daran erinnert werden, die Gleichberechtigung aller Geschlechter durchzusetzen. Außerdem geht es am Weltfrauentag darum, für die Selbstbestimmung von Frauen einzustehen.

Übrigens: Der Weltfrauentag wird auch Frauentag, Internationaler Frauentag, Frauenkampftag oder Feministischer Kampftag genannt. 

Wie ist der Weltfrauentag entstanden?

Der Internationale Frauentag entstand als Initiative sozialistischer Organisationen im Kampf um die Gleichberechtigung, das Wahlrecht für Frauen sowie die Emanzipation von Arbeiterinnen. Denn um 1900 herum hatten Frauen keinerlei Möglichkeiten, sich aktiv am politischen Geschehen zu beteiligen. Im Jahr 1910 sprach sich die Frauenrechtlerin Clara Zetkin zum wiederholten Male auf einer Konferenz lautstark für die Einführung eines internationalen Frauentages aus.

Berühmte Zitate von Clara Zetkin sind unter anderem:

    Keine Sonderrechte, sondern Frauenrechte.

    sowie:

    Gleicher Lohn für gleiche Arbeit.

    Am 19. März 1911 fand der Kampftag dann das erste Mal statt: Frauen in Deutschland, Österreich, Dänemark, in den USA und in der Schweiz gingen erstmals für ihr Wahlrecht auf die Straße. 1918 wurde schließlich das Wahlrecht für Frauen im Gesetz verankert und ein Jahr später durften Frauen in Deutschland zum ersten Mal wählen und sich ebenfalls zum ersten Mal wählen lassen. Auf der "Zweiten Internationalen Konferenz kommunistischer Frauen" in 1921 in Moskau wurde der 8. März als internationaler Gedenktag eingeführt. Seitdem findet der Weltfrauentag jedes Jahr am 8. März statt. 

    Fakten zum Weltfrauentag, die du wissen solltest

    • Bis 1962 durften Frauen in Deutschland kein eigenes Konto eröffnen
    • Bis 1969 brauchten sie die Zustimmung ihres Mannes, um arbeiten zu dürfen
    • In der Schweiz durften Frauen erst seit 1971 und in Liechtenstein erst seit 1984 wählen
    • Erst seit 1997 ist Vergewaltigung in der Ehe eine Straftat
    • 1979 wurde die "Elimination of All Forms of Discrimination Against Women" von den Vereinten Nationen festgelegt. Sie verbietet die Diskiminierung von Frauen in allen Lebensbereichen und verpflichtet die Staaten zu Maßnahmen, die die Gleichberechtigung sicherstellen
    • 2016 trat die "Nein heißt Nein"-Regel in Kraft: Handlungen, die "gegen den erkennbaren Willen einer anderen Person sind", sind nun strafbar. Zuvor waren sexuelle Übergriffe erst strafbar, wenn dabei Gewalt angedroht oder angewendet wurde
    • Seit 2016 gilt in Deutschland eine Frauenquote. Mindestens 30 Prozent Frauen müssen demnach in Vorständen, Aufsichtsräten und obersten Management-Ebenen arbeiten
    • 2019 erklärt Berlin den Weltfrauentag als erstes und bislang einziges Bundesland zum gesetzlichen Feiertag
    • Immer noch verdienen Frauen rund 19 Prozent weniger als Männer. Das sind umgerechnet 65 Tage Umsonst-Arbeit. Der "Equal Pay Day" soll auf diese Lohnlücke zwischen den Geschlechtern aufmerksam machen. Er findet dieses Jahr am 10. März statt. Bis dahin arbeiten Frauen quasi umsonst. Zudem wird weiterhin vernachlässigt, dass Frauen den größten Teil der unbezahlten (Care-)Arbeit verrichten
    • Paragraph 218 besagt, dass der Abbruch einer Schwangerschaft rechtswidrig ist. Wer in Deutschland eine Schwangerschaft illegal abbricht, kann mit bis zu 3 Jahren Haft bestraft werden. Der Abbruch bleibt nur straffrei, wenn die Frau einen Beratungsschein vorweisen kann. 
    • Der Paragraph 219a StGB, der "Werbung" für Schwangerschaftsabbrüche verbietet ist immer noch rechtskräftig. Ärzt*innen machen sich also strafbar, wenn sie auf ihrer Website "Abtreibung" als eine der Behandlungen aufzählen. Beispielhaft für solch einen Fall gilt die Verurteilung der Ärtzin Kristina Hänel. Sie wurde verurteilt, weil sie auf ihrer Praxis-Website darüber informiert, dass Schwangerschaftsabbrüche zu den medizinischen Behandlungen in ihrer Praxis gehören. Angezeigt wurde Hänel übrigens von einem Mann: Klaus Günther Annen. 
    • Jeden Tag versucht ein (Ex-)Partner seine Frau umzubringen. Jeden dritten Tag gelingt es einem (Ex-)Partner, eine Frau zu töten. 

    Diese Feministinnen solltest du kennen

    • Calra Zetkin: Deutsche Politikerin, Friedensaktivistin und Frauenrechtlerin
    • Kimberlé Crenshaw: US-amerikanische Juristin und Professorin
    • Simone de Beauvoir: Französische Schriftstellerin, Philosophin und Feministin
    • Judith Butler: US-amerikanische Philosophin
    • Audre Geraldine Lorde: US-amerikanische Schriftstellerin und Aktivistin

    ...und noch viele mehr!

    Illustration von drei Händen übereinander
    Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen findet jedes Jahr am 25. November statt. Wir informieren euch zu diesem wichtigen Tag! Weiterlesen
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