Den Kinderwunsch aufschieben? Das kann ein Risiko sein!

- Heutzutage ist es doch schon fast normal: Erst kommen die Karriere und alles andere und dann denkt man allmählich über Kinder nach. Viele Promis, wie aktuell Brigitte Nielsen oder vor kurzem Caroline Beil, machen es doch vor. Warum dann nicht auch warten? Aber diese Einstellung kann sich rächen.

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Babyglück? Dann solltest du nicht allzu lange warten

Auch wenn viele denken, dass erst ab etwa 40 Jahren die Fruchtbarkeit einer Frau abnimmt, spricht die Realität eine andere Sprache: Schon ab Mitte 20 sinkt die Chance auf eine natürliche Befruchtung. Sie liegt ab etwa 37 Jahren pro Zyklus bei 13 Prozent, ab 40 Jahren sind es im Durchschnitt nur noch fünf Prozent. Wenn du also einen Kinderwunsch hast, solltest du nicht allzu lange mit der Umsetzung warten.

Was beeinflusst den Kinderwunsch?

Natürlich ist es sowieso von Frau zu Frau unterschiedlich, wie schnell und ob sie überhaupt schwanger werden kann. Da spielen die Zahl der Eizellen und außerdem die Lebensweise eine Rolle. Über- und Untergewicht, starker Alkohol- und Nikotin-Konsum sowie übermäßiger Stress können sich negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken.

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Woher weiß ich, ob ich noch warten kann?

Wer bereits weiß, dass er zwar Kinder haben möchte, aber sie zeitlich einfach noch nicht in den Plan passen, der kann sich einer sogenannten AMH-Messung unterziehen. AMH steht für das Anti-Müller-Hormon. Anhand dieses Hormons kann man die Menge der Eizellen bestimmen. Zusammen mit einem Ultraschall (hier wird auch noch die Reserve der Follikel (Eibläschen) bestimmt) kann dein Gynäkologe erkennen, wie hoch die Fruchtbarkeit circa in den kommenden zwei Jahren ist und ob es höchste Zeit wird loszulegen.

Einen solchen Test kann man bei seinem Gynäkologen durchführen lassen. Die Kosten (etwa 50 Euro) werden sogar meist von der Krankenkasse übernommen. Solch ein Test kann Klarheit für die Zukunftsplanung und den Kinderwunsch schaffen und ist daher für viele ratsam.

Was, wenn der Partner zum Babyglück fehlt?

Du bist bereit für ein Baby, aber der Vater ist noch nicht in Sicht? Oder du hast gerade deinen Traumjob ergattert? Dann könnte das sogenannte "Social Freezing" eine Lösung sein. Mit dieser Methode werden Eizellen eingefroren und können später zur künstlichen Befruchtung verwendet werden. Dieses Verfahren ist auch eine Alternative, wenn deine Fruchtbarkeit allmählich abnimmt, du aber auf jeden Fall noch Kinder möchtest. Oder wenn eine Operation oder Chemotherapie ansteht, die sich auf die Fruchtbarkeit auswirken könnte.

Doch diese Methode ist nicht gerade günstig. Zwischen 2000 und 4000 Euro kostet sie und muss selbst gezahlt werden. 

Wie machen es die Promis?

Ob Brigitte Nielsen so ein Verfahren angewendet hat oder natürlich schwanger geworden ist, ist unbekannt. Klar ist aber: Mit 54 Jahren ist eine Schwangerschaft immer ein Risiko. Für das Ungeborene und die werdende Mutter. Wir können nur hoffen, dass bei der Schauspielerin alles glatt läuft und sie mit ihrem fünften Kind gesund in die Zukunft startet.

Brigitte Nielsen ist seit zwölf Jahren mit dem 15 Jahre jüngeren Mattia Dessi verheiratet, dem werdenden Vater. Für die beiden ist es das erste gemeinsame Kind. Nielsens vier Kinder stammen aus früheren Beziehungen und sind allesamt bereits erwachsen.