
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 steht in den Startlöchern und genauso eine junge Frau, die gerade ihren Traum zur Realität macht. Für einige ist Eleni Frommann – auf Instagram unter @lenifrm zu finden – vielleicht noch ein neues Gesicht in der Sportbranche, denn bisher war die 29-Jährige vor allem auf Social Media aktiv. Nun ist es Zeit für den nächsten großen Karriereschritt, denn sie wird für MagentaTV sechs Wochen lang die Fußball-WM begleiten.
Und auch privat könnte es nicht besser laufen. Erst vor ein paar Tagen machte ihr langjähriger Freund und Basketballspieler Kristofer Krause der 29-Jährigen einen Antrag. Man könnte sagen, bei Eleni läuft's! Ein guter Zeitpunkt, um euch die Leichtathletin genauer vorzustellen.
Eleni Frommann im Interview: Das denkt die Leichtathletin über die Sportbranche
Wir haben Eleni Frommann pünktlich zur WM ein paar Fragen gestellt und nicht nur mehr über ihre Gefühle zu diesem wichtigen Karriereschritt erfahren, sondern auch über Vorurteile in der männerdominierten Branche und wichtige Botschaften für junge Frauen gesprochen.
Jolie.de: Von der Laufbahn ans Mikro bei Magenta TV: Welches Gefühl hat in dem Moment überwogen, als du wusstest, dass du zur WM fährst – Stolz oder pure Gänsehaut?
Eleni Frommann: Definitiv Stolz. Einfach dieses krasse Gefühl zu wissen, dass sich die ganze harte Arbeit der letzten Jahre wirklich gelohnt hat. Bei der größten Sportveranstaltung der Welt dabei zu sein, war immer mein absoluter Traum und ehrlich …, manchmal fühlt es sich immer noch
komplett unreal an.
Du hast als Profi-Leichtathletin Disziplin gelernt. Was davon hilft dir heute am meisten, wenn du heute vor Tausenden Fans moderierst?
Diese paar Sekunden, bevor man live geht, fühlen sich echt an wie damals im Startblock. Man ist nervös, das Herz rast komplett, aber gleichzeitig freut man sich einfach nur endlich das machen zu dürfen, wofür man so lange gearbeitet hat. Dieses Gefühl ist unbeschreiblich.
Viele sehen die Sportwelt oft noch als ‚Boys Club‘ . Was war dein persönlichster „I made it“-Moment, in dem du wusstest: Ich gehöre genau hierher?
Immer, wenn junge Mädchen zu mir kommen und sagen, dass sie sich wegen mir jetzt trauen, in die Sportbranche zu gehen oder Sportjournalismus studieren wollen. Das sind für mich die echten „I made it“-Momente. Weil ich dann merke, dass Sichtbarkeit wirklich etwas verändern kann.
Wenn du immer nur Männer vor der Kamera siehst, denkst du irgendwann automatisch, dass dort vielleicht kein Platz für dich ist.
Warum ist es für die nächste Generation an Mädchen so wichtig, nicht nur Athletinnen auf dem Platz zu sehen, sondern auch Frauen, die das Geschehen am Mikrofon analysieren?
Weil Vorbilder so viel ausmachen. Wenn du immer nur Männer vor der Kamera siehst, denkst du irgendwann automatisch, dass dort vielleicht kein Platz für dich ist. Deshalb ist es so wichtig zu zeigen, wie viele starke Frauen es im Sport gibt. Damit junge Mädchen sehen können: „Okay wow, das könnte auch ich sein.“
Welches Vorurteil über Frauen im Sportjournalismus würdest du am liebsten für immer offline nehmen?
Jedes Vorurteil gegenüber Frauen gehört offline!
Was sagst du einer jungen Frau, die davon träumt, Sportmoderatorin zu werden, sich aber in der männerdominierten Branche noch nicht traut, laut zu sein?
Bitte lass dir von niemandem erzählen, dass du etwas nicht schaffen kannst. Wirklich niemandem. Die Sportwelt verändert sich gerade extrem und das ist erst der Anfang. Und ganz ehrlich, es geht auch nicht um Männer gegen Frauen. Mein größter Mentor ist zum Beispiel ein Mann und ohne seine Unterstützung wäre ich heute nicht hier. Fokussier dich auf dich, dein Talent und deine Leidenschaft und dann geh raus und zeig es ihnen!
Jedes Vorurteil gegenüber Frauen gehört offline!
Du machst Nischensportarten auf TikTok groß. Was ist deiner Meinung nach das Geheimrezept, um Menschen für Sportarten zu begeistern, die sie vorher gar nicht auf dem Schirm hatten?
Die Menschen hinter dem Sport zeigen. Hinter jeder Nischensportart stecken so krasse Geschichten und Athlet:innen, die ihr ganzes Leben dafür kämpfen gesehen zu werden. Wenn man ihre Story kennt, fiebert man automatisch mit. Sport braucht einfach mehr Persönlichkeit und echte Emotionen.
Was ist dein Go to Ritual, bevor die Kamera live geht oder du die Moderationsbühne bei den Atlanta Falcons betrittst?
Ich sag mir jedes Mal: „Enjoy this moment. Du hast so hart dafür gearbeitet.“ Und dann einfach rausgehen und machen.
Was gibt dir den größeren Adrenalinkick: Der Moment im Startblock der Leichtathletik oder der Moment kurz vor der Live Moderation?
Ich glaube wirklich nichts toppt die Nervosität im Startblock bei einem großen Wettkampf. Dieses Gefühl ist wirklich next level. Aber wer weiß … vielleicht kommt irgendwann noch die Ballon d’Or Moderation (lacht).
Sport braucht einfach mehr Persönlichkeit und echte Emotionen.
Wenn du die Sportwelt in fünf Jahren betrachtest: Welchen Punkt willst du bis dahin als Frau im Sport gesetzt haben?
Ich wünsche mir einfach, dass Frauen im Sport endlich denselben Respekt und dieselbe Aufmerksamkeit bekommen wie Männer. Und dass wir Frauen uns gegenseitig noch viel mehr supporten. Mein Traum wäre, dass irgendwann jede Person sofort mehrere Sportlerinnen nennen kann, ohne überlegen zu müssen.
Welche 3 Nischen Sportarten sind richtig cool und sollten viel mehr Menschen auf dem Schirm haben?
Basketball, Handball und Hockey. Viel zu underrated für das, was da emotional abgeht!
Eleni ist für mich das perfekte Beispiel dafür, dass Frauen im Sport einfach unverzichtbar sind – ob auf dem Feld, hinter oder vor der Kamera. Für mehr persönliche Einblicke solltet ihr ihr unbedingt auf Instagram folgen: @lenifrm!





