Glänzendes Haar mit gutem Gewissen: So klappt eine nachhaltige Haarpflege-Routine

Wir verraten dir, wie du mit einer nachhaltigen Haarpflege-Routine im Nu eine glänzende Mähne bekommst …

Eine Frau kämmt ihre Haare© Pexels/©Yan Krukov

Stehen bei dir auch zig Tiegel, Tuben und Shampoo-Flaschen am Wannenrand oder in der Dusche? Für viele ist es ganz normal, irgendwann eine stattliche Sammlung an Haarpflegeprodukten zu besitzen, die kaum oder gar nicht mehr zum Einsatz kommen. Hin und wieder wird die Plastiksammlung dann ausgemistet, um wieder von vorne anzufangen. Für die Umwelt ist das nicht so toll, dabei ist es gar nicht so schwierig, das Badezimmer ein bisschen "grüner" zu machen.

Natürlich geht es in erster Linie um deine Haare: Sie sollen gesund sein und schön glänzen. Aber der Trend der "Clean Beauty" ist auf dem Vormarsch: Dabei geht vor allem darum, ganz bewusst auf Inhaltsstoffe wie Silikone, Parabene und synthetische Duftstoffe zu verzichten und stattdessen auf solche zu setzen, die für den Körper sicher und natürlich sind. Wenn dann auch die Verpackung die Umwelt nicht unnötig belastet, ist das Produkt perfekt.

In Sachen Haarpflege gibt es mittlerweile ausgezeichnete Marken, die genau das ausmachen. Wer seine tägliche Routine gerne umstellen möchte und nach passenden Produkten sucht, kann für mehr Inspiration auch mal hier klicken.

Auf diese Siegel kommt es an

Wichtig für die Haare ist eine Pflege, die effektiv ist, aber die Natur in Ruhe lässt. Auf der Suche nach geeigneten Produkten ist ein erster guter Anhaltspunkt das Wort "vegan". Das bedeutet ganz einfach, dass keine Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs enthalten sind. Stattdessen setzen vegane Produkte komplett auf die Kraft der Pflanzen, um das Haar gesund zu halten und geschmeidig zu machen.

Ein weiteres Siegel, das beim Haarewaschen direkt ein viel besseres Gefühl gibt, ist der "Leaping Bunny". Das Logo garantiert, dass vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt kein Tier leiden musste und mit keinen Tierversuchen gearbeitet wurde.

Wenn du die "B Corp-Zertifizierung" auf einer Flasche oder einem Tiegel findest, sagt das etwas über das Unternehmen aus: Werden die Mitarbeiter fair bezahlt? Wird transparent gearbeitet und werden unsere Ressourcen bei der Produktion geschont? Kurz gesagt steht das Siegel dafür, dass ein Unternehmen Verantwortung für die Gesellschaft und die Umwelt übernimmt.

Nachhaltige Pflege beim Shoppen erkennen

Bei dem riesigen Angebot an Haarpflegeprodukten lohnt es sich vor allem, auf drei Dinge zu achten:

Schau dir die Verpackung an. Wenn die Flasche oder Tube aus recyceltem Plastik ist, weißt du schon mal, dass kein neues Material eingesetzt worden ist, das extra produziert werden musste. Top!

Auch die Inhaltsstoffe sind wichtig. Du kannst auf Naturstoffe wie Kokos, Aloe Vera oder Ingwer setzen, die oft wesentlich sanfter wirken als Chemiekeulen. Zwar reagiert jede Kopfhaut anders, und auch hier kann es manchmal zu Allergien kommen, aber es lohnt sich auf jeden Fall, ein bisschen auszuprobieren, was dir persönlich guttut.

Einen Punkt haben viele gar nicht auf dem Schirm, und zwar die Ergiebigkeit. Ein gutes Shampoo kann oft viel länger halten als ein Billigprodukt, auch wenn das nicht pauschal gesagt werden kann. Du kannst es aber testen, denn ein Produkt, das sich sparsam dosieren lässt, macht am Ende auch weniger Müll, weil du weniger nachkaufen musst. Dann rechnet sich auch der etwas höhere Preis.

Übrigens: Wenn deine Kopfhaut öfter juckt oder deine Spitzen sich trocken und spröde anfühlen, können viele verschiedene Dinge dahinterstecken, zum Beispiel die Wasserhärte, deine Ernährung, zu aggressives Hitzestyling oder eben auch die besagten Inhaltsstoffe, die deiner Kopfhaut nicht bekommen. In solchen Fällen lohnt es sich eigentlich immer, mildere und natürlichere Produkte zu testen. Zusätzlich gibt es im Internet Tipps, wie man sich die Haare bürstet, ohne sie zu brechen.

Styling & Zubehör: Nachhaltigkeit über die Dusche hinaus

Nachhaltige Pflege kannst du natürlich auch über die Haarwäsche hinaus praktizieren. So macht es zum Beispiel einen Unterschied, ob du deine Haare jeden Morgen mit dem heißen Glätteisen stresst, oder dich mal in Richtung hitzefreies Styling umschaust. Da gibt es ganz tolle Alternativen: 

  • Bademantelgürtel oder Socken: Das Haar leicht anfeuchten, die Socken oder den Gürtel darum wickeln und über Nacht einwirken lassen. Für schöne, natürliche Wellen. 
  • Papilloten: Die guten alten Lockenwickler funktionieren ebenfalls perfekt über Nacht und ergeben entweder weiche Wellen oder großzügige Korkenzieherlocken. 
  • Zöpfe flechten: Einfacher geht es nicht – hierfür die leicht feuchten Haare flechten und trocknen lassen. Nach ein paar Stunden die Zöpfe öffnen, und schon hast du coole Beach Waves. 
  • Haarband wickeln: Aktuell absolut im Trend ist das sogenannte "Curling Ribbon", wo du dir Strähne für Strähne um ein Haarband wickelst und damit zu Bett gehst. 

Wenn es um das Zubehör geht, gibt es neben dem üblichen Plastik Kram, der schon mal schnell kaputtgehen kann, Alternativen in Form von Haarbändern aus Bio-Baumwolle oder auch Kämme aus Holz.

Und für alle, die viel unterwegs sind, bieten einige Marken kleine Reisegrößen an, die nicht so viel wiegen und Platz wegnehmen, wie die normalen Größen. Die kleinen Produkte sind auch eine perfekte Möglichkeit, neue Pflegeprodukte erst einmal in Ruhe zu testen, bevor man gleich die große Flasche kauft.