Worauf du bei der Wahl deines Girokontos achten solltest

Mit einem Girokonto wird dir das Leben leichter gemacht. Egal, ob du dir ein neues Auto kaufen möchtest oder gestern einen BH entdeckt hast, den du auch unter luftigen Sommerkleidern tragen kannst. Dein Girokonto steht dir für alle Zahlungen zur Verfügung, die du nicht in bar tätigst.

Neben deinen bargeldlosen Einkäufen kannst du dein Girokonto auch in allen anderen Lebensbereichen verwenden. Du bezahlst deine monatliche Miete, den Strom oder die Versicherungen. Damit das Konto ausgeglichen ist, lässt du dir regelmäßig deine Lohn- und Gehaltsüberweisungen darauf überweisen. Und wenn es einmal im Minus ist, profitierst du von den Vorteilen eines Dispositionskredits.   

Was ist ein Girokonto?

Ein Girokonto ist das Konto, das du bei deiner Bank hast. Hier wird für jeden Tag der bargeldlose Geldverkehr abgewickelt.

Als Geldeingang überweist dein Arbeitgeber dir hierauf dein regelmäßiges Gehalt. Vermietest du eine Wohnung, werden auf dem Konto die Mietzahlungen verbucht. Dieses Geld steht dir dann zur freien Verfügung. Du bezahlst damit deine laufenden Ausgaben und kannst es über die Girocard problemlos beim Shoppen einsetzen. Außerdem bietet dir ein Girokonto den Vorteil, dass du es überziehen kannst.

Das Girokonto kannst du bei jeder Bank oder Sparkasse eröffnen. Bist du mit deinem derzeitigen Bankkonto nicht zufrieden, steht es dir jederzeit frei, dein Girokonto zu wechseln. Hier achtest du darauf, dass das neue Kreditinstitut dir bessere Konditionen anbietet. Diese können z. B. darin bestehen, dass du eine Eröffnungsgutschrift auf dein Konto erhältst oder ein Dispositionskredit niedriger verzinst wird.

Warum solltest du mehrere Alternativen miteinander vergleichen?

Dein Girokonto nutzt du in erster Linie, um dein Geld sicher aufzubewahren. Diesen Pluspunkt bietet dir jede Bank oder Sparkasse. Allerdings unterscheiden sich die Anbieter bei den Konditionen, die für die Führung des Girokontos vereinbart werden. Diese Unterschiede bestehen z. B. bei dem Tätigen und dem Empfangen von Überweisungen. Auch beim Onlinebanking oder beim bargeldlosen Bezahlen mit der Girocard weichen die Geschäftsbedingungen voneinander ab. Und nicht zuletzt solltest du auch die Zinsen im Blick haben, die dir für die Überziehung deines Girokontos in Rechnung gestellt werden.

Deshalb lohnt es sich für dich immer, verschiedene Angebote miteinander zu vergleichen. Damit dir dieser Vergleich erleichtert wird, beziehst du wichtige Kriterien in deine Entscheidung ein.

Die Wahl des Girokontos: Welche Kriterien beziehst du bei deiner Entscheidung ein?

Die folgenden sechs Kriterien helfen dir, bei der Wahl eines passenden Girokontos:  

  • Direktbank oder Filialbank
  • Kontoführungsgebühren
  • Girocard
  • Überweisungen
  • Bargeld abheben
  • Dispozinsen

Direktbank oder Filialbank

Bist du viel mobil unterwegs oder regelst du deine Bankgeschäfte gerne in einem persönlichen Gespräch mit deinem Bankberater? Diese Frage beziehst du bei deinen Überlegungen ein, wenn du an einem reinen Online-Girokonto interessiert bist.  

Kontoführungsgebühren

Kontoführungsgebühren werden von den meisten Banken oder Sparkassen erhoben. Einige Kreditinstitute bieten dir diesen Service kostenlos an. Allerdings wird als Gegenleistung z. B. ein regelmäßiger Geldeingang erwartet.

Girocard

Die Girocard unterstützt dich beim Geldabheben und macht es möglich, dass du elektronisch an der Kasse im Supermarkt bezahlen kannst. Achte bei der Wahl des für dich passenden Girokontos darauf, welcher Anbieter eine Gebühr verlangt und wer nicht. Bei einigen Angeboten wird noch nicht mal ein Mindestgeldeingang vorausgesetzt.  

Überweisungen

Die Art der Überweisung ist für dich ebenfalls ein entscheidendes Kriterium. Während dir eine Überweisung am Bankschalter häufig in Rechnung gestellt wird, kannst du eine Online-Überweisung in der Regel ohne eine Gebühr ausführen.

Bargeld abheben

Überall dort, wo du dich gerade befindest, möchtest du Geld abheben? Dann achte darauf, dass der Anbieter deines Girokontos ein dichtes Automatennetz hat, auf welches du an jedem Ort zugreifen kannst.

Dispozinsen

Die Dispozinsen erhebt deine Bank, wenn du dein Girokonto überziehst. Allerdings unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter die Höhe dieser Dispozinsen. Entscheide dich für die Bank, die dir den niedrigsten Dispozins berechnet.

Girokonto mit Prämie: Was verbirgt sich dahinter?

Vergleichst du die Konditionen, die dir zum Führen eines Kontos angeboten werden, stößt du auch auf ein Girokonto, bei dem dir ein Bonus angeboten wird. Dies bedeutet, dass du eine Eröffnungsgutschrift auf dein Konto erhältst, wenn du dein Girokonto bei diesem Anbieter eröffnest. Allerdings wird dir dieses Startguthaben selten ohne Bedingungen überwiesen. Prüfe deshalb, welche Voraussetzungen du erfüllen musst, und ob du mit den folgenden Konditionen einverstanden bist:

  • Der Bonus wird davon abhängig gemacht, dass die Geldeingänge eine bestimmte Höhe erreichen.
  • Das Girokonto darf in einem vorgegebenen Zeitraum eine bestimmte Anzahl von Zahlungen nicht übersteigen.
  • Das Startguthaben erhältst du nur, wenn du dein bisheriges Konto gekündigt hast.

Welchen Vorteil bietet dir ein Girokonto ohne Mindesteingang?

Du möchtest dein Leben zu jederzeit positiv gestalten. Dazu gehört auch, dass das Führen deines Girokontos mit wenig Belastungen verbunden ist. Deshalb achtest du darauf, dass die Kontoführungsgebühren nicht zu hoch sind und dir die Benutzung einer Girocard nicht in Rechnung gestellt wird. Einen weiteren Vorteil nutzt du für dich, wenn du ein Girokonto wählst, bei dem kein Mindestgeldeingang vorausgesetzt wird.

Ein Girokonto ohne Mindestgeldeingang erlaubt dir die Eröffnung eines Girokontos, wenn du über ein geringes monatliches Einkommen verfügst. Auch wenn  du im Moment kein Einkommen hast, kannst du ein solches Girokonto eröffnen und noch weitere Vorteile – wie z. B. niedrige Dispozinsen – nutzen.  

Gibt es ein Girokonto ohne Schufa-Abfrage?

Die Schufa ist eine Auskunftsdatei, in der die Informationen über deine Zahlungsfähigkeit gesammelt werden. Hast du z. B. einen Kredit bei deiner Hausbank aufgenommen, wird dies in der Schufa vermerkt. Bist du mit den Zahlungen in Rückstand geraten, führt dies zu einem negativen Schufa-Eintrag. Dieser wirkt sich aus, wenn du bei einer Bank ein Girokonto eröffnen möchtest. Die Schufa-Abfrage erfolgt immer, wenn du bei einer Bank oder einem Kreditinstitut ein Girokonto eröffnest.

Nach der Schufa-Abfrage entscheidet die Bank nach einigem Ermessen, ob du trotzdem hier ein Girokonto eröffnen kannst. Dabei spielt es sicherlich auch eine Rolle, wie groß deine Zahlungsschwierigkeiten sind.  

Einige Anbieter machen die Eröffnung des Girokontos nicht davon abhängig, dass du einen negativen Schufa-Eintrag oder eine mangelnde Bonität hast. Dieses Konto wird als Jedermann-Konto bezeichnet. Hierbei handelt es sich um ein Konto, das als Guthabenkonto geführt wird. Es schützt dich vor überzogenen Kosten, weil das Kreditinstitut dazu verpflichtet ist, nur angemessene Entgelte zu erheben. Als Nachteil des Jedermann-Kontos muss festgehalten werden, dass du es nicht überziehen kannst.