Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen

Alle Infos zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen findet jedes Jahr am 25. November statt. Wir informieren euch zu diesem wichtigen Tag!

© Pngtree Jeden dritten Tag tötet ein Mann in Deutschland seine Partnerin bzw. Ex-Partnerin. Die Dunkelziffer ist noch viel höher.

Achtung: Der folgende Text thematisiert Gewalt gegen Frauen und führt Statistiken zu häuslicher Partnergewalt auf. Menschen, die in Kontakt mit solch schlimmen Erlebnisse gekommen sind, könnten durch diesen Artikel retraumatisiert werden.  

Heute ist der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Er erinnert uns daran, jeden Tag im Jahr gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu kämpfen. Die Statistiken sind traurig... und für viele Frauen bittere Realität. Wo Betroffene Hilfe finden, erläutern wir weiter unten im Text.

Was sind die Statistiken zur Gewalt an Frauen in Deutschland?

Jeden Tag werden in Deutschland viele Frauen Opfer einer Gewalttat durch ihren Partner bzw. Ex-Partner.

Jede siebte Frau in Deutschland wird in ihrem Leben mindestens ein Mal vergewaltigt oder sexuell genötigt.

Jeden Tag versucht ein Mann in Deutschland seine Partnerin bzw. Ex-Partnerin zu töten.

Jeden dritten Tag wird eine Frau in Deutschland von ihrem Partner bzw. Ex-Partner umgebracht. 

Die Dunkelziffer ist extrem hoch. Nur 20 Prozent der Betroffenen suchen direkt Hilfe, so Frauenministerin Franziska Giffey. 80 Prozent werden nicht erfasst. Außerdem: In all diesen Statistiken fehlen die Fälle, in denen die Gewalt an Frauen außerhalb einer persönlichen Beziehung vorgenommen wird. Das heißt, die reelle Zahl ist noch viel viel höher. Wichtig zu wissen ist, dass häusliche Gewalt nicht aus einer konkreten Situation heraus entsteht. Sie ist vielmehr Ausdruck eines andauernden Macht- und Abhängigkeitsverhältnisses zwischen Täter und Opfer. Im Schnitt dauert es sieben Jahre, bis sich ein Opfer aus einer Partnerschaft, in der Gewalt angewandt wird, löst. 

Gewalt an Frauen ist noch immer ein Tabuthema. Opfer Shaming und Victim Blaming (bei dem die Schuld beim Opfer gesucht wird und so eine Täter-Opfer-Umkehr geschieht) machen es den Betroffenen besonders schwer, über ihre Erlebnisse zu sprechen und die Täter anzuzeigen. 

Wo finden betroffene Frauen Hilfe? 

Es gibt Frauenhäuser, in die Frauen flüchten können, wenn sie Opfer von Gewalt geworden sind. Hinzu kommen lokale Hilfestellen und das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“. Hier können Frauen anrufen, wenn sie Gewalt erlebt haben oder noch erleben.

Die Nummer des Hilfetelefons lautet 08000 116 016. Sie ist 365 Tage im Jahr und rund um die Uhr erreichbar.

Auch Angehörige, Freundinnen, Freunde und Fachkräfte werden dort anonym und kostenfrei beraten. 

Wenn betroffene Frauen ihre Verletzungen dokumentieren möchten, um vielleicht später gerichtlich gegen den oder die Täter vorzugehen, gibt es die Möglichkeit der anonymen Spurensicherung. 

Was muss sich grundsätzlich ändern?

  • Täter müssen angemessenere Strafen erhalten
  • Jungs müssen so erzogen werden, dass ihnen jede Form von Frauenabwertung, Frauengewalt und Frauenhass zuwider ist
  • Das Patriarchat muss bekämpft werden

Was können wir gegen Gewalt an Frauen tun?

  • Täter niemals decken
  • Betroffenen Frauen zuhören und aktiv Hilfe anbieten
  • Toxisches Männerverhalten ansprechen und nicht tolerieren
  • Laut gegen Gewalt an Frauen vorgehen

Solidarität ist hier unheimlich wichtig. Selbst wenn ihr nicht betroffen seid: Setzt euch für die Frauen ein, die zwar von Gewalt betroffen sind, selbst aber nicht aktiv werden können. Nicht jede Frau hat das Privileg, laut und aktiv zu werden. Nutzt euer Privileg!

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