
Wie funktioniert die Laser-Haarentfernung?
Die Laser-Haarentfernung basiert auf gebündeltem Licht, das gezielt die Haarwurzeln verödet. Der Laserstrahl dringt wenige Millimeter in die Haut ein und wird vom Farbpigment Melanin im Haar absorbiert. Dadurch erhitzt sich der Haarfollikel stark, sodass die Haarwurzel und die Wachstumszellen darin zerstört werden. Die umliegende Haut bleibt unversehrt, da der Laser präzise auf die dunklen Pigmente im Haar abzielt. So kann an dieser Stelle kein neues Haar mehr nachwachsen. Das Ergebnis ist eine langanhaltend glatte, haarfreie Haut.
Haare wachsen in unterschiedlichen Zyklen, der Laser zerstört nur Haare, die sich gerade in der Wachstumsphase befinden. Deshalb sind mehrere Sitzungen nötig, um nach und nach alle Haarfollikel zu veröden. Üblich sind pro Bereich 4 bis 8 Behandlungen im Abstand von einigen Wochen, damit nach und nach alle Haare erwischt werden. In Kombination mit den nötigen Sitzungen lässt sich so eine schmerzfreie Haarentfernung erzielen.
Welche Lasertypen kommen zum Einsatz?
Für die dauerhafte Haarentfernung kommen verschiedene Geräte zum Einsatz, die alle nach dem gleichen Prinzip arbeiten. Gängige Systeme sind zum Beispiel Diodenlaser, Alexandritlaser und Nd:YAG-Laser. Ein Alexandritlaser eignet sich gut für helle Haut mit dunklem Haar, während ein Nd:YAG-Laser auch dunklere Haut sicher behandeln kann. Der Diodenlaser gilt als vielseitiger Allrounder für viele Kombinationen. Wichtig ist, dass der gewählte Laser zum Haut- und Haartyp passt. Dunkle Haare lassen sich am leichtesten entfernen, da sie viel Melanin enthalten, wohingegen sehr helle oder graue Haare weniger auf die Behandlung ansprechen.
Ablauf einer Laserbehandlung
Eine Behandlung besteht grob aus Vorbereitung, Sitzung und Nachsorge.
1. Vorbereitung auf die Behandlung:
Damit die Behandlung effektiv und sicher abläuft, solltest du folgende Punkte vor deinem Laser-Termin beachten:
- Rasieren statt Wachsen: Rasiere die zu behandelnde Stelle ein bis zwei Tage vorher. Die Haare sollten kurz sein, damit der Laser direkt im Haarfollikel ansetzen kann. Verzichte ab etwa vier Wochen vor der ersten Sitzung auf Waxing, Epilieren oder Zupfen, denn der Laser braucht das Haar in der Wurzel als Angriffspunkt.
- Sonne meiden: Meide intensive Sonneneinstrahlung und Solarium mindestens zwei Wochen vor der Behandlung. Gebräunte Haut erhöht das Risiko von Nebenwirkungen, da Laserlicht vom Hautpigment abgelenkt wird. Deine Haut sollte zum Termin möglichst ungebräunt und frei von Selbstbräuner sein.
- Haut & Gesundheit: In den Tagen vor der Sitzung keine aggressiven Peelings oder reizenden Cremes nutzen, damit die Haut intakt und nicht gereizt ist. Informiere das Fachpersonal vorab über Medikamente, die du einnimmst, manche können die Haut lichtempfindlich machen.
2. Die Laser-Sitzung
Zu Beginn bekommst du eine Schutzbrille. Anschließend fährt die Fachkraft mit dem Laser-Handstück systematisch über die gewünschte Körperregion. Jeden Laserimpuls spürst du als kurzes Zwicken oder Wärme. Viele moderne Geräte kühlen gleichzeitig die Haut, dadurch ist die Behandlung gut auszuhalten. Eine Sitzung dauert je nach Fläche nur wenige Minuten, beispielsweise im Gesicht, und bis zu 20 bis 30 Minuten für größere Bereiche. Direkt danach kann die Haut vorübergehend etwas gerötet oder warm sein. Das klingt aber meist schnell wieder ab.
3. Nachsorge und Pflege
Nach der Laser-Sitzung hilft es deiner Haut, wenn du sie bei Bedarf vorsichtig kühlst und eine beruhigende Pflegecreme verwendest. In den folgenden Tagen solltest du direkte Sonne meiden, konsequent einen hohen Lichtschutzfaktor nutzen und auf Solarium, Sauna, heiße Bäder sowie intensiven Sport verzichten, damit die behandelten Stellen in Ruhe abheilen können. Zwischen den Terminen entfernst du störende Haare am besten nur mit dem Rasierer oder durch Schneiden, damit der Laser beim nächsten Mal wieder am Haarfollikel ansetzen kann.
Für wen ist die Methode geeignet?
Grundsätzlich können Frauen wie Männer und fast alle Körperregionen von einer Laserbehandlung profitieren. Wie gut die Methode wirkt, hängt vor allem von deinem Haut- und Haartyp ab. Am besten sind die Ergebnisse bei heller Haut mit dunklem, eher kräftigem Haar. Der Kontrast dafür sorgt, dass die Laserenergie hauptsächlich im Haarfollikel ankommt. Auch bei dunklerer oder stärker gebräunter Haut ist eine Behandlung möglich, wenn passende Lasertypen und sorgfältig gewählte Einstellungen genutzt werden. Häufig sind dann jedoch mehr Sitzungen nötig. Sehr helle, graue oder rote Haare enthalten nur wenig Pigment und reagieren deshalb deutlich schwächer auf die Laser-Haarentfernung.
Trotz der breiten Einsetzbarkeit gibt es einige Kontraindikationen. Schwangerschaft und Stillzeit, akute Hautentzündungen oder offene Wunden im Behandlungsareal sowie die Einnahme bestimmter lichtsensibilisierender Medikamente schließen eine Laserbehandlung aus.
Mit einer guten Vorbereitung, professionellen Behandlung und Nachsorge stehen die Chancen sehr gut, dass du schon bald eine glatte, haarfreie Haut genießen kannst.