Persona, Pearly & Co.: Natürliche Verhütung im Test

- Habt ihr in eurem bisherigen Leben auch schon ganz viel Chemie geschluckt? Dann geht es euch wie vielen anderen Frauen auch, die mit der normalen Pille verhüten! Es gibt jedoch so manche Alternative: Für alle, die keine Hormone mehr nehmen wollen, aber trotzdem nicht auf Verhütung verzichten möchten, gibt es einen stetig wachsenden Markt an sogenannten natürlichen Verhütungsmitteln. Sie heißen zum Beispiel Persona, Pearly oder Lady-Comp. Wir haben uns für euch diese Verhütungscomputer etwas genauer angeschaut und stellen sie euch hier vor. Vielleicht ist ja was für euch dabei? Oder ihr habt schon Erfahrung mit Persona & Co. gesammelt? Dann berichtet uns davon in den Kommentaren!

Pärchen

Persona ist ein Verhütungscomputer, der eine Schwangerschaft auf natürliche Weise verhindert.

Persona - wie funktioniert das?

Persona ist ein sogenannter Verhütungscomputer, der den Hormonlevel in eurem Urin misst und euch dann mitteilt, an welchen Tagen ihr ungeschützten Geschlechtsverkehr haben könnt. Mithilfe des Computers und der dazugehörigen Stäbchen wird der Zyklus bestimmt und der Eisprung bekannt gegeben. Man beginnt mit dem ersten Tag seiner Periodenblutung (man gibt in den Computer ein "m" für Menstruation ein) - so lange bis die Blutung endet. Am sechsten Tag der Anwendung fordert Persona an, das erste Teststäbchen zu benutzen (Morgenurin).

Persona wertet mithilfe der verschiedenen Hormone im Urin den Stand der Fruchtbarkeit aus. Zeigt der Computer ein grünes Licht, kann man ohne Bedenken Sex haben. Einzige Voraussetzung: Man sollte einen einigermaßen zuverlässigen Zyklus haben. Zeigt Persona ein rotes Licht, steht der Eisprung kurz bevor und ihr solltet auf Sex verzichten beziehungsweise zusätzlich verhüten. Zeigt der Computer ein gelbes Licht, müsst ihr nochmal einen Teststreifen verwenden. Die Teststreifen sollten von nun an immer in etwa um die gleiche Zeit herum benutzt werden (mit einer Zeitspanne von +/- sechs Stunden).

Persona Kosten

Rund 80 Euro kostet der Monitor von Persona, die Teststäbchen gibt es in unterschiedlichen Packungsgrößen. 32 Stäbchen kosten rund 40 Euro und reichen für drei volle Monate. Wenn man das mit einem Hormonpräparat vergleicht, dann kommt Persona auf Dauer günstiger. Übrigens: Persona hat einen Pearl-Index von 6,5. (Die Pille hat zum Beispiel einen von etwa 0,1, das heißt, der Persona Verhütungscomputer ist deutlich unsicherer, wenn man nach dem Pearl-Index geht.)

Natürliche Verhütung mit Pearly

Neben Persona gibt es auch noch andere Methoden der natürlichen Verhütung - Pearly zum Beispiel. Der Pearly ist ein Mini-Zykluscomputer, bei dem seine Funktionen auf das Wichtigste reduziert sind. Pearly hat einen integrierten Wecker, denn man sollte bei der Messung noch "schlaftrunken" sein. Entscheidend bei dieser Form der natürlichen Verhütung ist die Basaltemperatur, die mithilfe eines Sensors im Mund bestimmt wird. Auch hier hat frau – wie bei Persona – eine Zeitspanne von sechs Stunden zur Verfügung, in der gemessen werden sollte.

Sobald ihr gemessen habt, zeigt der Verhütungscomputer die Temperatur an, und in der Anzeige erscheint dann entweder ein Pfeil auf rot: Kein Sex, weil fruchtbar!, ein Pfeil auf gelb: Unsicher, lieber nicht! oder ein Pfeil auf grün: Ihr könnt ohne Bedenken Sex haben! Auch hier gilt: Ein regelmäßiger Zyklus ist Voraussetzung für eine zuverlässige Angabe. Und wundert euch nicht, wenn anfänglich häufig ein gelber Pfeil zu sehen ist - der Computer benötigt in der Regel drei Monate, um euren Zyklus richtig kennenzulernen.

Vorsicht: Bei Schichtdienst, Krankheit (durch Fieber stimmt die Temperatur nicht!) etc. mit der Messung aussetzen, da sonst das Ergebnis verfälscht wird. Der Pearly hat einen Pearl-Index von 0,7 – laut Hersteller. Zudem kostet der Pearly stattliche 325 Euro. Außerdem müssen bei ihm alle zwei Jahre die Batterien gewechselt werden. Dafür muss man ihn einschicken - das kostet ca. 50 Euro. Allerdings habt ihr auch keine Stäbchen etc. dabei...

Verhütungscomputer Lady-Comp

Der Verhütungscomputer Lady-Comp arbeitet ebenfalls mit der Basaltemperatur. Die Handhabe ist auch die gleiche wie bei Pearly. Es sind rund eine Million Zyklen hinterlegt, auf diese Erfahrung greift der Lady-Comp bei der Berechnung der "gefährlichen" Tage zurück. Am teuersten in der Anschaffung ist der Lady-Comp mit 495 Euro.

Den Lady-Comp gibt es auch als All-in-One Verhütungscomputer Lady-Comp baby: Anders genutzt, nämlich als Babywunsch-Computer, kann er basierend auf statistischen Methoden verschiedene Fruchtbarkeitshemmnisse erkennen und so dazu beitragen, dass individuelle Empfängnisprobleme gelöst werden können. Der Lady-Comp baby kostet satte 595 Euro - dafür kann man diesen Computer einerseits zur Verhütung, aber andererseits auch für einen Kinderwunsch nutzen.

Natürlich könnt ihr sowohl Persona, als auch Pearly für eure Babyplanung einsetzen. Dann eben genau andersherum verfahren: Wenn Persona oder der Pearly rot anzeigen, loslegen!