Depression durch Pille

- Schlechte Laune, Stimmungsschwankungen, Gereiztheit, ja sogar eine Depression kann durch die Einnahme der Verhütungspille ausgelöst und der Hang zu einer Depression verstärkt werden. Dieser Effekt kann auf jede Frau anders wirken, die klare Tendenz jedoch wurde nun wissenschaftlich bewiesen. Hier alles zur Studie "Depression durch Pille".

Depression durch Pille - wie die hormonelle Verhütung das Depressions-Risiko bei Frauen erhöht

Seid ihr grundlos depressiv, habt ohne nachvollziehbare Gründe ständig schlechte Laune und starke Stimmungsschwankungen? Wer keinen übermäßigen Stress in Schule, Ausbildung, Uni oder Arbeit hat, keine unglückliche Beziehung führt und sonst kaum Grund zur schlechten Laune hat, sollte dringend mit dem eigenen Frauenarzt reden, wenn Stimmungsschwankungen keine Seltenheit sind. Denn eure Verhütungsmethode könnte der Grund dafür sein!

Die Einnahme der Verhütungspille steht im Verdacht, Depressionen zu verstärken. Eine neue Studie hat dargelegt, dass es eine Verbindung zwischen der Einnahme von Hormonen zur Empfängnisverhütung und einer Depression gibt. Mehr als eine Million Frauen im Alter von durchschnittlich 24,4 Jahren wurden zwischen 1995 und 2013 untersucht. Das Ergebnis ist erschreckend.

Hormonelle Verhütung steigert Depressionsrisiko

Mit Verweis auf diese Studie, die in YAMA Psychiatry veröffentlicht wurde, lässt sich sagen, dass die hormonelle Empfängnisverhütung tatsächlich das Risiko einer Depression bei Frauen erhöht.

Viele der Versuchspersonen nahmen eine Kombi-Pille ein, sie besteht aus einer Mischung aus Östrogen und Progestagene und wirkt schon trotz wirklich geringer Dosen. Schon diese geringe Dosierung hat Einfluss auf den Hormonhaushalt und die Stimmung der Frauen. Doch der Einfluss anderer Verhütungsmittel kann noch viel drastischer sein.

Welche Pille verwendet ihr? Und kennt ihr euch in Sachen Verhütung aus?

Die Wahrscheinlichkeit für eine Depression lag bei Frauen, die eine Kombi-Pille zur Verhütung einnahmen, um 23 Prozent höher als bei Frauen, die nur mit einem Kondom verhüteten. Um 34 Prozent höher lag sie bei Frauen, die Pillen mit reinem Progestagen einnahmen, um 40 Prozent höher bei Frauen, die sich eine Hormonspirale einsetzen ließen, um 60 Prozent höher bei Frauen, die einen Vaginalring nutzten und um alarmierende 100 Prozent erhöht bei Frauen, die ein Verhütungspflaster verwendeten.

Nicht alle getesten Frauen haben dann tatsächlich auch Antidepressiva erhalten oder eine sichere Diagnose erhalten - der fahle Beigeschmack allerdings bleibt. Und so sollte die Studie ernst genommen und jede Frau für sich selbst im Klaren darüber werden, ob sie die Pille oder ein anderes Verhütungsmittel verträgt.