Der "Half Night Stand" - ein neuer Trend?

In Zeiten von Tinder sind kleine amouröse Zwischenspiele immer einfacher zu organisieren. Das ist super, wenn man ungebunden ist und Freude am Sex hat. Wenn aber der Sex dann doch nicht so toll ist, so berichten amerikanische Medien, dann wird aus dem One Night Stand ratzefatze ein Half Night Stand - Frauen verlassen angeblich in Scharen die Betten und gehen dann doch lieber nach Hause. Was ist dran am Half Night Stand?

Half night stand

Ein Half Night Stand - oder bleiben wir vielleicht doch die ganze Nacht?

Ist der Half Night Stand wirklich neu? Oder handelt es sich hierbei doch nur um ein medial kreiertes "Problem" für die beziehungstechnisch eh schon stark geforderten Millennials? Wir behaupten frech: War der Sex schlecht, der Typ unverschämt oder das fremde Bett zu unappetitlich, haben sich schon seit Jahrzehnten Männer wie Frauen vorzeitig aus der gemeinsamen Nacht verabschiedet. Es ist eine Frage der Selbstbestimmung und unbedingt zu empfehlen, sobald Gefühle wie Ekel, Unwohlsein oder gar Angst Einzug halten.

Manchmal erkennt man eben recht schnell, dass der One Night Stand keine gute Idee war. Und wir würden den Half Night Stand auch nicht als exklusiv weibliches Phänomen bezeichnen, auch Männer hauen dann und wann mitten in der Nacht ab. Eine Blitzumfrage unter Bekannten hat allerdings ergeben, dass eher Frauen den Weg gen eigenes Bett anstreben, wenn es irgendwie nicht passt. Dass man den vorschnell auserkorenen Geschlechtspartner unvermittelt nach Hause schickt, kommt dagegen sehr selten vor. Wahrscheinlich sind wir dazu doch zu gui erzogen. Aber auch das kann man lernen.

Was haltet ihr vom Half Night Stand? Ist das nun ein neuzeitliches Phänomen, so wie der Mingle, oder eben eine uralte Umsetztung der guten Pippi-Langstrumpf-Maxime "Ich mache mir die Welt, widewide wie sie mir gefällt"? Und wer mitten in der Nacht abhaut, sollte sich bitte den freundlich gemeinten Zettel aka Abschiedsbrief (bloß nicht: Telefonnummer geben!) sparen - das wirkt dann doch nur etwas scheinheilig und weckt Hoffnungen, wo es doch keine Hoffnungen mehr gibt.