Brillenstärke und Kontaktlinsenstärke

Brillen sind mittlerweile zum Modeaccessoire geworden. In allen Formen und Farben sorgen sie für einen Hingucker. Brillenträger müssen sich längst nicht mehr schämen. Aber sind wir mal ehrlich: Es gibt trotzdem gewisse Momente, in denen eine Brille nervt. Kontaktlinsen sind eine super Alternative, aber wie ist das mit der Sehstärke? Hier findet ihr alle wichtigen Informationen zu Brillen- und Kontaktlinsenstärke!

Brille

Ist die Kontaktlinsenstärke genauso wie die der Brille?

Kontaktlinsenstärke berechnen

Von der eigenen Brillenstärke lässt sich nicht einfach auf die Kontaktlinsenstärke schließen. Ganz einfach weil die Brillengläser in einem größeren Abstand zum Auge liegen und die Linsen direkt auf dem Auge. Es gibt ungefähre Rechenregeln, nach denen man schätzen kann.

Zum Beispiel könnte man den Wert der Brillensehstärke um ein Viertel reduzieren: Habe man also 4,0 Dioptrien bei Brillengläsern, seien es nur 3,75 bei Kontaktlinsen. Bei geringen Sehstärken mag das auch in etwa stimmen. Doch bei hohen Stärken kann man sich schnell verschätzen. Für die erstmalige Verwendung von Kontaktlinsen sollte man unbedingt einen Optiker aufsuchen. Danach ist eine Bestellung im Internet ganz leicht.

Trotzdem sind regelmäßige Besuche beim Optiker wichtig, wenn man die Kontaktlinsen häufig trägt. Dort sollte man kontrollieren lassen, ob zum Beispiel Entzündungen, Hornhautbeschädigungen oder Gefäßneubildungen vorliegen.

Am gesündesten ist es, immer wieder eine Kontaktlinsenpause einzulegen und ein paar Stunden oder sogar Tage auf die Brille umzusteigen. Mittlerweile gibt es so viele tolle Modelle, dass man sich kaum entscheiden kann. Schaut selbst durch die Galerie!

Die Kontaktlinsen richtig einsetzen

Vor dem Einsetzen müssen die Hände gründlich gewaschen werden. Am besten mit parfümfreien, nicht rückfettenden, antibakteriellen Seifen und keinen herkömmlichen, weil letztere leichter durch Bakterien verunreinigt werden. Anschließend sollten sie mit einem flusenfreien Handtuch getrocknet werden.

Die Kontaktlinsen werden nun mit einem geeigneten Kontaktlinsen-Pflegemittel abgepült. Um die Linsen nicht zu verwechseln, sollte man beispielsweise immer mit der Kontaktlinse für das rechte Auge beginnen. Die Linse wird auf die Spitze des Zeigefingers gelegt. Mit der anderen Hand kann das obere Augenlid festgehalten werden, um ein Zwinkern zu vermeiden.

Alle Finger der Hand, auf dessen Zeigefinger schon die Linse liegt, ziehen nun das untere Augenlid nach unten. Der Blick geht zur Decke und die Linse kann sanft auf den unteren Bereich des Augapfels gelegt werden. Nun geht der Blick ruhig nach unten und die Augenlider können losgelassen werden. Schließt man die Augen kurz, richtet sich die Kontaktlinse von selbst auf dem Augapfel.

Linse

Unterschied zwischen harter und weicher Linse

Die harten Kontaktlinsen, eigentlich "formstabilen" Kontaktlinsen, bestehen aus verschiedenen hochwertigen Kunstoffen, bieten einen höheren Tragekomfort und auch eine deutlich verbesserte Sauerstoffversorgung des Auges. Sie sind zwar teurer, halten aber auch viel länger und sind bei Optikern die erste Wahl. Bis man sich an die harten Linsen gewöhnt hat, kann allerdings ein bisschen Zeit vergehen.

An die weichen Linsen gewöhnt sich das Auge im Normalfall fast sofort. Dafür korrigieren die wasserhaltigen Linsen nicht ganz so perfekt. Da sie sich durch ihre Form und Konsistenz quasi am Auge festsaugt, ist sie beim Sport optimal. Generell sind die weichen Linsen - es gibt sogar Einweglinsen, die nach einem Tag weggeschmissen werden - günstiger. Bei geringer Stärke sind die weichen Linsen super. Ab einem gewissen Grad muss man für eine optimale Sehqualität sogar auf harte Linsen umsteigen.