Work and Travel – Einmal um die Welt

Work and Travel – Einmal um die Welt

Die Schule oder Ausbildung gerade abgeschlossen, geht es meist gleich weiter mit dem Studium oder dem neuen Job. Nicht aber für die Abenteurerinnen unter uns. Schon immer war ein freiwilliges soziales Jahr oder eine Zeit als Au Pair im Ausland sehr beliebt.

frau in den bergen am see schnee
© Pixabay/ Olichel

Doch mittlerweile erfreut sich der zeitbegrenzte Auslandsaufenthalt, auch während des laufenden Studiums, immer größerer Beliebtheit. Noch einmal die große Freiheit genießen, bevor der Ernst des Lebens beginnt. Denn wenn wir es jetzt nicht machen, dann wohl nie mehr.

Wem es zu langweilig ist, ein Jahr am gleichen Ort zu verbringen und lieber mehr von der Welt sehen möchte, der entscheidet sich für Work and Travel. Mittlerweile gibt es rund um die Welt Netzwerke, die einem die perfekten Stellen vermitteln. Was es bei einer längeren Reise zu beachten gibt, wollen wir in diesem Artikel klären.

Fester Plan oder treiben lassen?

Work and Travel Angebote gibt es mittlerweile reichlich, ob im In- oder Ausland. Um die Freiheit vor dem so oft angedrohten Ernst des Lebens noch einmal richtig auszukosten, sollte es schon ein Auslandsangebot sein. Einmal weit weg von Heimat, Familie und bester Freundin, wenn die nicht sogar gleich mitkommt.

Interessiert man sich für ein bestimmtes Land ganz besonders, wird eher eine Reise-Route gewählt, die sich innerhalb des entsprechenden Landes befindet, um so viel von Land und Leuten kennenzulernen wie möglich. Da die Jobangebote immer zeitlich begrenzt sind, verweilt man meist nicht länger als 3 Monate am selben Ort. Wer sich nicht festlegen möchte, lässt die Route offen und plant spontan. Genauso geht es auch denjenigen, die mehrere Länder besuchen wollen. Die einen planen eine Reise-Route mit festgelegten Aufenthalten und die anderen schauen, wann es sie wohin verschlägt. Jeder muss für sich entscheiden, welche Variante zu einem passt. Die Sicherheitsliebenden stecken sich wohl eher feste Ziele, während die Fernwehfanatikerinnen vermutlich das Abenteuer suchen.

Die Reise-Kasse

Der Vorteil bei Work and Travel liegt klar auf der Hand: auf so eine Reise muss nicht lange gespart werden, denn die Reise trägt sich durch die Gelegenheits- oder Aushilfsjobs nämlich selbst. Für Länder außerhalb der EU gibt es beispielsweise das sogenannte Working Holiday Visum für bis zu 12 Monate, dass einem erlaubt zu arbeiten. Neben einem kleinen Taschengeld bieten solche Jobs auch oft Kost und Logis als Gegenleistung an.

Auch wenn man sein Reisebudget quasi laufend verdient, sollte man sich trotzdem zuvor ein Sicherheitspolster angespart haben. Denn je nach dem wohin es einen verschlägt, können für eine eventuell spontane Heimreise hohe Kosten entstehen. Es kann auch vorkommen, dass man einen Job annimmt, der einem dann doch nicht gefällt. Um während der Suche nach dem nächsten Job flüssig zu sein, ist ein Finanzpolster ratsam.

Bargeld sollte man nach Möglichkeit nur in geringer Höhe mit sich führen, damit man im Falle eines Raubes nicht zu viel verliert. Das gilt auch für Kreditkarten, die in vielen Ländern das Zahlungsmittel der Wahl sind. Am besten man nimmt eine Prepaid-Kreditkarte, auf die man regelmäßig ein geringes, aber ausreichendes Guthaben aufladen kann. Hat man alles ausgegeben, lädt man via Online-Banking neues Guthaben auf. Finanzdienstleister, die sich auf internationalen Geldtransfer spezialisiert haben, bieten ebenfalls gute Lösungen an. So kann man beispielsweise mit der App von Western Union Geld an ein Bankkonto, an eine mobile Geldbörse oder zur Bargeldabholung an eine Niederlassung senden. Gerade der Bargeldversand ist interessant, wenn man sich in Ländern mit eher schwacher Infrastruktur befindet. Dort ist nämlich meist nur die Bargeldzahlung möglich.

Den richtigen Job finden

Es gibt verschiedene Modelle von Work and Travel Jobs, aber ganz sicher ist für jeden was dabei. Es gibt die Faulenzer-Jobs, die einem Kost und Logis einbringen und es gibt die Vollzeit-Jobs, die neben dem Geldsegen auch unbezahlbare Erfahrungen bescheren.

Wer die Einsamkeit liebt und schon immer mal wissen wollte, wie es ist als Schäferin zu arbeiten, der findet in Schottland sicher das perfekte Angebot. Die schier unendlichen Weiten der schottischen High- und Lowlands bieten einen atemberaubenden Anblick und genügend Platz, um seine innere Mitte wieder zu finden.

Den Traum einer Obstpflücker- oder Plantagenhelfer-Karriere lebt man am besten in wärmeren Gefilden aus. Für solche Jobs sollte man kein Problem damit haben hart anzupacken, die ganze Zeit an der frischen Luft und vor allem in der Sonne zu sein. Wer sich gern mal die Hände schmutzig macht, um die zweite Hälfte des Tages in der Sonne zu liegen, der sucht nach Jobs beispielsweise in Portugal oder Argentinien.

Wem das alles zu ursprünglich ist und eher das Party-Leben sucht, der engagiert sich besser für eine Stelle als Kellnerin oder Bedienung in der Gastronomie in Innenstadt-Nähe. Die Light-Version wäre ein Aushilfsjob bei einem Bed & Breakfast am Stadtrand. Immer wieder werden auch Promotion- oder Messejobs angeboten, die gerade für extrovertierte Mädels interessant sein könnten.

Wie auch immer ihr euch entscheidet, nach dieser Reise werdet ihr nicht mehr die Gleichen sein. Ein Auslandsjahr, weit weg von Zuhause, inmitten einer fremden Kultur und fremder Sprache ist eine für das ganze Leben bereichernde Erfahrung. Diese Lebenserfahrung macht erwachsener und lässt einen zukünftige Aufgaben, wie einen neuen Job oder das Studium, reifer und bestimmt auch gelassener bewältigen.

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