
Klingt sehr harmonisch. Kaum zu glauben, dass Sie nie genervt waren ...
Maximilian Brückner: Ist aber so! Obwohl ... das einzig Anstrengende ist, dass man keinen Besitz hat: Wenn du dir einen Pulli kaufst, kannst du davon ausgehen, dass er für die nächsten Wochen erst einmal verschwunden ist ...
Wollen Sie selbst eigentlich auch so viele Kinder?
Maximilian Brückner: Am liebsten schon. Aber ich werde wohl heute keine Frau mehr finden, die das mitmachen würde ... (lacht)
Stimmt, solche Wünsche sind im Single-Deutschland äußerst selten geworden. Für viele ist Familie nur noch mit Pflichtbesuchen zu Weihnachten und Ostern verbunden ...
Nadja Uhl: ... und das liegt vielleicht auch daran, dass alle viel zu hohe und vielleicht auch ganz
andere Erwartungen voneinander haben. Familie hat so viel mit Rücksichtnahme auf andere zu tun. Bei uns ist auch nicht immer alles purer Sonnenschein. Aber wir sind bereit, uns mit den Problemen der anderen auseinanderzusetzen.
Wie stellen Sie sich Ihre Zukunft vor?
Nadja Uhl: Meine Familie ist und bleibt das Wichtigste für mich. Außerdem wäre ich sehr glücklich, meinen Beruf genau so weiter ausüben zu können, wie es momentan der Fall ist, und dabei noch mehr zu lernen. Meine restliche Zeit verbringe ich auf Baustellen, um denkmalgeschützte Ruinen zu neuem Leben zu erwecken. Ich habe eine Vision von einem Ort, an dem wir mit den liebsten Menschen zusammen wohnen können und an dem sich trotzdem jeder aus dem Weg gehen kann. Ich glaube, dass jede Nähe auch viel Freiraum braucht. Aber im Moment arbeiten und renovieren wir noch. Und dann muss man erst mal sehen, ob wir noch Freunde haben, wenn wir fertig sind. (lacht)
Maximilian Brückner: Wow – das erinnert mich an die Zeit, als meine Eltern ihren Bauernhof gekauft und renoviert haben. Jeder von uns musste mit anfassen. Danach konnte ich alles: Fliesen verlegen, mauern und tapezieren. Aber das gibt ein gutes Gefühl: Du schaffst dir etwas ganz Eigenes, und das bindet dich auf besondere Weise an einen Ort. Ich finde es toll, dass ihr mit allen wohnen wollt. Der Trend, dass alles immer teurer wird, hat – finde ich – einen entscheidenden Vorteil: Man kann es sich so nämlich fast nicht mehr leisten, die Oma ins Altersheim zu geben ...
Was löst bei Ihnen ein Gefühl von Heimat aus? Verbinden Sie damit eher einen Ort oder Menschen?
Maximilian Brückner: Beides! Ich könnte mir durchaus vorstellen, mal für eine Zeit in einem anderen Land zu leben. Aber meine Heimat ist in Bayern! Da sind die Menschen, für die ich immer der Maxi Brückner bleiben werde. Ich könnte einen Oscar gewinnen – und niemand würde anders mit mir umgehen. Das finde ich cool!
Nadja Uhl: Beides ist auch nicht untrennbar miteinander verbunden. Ich bekomme zwar einerseits schneller Heimweh, wenn mein Freund und meine Tochter nicht bei mir sind. Aber andererseits freuen wir uns auch immer auf zu Hause, wenn wir drei zusammen unterwegs waren.
Hier gibt´s eine Auswahl an guten Filmen:





