Interview mit Theophilus London - Benetton A/W 2013

Berühmte Testimonials

Testimonials: Berühmte Aushängeschilder

Ob Schauspieler, Sänger oder anderweitiger Promi: Zu einem zusätzlichen Verdienst in Form von Werbe-Deals sagen die wenigsten Nein. Für euch haben wir eine Auswahl an berühmten Testimonials zusammengestellt. V ...
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Jolie.de: Wann hast Du Deine Liebe zur Mode entdeckt?

TL: Ich habe meine Liebe zur Mode entdecket ? - ich glaube es begann damals als ich noch zur Grundschule ging. Ich lebte damals in Brooklyn. Mein Vater schickte mich jeden Tag in einer Schuluniform zur Schule. Das war ziemlich langweilig. Ich wusste, ich muss eine Weile in der Schule bleiben. Deshalb war ich ein cooles Kind in der Schule und die Lehrer mochten mich. Und jeden Tag, wenn mein Vater mich in meine Uniform steckte ging ich danach in den Keller unseres Hauses, wo ich die frischen Klamotten aus meinem Rucksack holte und anzog. In meinem Rucksack waren keine Bücher, nur ein paar coole Klamotten. Und so ging ich dann in die Schule. Dann kam es zu dem Punkt, an dem die anderen Kinder ihre Uniform nicht mehr tragen wollten, weil ich sie nicht mehr trug. Damit startete ich den Trend coole Klamotten zu tragen und diese mit der Uniform zu kombinieren. Ich trug zum Beispiel meine Uniformhose, kombinierte es aber mit einem anderen Shirt und einer anderen Jacke, so dass es immer noch ein bisschen Uniform war. Bis zu dem Tag, als mein Vater und ich gleichzeitig das Haus verließen. Ich ging wieder in den Keller, um mich umzuziehen und kam wieder hoch. Doch mein Vater war nicht gegangen, er hing noch ein wenig vor dem Haus herum. Und ich hoffte noch, er würde sich nicht umdrehen, doch er drehte sich um und hat mir eine gewischt. Aber ich wollte immer besonders sein und meine eigenen Mode-Regeln aufstellen, nie kommerziell ich wollte immer was finden, das Bedeutung und Wahrheit für mich hat. So ging das los. Meine Mutter und mein Vater waren ziemlich stylisch. Wenn ich mit ihnen in die Kirche gegangen bin, dann trug ich immer coole Anzüge. Das habe ich damals noch nicht so zu schätzen gewusst, aber dann wurde es für mich normal immer gut angezogen zu sein.Jolie.de: Welcher Look gefällt Dir an Frauen am besten?

TL: Mein liebster Look an Frauen ist relaxt und bequem. Sexiness ist der wichtigste Schlüsselfaktor. Sexiness bedeutet nicht, dass man viel Haut zeigen muss ? obwohl ich Haut mag. Sexiness ist eine Stimmung. Manchmal sind Absätze zu viel. Tragt lieber bequeme Schuhe, die vielleicht schon ein bisschen ausgelatscht sind. Sonst kommt es natürlich auch auf die Situation an, aber ich mag meine Frauen schlicht gekleidet, zum Bespiel in Céline oder Alaïa, auch auf gute Stoffe kommt es an. Es kommt auf auf die Stimmung an. Jolie.de: Was wäre ein modisches No-Go an einer Frau?

TL: Darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht. Vielleicht Willkür. Ich mag Willkür nicht, aber ich glaube niemand mag Willkür. Bauchnabel zeigen wäre zum Beispiel ein No-Go, natürlich nur wenn du keinen schönen, dünnen Körper hast. Das habe ich jetzt schon öfter an Frauen gesehen. Bei manchen finde ich es cool, aber die die einen etwas ausladendenden Po haben, bei denen sieht das nicht so gut aus. Ich mag Persönlichkeit und Style. Es ist viel sagend, wenn ich dich aus einer Gruppe von 30 Frauen herauspicken könnte und du musst dabei nicht die größten besten Marken tragen.Jolie.de: Was sind deine Lieblingsteile für den kommenden Winter?

TL: Ich glaube Accessoires werden für den kommenden Winter sehr wichtig sein. Ich bin immer etwas durcheinander, wenn es um Winter- oder Sommermode geht, weil ich nie weiß was ich anziehen soll. Ich mag den Lagenlook. Gerne auch mal einen Hoodie mit einem Blazer kombiniert und bei Frauen mag ich Accessoires. Wenn sie die neuen Chanel-Schuhe mit den Ketten auf der Kappe tragen. Und Punk. Ich mochte Punk schon immer, aber er ist jetzt noch mal verstärkt zurückgekommen. Was ich toll finde, denn das war der Grundbaustein für mein Modeverständnis. Do-it-yourself - etwas aus Nichts schaffen. Keep it Punk. Ich mag die Punk-Dinge, die gerade passieren.

Jolie.de: Hast du schon ein paar Stücke aus der neuen Benetton-Kollektion gesehen?

TL: Ja hab ich. Ich mag die Kollektion, auch diese verdrehten und interessanten Stücke. Das ist normalerweise das, was ich trage. Ich mag, dass es gerade so viel Schwarzes gibt. Ich sehe einfach gerne gut und gepflegt aus. Einfach cool. Nicht zu viel. Ich möchte nichts rüberbringen, was ich nicht bin. Ich bin manchmal einfach ein cooler, ruhiger Typ.Jolie.de: Würdest Du gerne öfter modeln?

TL: Für mich ist das alles eins. Wenn ich auf der Bühne bin, dann fühle ich mich als würde ich modeln und schauspielen. Selbst wenn ich eines meiner Albumcover shoote oder ein Video drehe oder dabei Regie führe, das ist irgendwie alles das gleiche. Alles die gleiche Kunst. Ich möchte kein Männermodel sein. Sobald es mit der Kultur von Mode, Musik und Lifestyle zu tun hat ist es gut. Ich model, wenn ich auf ein Taxi warte und das gleiche mache ich bei einem Fotoshoot, da ist kein Unterschied. Ich weiß gar nicht, wie ich das abstellen kann.

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