Chef One bei "Die Höhle der Löwen": Der Deal ist geplatzt

- Bei "Die Höhle der Löwen 2017" begeisterten die Gründer der App "Chef One" gleich zwei Investoren: Frank Thelen und Judith Williams waren begeistert von dem Konzept, das Hobbyköche zu Gastgebern macht. Sie boten den Gründern sogar einen höheren Betrag als gefordert, doch nach der Show ist der Deal geplatzt.

Die Chef-One-Gründer Philipp Benseler (l.) und Erdal Alim bei ihrem Auftritt in "Die Höhle der Löwen".

Die Chef-One-Gründer Philipp Benseler (l.) und Erdal Alim bei ihrem Auftritt in "Die Höhle der Löwen".

Warum ist der Deal mit "Chef One" geplatzt"?

Die Idee ist wirklich genial. Die Gründer Erdal Alim und Philipp Benseler der App "Chef One" haben ein Social-Dining-Konzept entwickelt, das via App fremde Menschen aus einer Stadt an einem Esstisch zusammenbringt. Hobbyköche werden zu Gastgebern: Sie bieten am heimischen Tisch gegen ein Entgelt selbstgekochtes Essen, dazu kommt die soziale Komponente - wer neu in einer Stadt ist, kann so beispielsweise nette Menschen beim Essen kennenlernen. Alles, was es dazu braucht ist die App "Chef One", die als organisatorischer Mittler zwischen den Gastgebern und Gästen steht - und dementsprechend einen prozentualen Anteil am Umsatz kassiert. Der Gastgeber legt die Preise und die Anzahl der Gäste fest. Von jeder Buchung gehen 15 Prozent des Preises an Chef One.

Deshalb machten die Investoren einen Rückzieher

Die Idee kam an - besonders Frank Thelen und Judith Williams waren interessiert. Statt den geforderten 100.000 Euro für 15% der Firmenanteile boten sie den Gründern sogar 150.000 Euro, allerdings für 25% der Anteile. Die Jungunternehmer überlegten da nicht lange - und willigten den Deal ein. Doch schon kurz nach den Dreharbeiten machten die Investoren Judith und Frank einen Rückzieher. Es habe nach der Aufzeichnung zwar gute Gespräche gegeben, doch "in Bezug auf den konkreten Deal sind wir nicht zusammengekommen, weil es teilweise dann doch bei den drei Parteien leicht unterschiedliche Ansichten darüber gab, wie Chef One strategisch weiterentwickelt werden kann", verriet Mitgründer Philipp Benseler gegenüber des Onlinemagazins t3n.de. "Daher haben wir uns dann letztlich gemeinsam entschieden, den Deal nicht zu machen."

Doch auch ohne die finazielle Unterstützung wird das Konzept von "Chef One" sicher ein Erfolg. Durch den TV-Auftritt wurde das "AirBnB" für Dinner, wie es die Gründer gerne nennen, einer breiteren Masse bekannt. Mittlerweile ist die Plattform von 5000 auf 35.000 registrierte Nutzer gestiegen.Ein bombastischer Anstieg innerhalb kürzester Zeit - und das ohne Investment!