Verhütungspflaster

Verhütungspflaster

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Verhütungsmethoden

Verhütungsring

Verhütungsmethoden gibt es viele. Am beliebtesten sind bei den Deutschen immer noch die Pille (Platz 1) und das Kondom (Platz 2). Doch auch zur Pille gibt es hormonelle Verhütungsalternativen, zum Beispiel das Verhütungspflaster oder ...
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So wirkt die Verhütungsmethode: Auch das Verhütungspflaster ist ein hormonelles Verhütungsmittel. Es gibt eine Kombi der Hormone Östrogen und Gestagen ab, die den Eisprung und die Reifung der Eizelle unterdrücken und zusätzlich verhindern, dass sich eine befruchtete Eizelle in der Gebärmutter einnisten kann.

Seit Oktober 2015 ist eine neue Version des Pflasters auf dem Markt! Es ist wesentlich kleiner als der Vorgänger, niedrig dosiert und genauso wirksam wie die Pille! 

Das auf der Haut anzubringende Pflaster ist mittlerweile transparent und hat einen Durchmesser von 3,7 Zentimetern. Es kann im Bereich der Armaußenseiten, auf dem unteren Rücken und Gesäß sowie dem Bauch angebracht werden und ist so genauso diskret wie eine Pille. 

Die Wirkstoffe Ethinylestradiol (0,55 mg) und Gestoden (2,1 mg) werden durch das Pflaster über die Haut in das darunter liegende Gewebe und die Blutgefäße abgegeben, sodass sie ihre verhütende Wirkung entfalten können. Die Patches, die täglich gewechselt werden (drei Wochen am Stück, dann wird eine Woche pausiert - wie bei der Pille) sind genauso sicher wie die Pille. Löst sich ein Pflaster, muss ein neues aufgeklebt werden, sonst wird die Verhütung unterbrochen.

Für Frauen, die mehr als 90 Kilogramm wiegen, ist das Verhütungspflaster nicht geeignet, auch wer schon mal eine Thrombose hatte oder eine erhöhte Gefahr dafür hat, sollte auf das Verhütungspflaster genauso verzichten, wie auf die Pille.

Vorteile: Verhütungspflaster sind einfach anzuwenden. Die Hormone werden über eure Haut aufgenommen, nicht über den Magen-Darm-Trakt wie bei der Pille. Deshalb seid ihr auch bei Erbrechen oder Durchfall geschützt. Seit die Verhütungspflaster nicht mehr hautfarben (wie auf dem Foto), sondern transparent sind, ist die Verhütungsmethode so gut wie unsichtbar.

Nachteile:  Das Verhütungspflaster kann Reizungen und Rötungen der Haut verursachen. Wie alle anderen hormonellen Verhütungsmittel schützt auch das Verhütungspflaster nicht vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten und es kann Nebenwirkungen haben: zum Beispiel Brustspannen, Migräne und Übelkeit.

Kosten: Dreimonatspackung mit neun Pflastern kosten um die 50 Euro

Pearl-Index: 0,2-0,9

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