Chirurgische Verhütungsmethoden: Sterilisation

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Verhütungsmethoden
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So wirkt die Verhütungsmethode: Eine Sterilisation ist ein operativer Eingriff, der in der Regel nicht mehr oder nur schwer rückgängig zu machen ist. Männer und Frauen können sich sterilisieren lassen. Bei Männern ist der Eingriff aber um einiges unkomplizierter.

Bei der Sterilisation des Mannes (Vasektomie) durchtrennt der Chirurg die Samenleiter, danach können keine Samenzellen mehr in den Samenerguss gelangen. Der Eingriff erfolgt ambulant unter örtlicher Betäubung, Komplikationen gibt es selten. Die modernste Methode ist die "No-scalpel Vasectomy", die Vasketomie ohne Skalpell. Einige Monate solltet ihr trotzdem noch verhüten, denn in den Samenleitern können sich noch "alte", befruchtungsfähige Samenzellen tummeln. Ob dem so ist, kann ein Arzt feststellen.

Bei der Sterilisation der Frau gibt es verschiedene Operationsmethoden. Am schonendsten ist die Laparoskopie, da sie nur kleine Schnitte und keinen großen Bauchschnitt erfordert. Die Eileiter werden dann durchtrennt, verschmolzen oder verschlossen. Der Eingriff findet stationär unter Vollnarkose statt. Wie bei jeder OP kann es zu Komplikationen kommen.

Vorteile: Verhütung - zumindest zur Verhinderung einer Schwangerschaft - ist ein Leben lang kein Thema mehr.

Nachteile: Eine Sterilisation lässt sich in der Regel nicht rückgängig machen, solltet ihr euch später doch einmal leibliche Kinder wünschen, ist das auf natürlichem Weg nicht möglich. Deshalb solltet ihr euch den Eingriff gut überdenken und euch für eure Entscheidung ausreichend Zeit lassen. Außerdem schützt die Operation natürlich nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie beispielsweise HIV.

Kosten: ca. 500 Euro bei der Vasektomie, 800-1500 Euro bei der Sterilisation der Frau

Pearl-Index: 0,1 (Vasektomie), 0,2-0,3 (Sterilisation der Frau)

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