Sexuelle Unlust nach der Geburt – auch beim Mann!

- Sexuelle Unlust nach der Geburt? Dabei denken die meisten direkt an die frischgebackene Mama. Aber es ist nicht nur ein Problem von Frauen. Laut einer Studie haben auch Männer in der Zeit nach der Geburt weniger Lust auf Sex. Aber woran liegt das und wie können Eltern die Unlust bekämpfen?

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Männer wollen immer und überall Sex? Stimmt nicht!

Die erste Zeit nach einer Geburt ist sowieso Ausnahmezustand angesagt: Die frischgebackene Mutter muss sich von den Strapazen der Geburt erholen und ist meist erst einmal nonstop mit dem Neugeborenen beschäftigt. Oftmals hat sie in dieser Zeit auch nur wenig Lust auf Sex. Absolut verständlich, denn während Schwangerschaft und Geburt verändert sich der Körper einer Frau maßgeblich. Danach muss sie zuerst wieder ein neues Körpergefühl entwickeln.

Sexuelle Unlust auch beim Papa

Aber: Sex nach der Geburt ist nicht nur ein großes Thema bei Frauen. Auch bei Vätern ist es nicht selten, dass nach der Geburt erst einmal sexuelle Unlust herrscht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die an der University of Michigan durchgeführt wurde. In der Regel dauert dieser Zustand bei Männern nicht allzu lange an wie bei der frischgebackenen Mama. Die muss sich erst wieder mit ihrem Körper arrangieren und sich wieder anziehend fühlen. Aber was ist der Grund für die Unlust beim Papa?

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Was führt zur Unlust?

  • Meist färbt das Unwohlsein der Partnerin ab. Heißt: Fühlt sie sich nach der Geburt nicht schön und begehrenswert, zieht sie meist ihren Partner mit runter. Oft werden Männer nur dann sexuell erregt, wenn sie merken, dass es ihrer Partnerin auch so geht. 
  • Durch die Geburt wird der weibliche Körper oft sehr in Mitleidenschaft gezogen. Manchmal haben Männer in den ersten Wochen nach der Geburt tatsächlich auch Berührungsängste. Schließlich wollen sie ihre Partnerin nicht verletzen oder ihr weh tun. Eine solche Verunsicherung wirkt sich natürlich auch aufs Sexleben aus.
  • Dabei ergibt sich für den frischgebackenen Papa mit der Geburt des Babys – wie auch für die Mama – eine völlig neue Situation: zwischen Elterndasein und dem Leben als Paar. Der Mann muss sich in seiner neuen Rolle vollkommen neu zurechtfinden. Dass er da nicht an Sex denkt, ist ja nicht verwerflich.
  • Neun Monate lang war es in ihrem Bauch, da ist ja klar, dass die Verbindung zwischen Mama und Kind noch mal ganz besonders ist. Da ist es nicht selten, dass sich der Papa von der Partnerin vernachlässigt fühlt. Besonders, wenn sie nach dem Mutterschutz noch in die Elternzeit geht und Papa wieder arbeiten geht. Auch das kann dann zu sexueller Unlust führen.
  • Ein Baby bedeutet für die Eltern oftmals Stress. Dazu kommen Zeitmangel und Müdigkeit. Diese Kombi ist nicht nur für die Mutter ein Kampf. Auch Väter merken es ja, dass die Tagesabläufe durcheinander geraten zuerst einmal Chaos herrscht. Oft müssen sich die frischgebackenen Eltern erst arrangieren, bevor sie wieder an Sex und Zweisamkeit denken können.

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Wie kann Mann gegen die Unlust angehen?

Wie bei fast jedem solcher Probleme gibt es auch hier kein Patentrezept, wie man gegen die Unlust vorgehen kann. Auch kann man nicht sagen, wie lange es dauern kann, bis sich das sexuelle Verlangen wieder einstellt. Aber zwei Dinge sollte man auf keinen Fall tun:

1. Die Sache mit sich selbst ausmachen! Miteinander sprechen hilft – wie bei Vielem – auch in dieser Situation. Unsicherheiten und Ängste auf beiden Seiten können so verringert oder sogar ausgeräumt werden.

2. Sich unter Druck setzen. Das hilft bei Männern ja nur selten. Vor allem, wenn es ums Sexleben geht. Das sollte von selbst kommen. Wegen der temporären Unlust sollte man sich auch nicht verrückt machen. Erst einmal die Zeit mit dem Baby genießen, der Rest kommt ganz von selbst.

Aktiv kann man sein Sexleben wieder anheizen, wenn ihr feste Zeiten für euch als Paar ausmacht. Klingt unromantisch, ist aber im sowieso schon stressigen Alltag mit Baby echt sinnvoll. Auch Zärtlichkeiten, die nicht nur auf Sex hinauslaufen, können schon dazu führen, den körperlichen Kontakt wieder herzustellen. Und früher oder später auch wieder die Lust anzuregen!