PMS - Migräne alle Monat wieder!?

- Man kann schon fast die Uhr danach stellen: Kurz vor der Regel meldet sich das PMS mit Migräne oder einfach fiesen Kopfschmerzen. Aber warum eigentlich? Und was tut ihr am besten dagegen?

Migräne kann auf Dauer nervig werden

Migräne kann nervig werden, wenn man Sprüche wie "Bist du schwanger!" oder "Du musst dich mal richtig durchchecken lassen!" zu hören bekommt.

PMS-Migräne oder einfach nur Kopfweh?

Wenn ihr ohnehin öfter Kopfweh oder Migräne habt, könnt ihr recht einfach herausfinden, ob das PMS an den Kopfschmerzen Schuld ist. Ein Migränetagebuch zeigt dann schon nach wenigen Monaten ein deutliches Muster. Immer vor der Regel häufen sich die Einträge und die notierte Intensität.

Das Migränetagebuch könnt ihr aber nicht nur nehmen, um zu schauen, ob das PMS an der Migräne Schuld ist. Auch für andere Kopfschmerzen eignet sich ein solches Tagebuch hervorragend, um Muster zu erkennen.

PMS als Ursache für Kopfschmerzen

Im Verlauf eures Zyklus‘ schwankt der Hormonspiegel und kurz vor der Menstruation tut er das besonders stark. Jetzt fällt vor allem das Hormon Östrogen deutlich ab. Dadurch habt Ihr beim PMS Migräne oder auch dann öfter Kopfschmerzen, selbst wenn ihr sonst nicht der Typ seid, der zu Kopfweh neigt. Eine Studie, die sich mit genau diesem Thema befasste, konnte das auch bestätigen.[1] Fiel der Östrogenspiegel der Probandinnen ab, häuften sich beim PMS die Kopfschmerzen und Migräneattacken.

Warum das so ist, ist noch nicht eindeutig geklärt. Einige Studien vermuten, dass das Östrogen auch die Verarbeitung von Schmerzreizen der Migräne in den entsprechenden Zentren des Gehirns beeinflusst.

Hinzu kommt, dass das PMS nicht nur Kopfschmerzen macht, sondern häufig auch die Psyche beeinflusst. Ihr seid dann generell sensibler und daher auch empfänglicher für Stress – bei dem einige Menschen mit Kopfschmerzen reagieren.

Neben dem Östrogenspiegel gibt es noch weitere Verdächtige:

  • Rauchen
  • einige Pillen und andere hormonelle Verhütungsmittel
  • einseitige Ernährung
  • Bewegungsmangel
  • Schilddrüsenunterfunktion

Diese Faktoren können ebenfalls bei der Entstehung eine Rolle spielen. Welche, ist zum Teil noch ungeklärt.

Frau mit PMS

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Was kann ich gegen PMS-Kopfschmerzen tun?

Da sich die Ursache kaum beheben lässt, könnt ihr bei PMS nur die Kopfschmerzen – also das Symptom – behandeln. So verschafft ihr euch Linderung, bis der Hormonspiegel wieder im Lot ist.

Schulmedizin bei PMS und Migräne

Die PMS-Kopfschmerzen werden genau wie andere Kopfschmerzen auch vornehmlich mit Schmerztabletten behandelt. Zu den am meisten genutzten Wirkstoffen zählen:

  • Acetylsalicylsäure (ASS)
  • Paracetamol
  • Ibuprofen

Verursacht das PMS bei euch Migräne, ist die Bandbreite der Wirkstoffe schon etwas weiter gefasst. Greifen die eben genannten Wirkstoffe nicht, kommen beispielsweise Metamizol oder Naproxen zum Einsatz. Außerdem gibt es inzwischen Kombipräparate aus Paracetamol und ASS, die noch Coffein als Wirkverstärker enthalten. Bei sehr schweren Attacken greifen Ärzte dann auch zu Triptanen und anderen verschreibungspflichtigen Wirkstoffen.

Wenn ihr sehr oft und sehr schwere Migräneattacken in dieser Zeit habt, solltet ihr euch außerdem zu einer Migräneprophylaxe von eurem Arzt beraten lassen.

Wenn ihr ohnehin die Pille nehmt, könnt ihr euren Gynäkologen außerdem nach einem Präparat fragen, dass ihr eine Weile durchnehmt, sodass ihr gar keine Menstruation mehr bekommt.

Alternativmedizin bei PMS und Migräne

Wenn ihr es sanfter versuchen wollt, hat die Apotheke der Natur ebenfalls einiges gegen PMS-Kopfschmerzen zu bieten. So hat sich Mönchspfeffer als regulierendes Kraut bewährt. Auch der Frauenmantel hat tatsächlich seinen Namen davon, dass er bei Frauenbeschwerden hilft. Außerdem eingesetzt werden gern das Johanniskraut und die Melisse.

Eine dufte Kombi sind Pfefferminzöl und Akkupressur gegen Kopfschmerzen. Dafür tragt ihr einfach einen Tropfen Öl jeweils auf die Schläfe auf und massiert diese mit leichtem Druck.

Außerdem könnt Ihr gegen das Kopfweh tatsächlich anessen. Vor allem Vitamin-B-reiche, calcium- und magnesiumreiche Lebensmittel wie Bananen, grünes Blattgemüse, Eier, Nüsse und Kerne bringen die wichtigen Vitamine und Mineralien mit – und damit auch eine gute Waffe gegen die PMS-Kopfschmerzen. 

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Kann ich PMS-Kopfschmerzen vorbeugen?

Aber wäre es nicht schöner, wenn ihr gar nicht erst eine so fiese PMS-Migräne kriegen würdet? Ganz vermeiden könnt ihr die Kopfschmerzenwahrscheinlich nicht. Aber lindern könnt ihr sie vielleicht mit einem dieser Tipps:

  • regelmäßige Bewegung – sie braut Stress ab und der Körper schüttet Glückshormone aus, die Schmerzen dämpfen
  • Convinience Food und Zucker meiden – so können sie die hormonelle Dysbalance nicht verschlimmern
  • ausreichend trinken – genug Flüssigkeit mach Kopfschmerzen unwahrscheinlicher
  • Entspannungsübungen – sie helfen, PMS-Kopfschmerzen und Stress zu lindern.

Probiert einfach aus, welcher dieser Tipps für Euch am besten bei PMS-Kopfschmerzen hilft.

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