Orgasmus bei Frauen – Infos rund um den Gipfel der Lust

Frauen und Orgasmus – was passiert, wenn Sie kommt?

Was bedeutet Orgasmus und was genau passiert im Körper der Frau? Tipps um Orgasmus Probleme zu vermeiden. Wir haben einige spannende Infos und Fakten für dich!

frau liegt nackt im bett
© Pixabay

Es beginnt mit einer leichten, körperlichen Erregung, gefolgt von anhaltender starker Erregung, bei der die Lust dann ihren Höhepunkt erreicht und im Orgasmus mündet. Anschließend wird unserem Körper eine wohlige Entspannung beschert. So unterschiedlich Frauen sind – so unterschiedlich empfinden sie auch das schönste Gefühl der Welt – als sanftes Zittern oder starkes Beben. Aber was genau passiert, wenn SIE kommt?

Was bedeutet eigentlich Orgasmus?

Der Begriff ist abgeleitet vom griechischen Wort „orgon“ und bedeutet „etwas heftig verlangen“. Beim Orgasmus, dem Höhepunkt des sexuellen Erlebens, lösen sich Spannung und Erregung abrupt in Wohlbehagen und Entspannung auf. Ein sehr intensives Gefühl, das von Mal zu Mal und von Frau zu Frau variieren kann.

Erlebt der Mann einen Orgasmus, so kommt es meist zu einem Samenerguss (Ejakulation), bevor sich der Genitalbereich wieder entspannt. Aber auch bei Frauen gibt es oftmals einen lustvollen Flüssigkeitserguss, wenn sich die sexuelle Spannung entlädt – auch weibliche Ejakulation genannt.

Was passiert im Körper und Gehirn bei einem Orgasmus?

Wenn die Frau erregt ist oder stimuliert wird, so wird ihre Vagina feucht, die Durchblutung in den Schamlippen steigt und die Klitoris schwillt an. Auch die Körpertemperatur steigt an, ebenso wie Puls und Atmung. Geht es mit der sexuellen Erregung weiter, erreicht der weibliche Körper die Plateauphase. Hierbei schwellen die Schamlippen noch weiter an und der Scheideneingang verengt sich leicht. Das erhöht das Lustempfinden, da der Penis so fester umschlossen werden kann. Während dieser Phase zieht sich die Klitoris wieder leicht zurück. Im Besten Fall folgt auf diese Phase dann der Höhepunkt, nämlich der Orgasmus. Hierbei ziehen sich die Muskeln von Vagina, Gebärmutter und Anus mehrfach rhythmisch zusammen – je nach Stärke zwischen 3 und 12 Mal.

Der weibliche Höhepunkt kann bis zu 1 Minute dauern und schickt in dieser Zeit „erregte Wellen“ durch den Körper. Im Anschluss entspannt sich die Muskulatur wieder.

Im Gegensatz zu Männern sind Frauen in der Lage nach der Refraktärperiode, die durchaus kurz sein kann, erneut einen Orgasmus zu erleben. Die ist auch bekannt als „multiple Orgasmen“.

Im Gehirn nimmt während der Erregung die Konzentration von anregenden Botenstoffen (z.B. von Phenetylamin und Dopamin) zu. Diese sind zuständig für die Signalübertragung zwischen den Nerven. Kommt es zum Höhepunkt, so ändert sich die Hirnchemie abrupt und die anregenden Botenstoffe machen Platz für beruhigende Botenstoffe. Serotonin, Vasproessin und das „Kuschelhormon“ Oxytocin durchfluten jetzt das Gehirn und stellen auf Glück und Beruhigung um. Wir Frauen fühlen uns dem Partner dann besonders nah und suchen seine Nähe.

Der weibliche Orgasmus – klitoral oder vaginal?

Beim Orgasmus der Frau unterscheidet man zwischen klitoralem oder vaginalem Orgasmus. Ein klitoraler Orgasmus wird erreicht, wenn die Klitoris bis zum Höhepunkt stimuliert wird. Den vaginalen Orgasmus erlebt man – oder besser gesagt Frau, wenn die Vagina (Scheide) stimuliert wird.

Richtig oder falsch gibt es hier nicht. Es gibt viele Wege für die Frau, um zum Orgasmus zu kommen. Klar trennen nach klitoral und vaginal lässt es sich meist nicht. Klitoris und Scheide liegen sehr nah beieinander und die Klitoris wird immer mit stimuliert. Diese beschränkt sich nämlich nicht nur auf ihren Kopf, sondern besteht zusätzlich aus dem Schwellkörper und den Schenkeln, die die Scheide umfließen. Dringt also ein Penis, Dildo oder ein anderes Love Toy in die Scheide ein, bleibt das Mitstimulieren nicht aus. Je nachdem, welche erregbaren Bereiche mehr stimuliert werden, fühlt es sich für die Frau dann unterschiedlich an.

Wie KOMMT Frau am besten?

Grundsätzlich wird ein Orgasmus durch die Stimulation erogener Zonen ausgelöst – sowohl bei Frauen als auch bei Männern. Hier gibt es eine große Bandbreite an Stimulationen, wie Streicheln, Küssen, Saugen oder oraler Befriedigung bis hin zu Petting und Penetration. Hier sind deinen Vorlieben keine Grenzen gesetzt. Mach was dir gefällt und dich zum Höhepunkt bringt.

Wichtig ist, sich selbst mit seinen erogenen Zonen vertraut zu machen und zu wissen, was einem gefällt und zum Orgasmus bringt. Denn: Hand aufs Herz: wenn du selbst nicht weißt, was dich erregt und stimuliert – wie soll es dann dein Partner wissen?

Dein Körper steckt voller Lustpunkte, deren Stimulation die sexuelle Erregung bis zum Höhepunkt steigern kann. Jede Frau ist anders und empfindet auch anders. Finde einfach heraus, was dir gefällt und was dich sexuell erregt. Leidenschaft ganz nach deinem Geschmack.

Und wenn „Mann“ mal nicht verfügbar ist, so sind Sextoys wie der Womanizer ein beliebtes Hilfsmittel, sich selbst zu einem lustvollen Höhepunkt zu verhelfen. Für viele Frauen ist die Selbstbefriedigung gerade deshalb so erregend, weil keiner stört und keine Erwartungen gestellt werden. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt und Frau darf tun und lassen, was und wie sie es will. Masturbation ist mittlerweile auch zu einem salonfähigen Thema geworden, über das immer häufiger offen gesprochen wird.

Probleme beim Orgasmus?

Nicht immer fällt es Frauen leicht, beim Geschlechtsverkehr zum Höhepunkt zu kommen. Wenn der Orgasmus ausbleibt oder dein Sexleben nicht vollkommen erfüllt ist, können unterschiedliche Faktoren dafür der Grund sein:

  1. Vermeide zu viel Stress und Kopfkino
    Hast du den Kopf voll mit Dingen und Aufgaben, die noch erledigt werden müssen? Oder machst dir Gedanken über das letzte Meeting in der Chefetage? Bist du einfach zu „weit weg“, kannst nicht entspannen und keine Erregung aufbauen? Dass bei so vielen negativen Gedanken am Ende ein Orgasmus folgt, ist höchst unwahrscheinlich. Versuche abzuschalten, die Gedanken ruhen zu lassen, dich zu entspannen und lass dich verwöhnen von der schönsten Sache der Welt.

  2. Liebe deinen eigenen Körper
    Wer ist schon perfekt? Hat nicht jede Frau irgendetwas an sich auszusetzen? Der Busen zu klein, der Bauch zu dick, die Beine zu kurz… jetzt ist aber nicht die Zeit für eine Kritikstunde! Im Bett ist für negative Gedanken kein Platz – schmeiß sie raus und fokussiere dich auf deine einzigartigen Eigenschaften, die du so sehr an dir magst, wie z.B. deine sinnlichen Lippen oder deine schönen Finger. Und schon bist du auf dem richtigen Weg, dessen Ziel der Orgasmus ist.

  3. Lasse kein schlechtes Gewissen zu
    Sex ist nun mal nicht immer brav und sauber, sondern kann auch mal laut, wild und schmutzig sein. Aber das ist doch kein Grund zum Schämen. Denk immer dran: Gute Mädchen kommen in den Himmel und böse überall hin….

  4. Vermeide zu viel Alkohol

Wenn du dir mal ein Gläschen Wein oder einen Sekt genehmigst, um in Stimmung zu kommen, ist das kein Problem. Aber pass auf, dass die Lust nicht „ertrinkt“ und sich stattdessen die Müdigkeit breitmacht, wenn du zu tief ins Glas schaust.

  1. Fühl dich wohl und bleib gesund
    Häufig ist auch deine Gesundheit ein Grund, wenn das Feuerwerk der Gefühle beim Sex ausbleibt. Lustkiller sind hier z.B. Diabetes oder Stoffwechselerkrankungen sowie die Einnahme von Medikamenten, wie die Pille, Bluthochdruckmittel oder Antidepressiva. Sprich bei Unsicherheit einfach deinen Arzt an, damit ihr gemeinsam eine Lösung finden könnt.

Orgasmus ohne Sex – ist das möglich?

Ja auch das ist möglich. Klingt komisch – ist aber so.

Der Spiegel berichtet über eine Studie der University of Indiana aus dem Jahr 2011, bei der 124 Frauen beim Sport erotische Gefühle im Unterleib verspürten. Wenn auch nicht gerade bei Liegestütz, aber durch unterschiedliche Sportbewegungen werden relevante Muskeln angespannt und wieder entspannt.

Des Weiteren stellt auch die Augsburger Allgemeine einen Teil aus dem Kinsey Report vor, bei dem während des REM-Schlafes (Traumphase) beobachtet wurde, wie die Durchblutung und Schwellung der Vagina (wie bei einem Orgasmus) anstieg.

Die Stimulation der Brustwarzen kann auch zum Orgasmus führen. Der Körper schüttet beim Saugen und Streicheln der Brustwarzen jede Menge Oxytocin aus. Dadurch können vaginale Kontraktionen ausgelöst werden, die dem Höhepunkt gleichkommen.

Lady Gaga hat gegenüber dem New York Magazine behauptet „Ich bringe mich mental zum Orgasmus“. Tatsächlich möglich und sogar wissenschaftlich nachgewiesen! Vorstellungskraft, Atemtechnik und jede Menge Übung braucht es dazu.

Aber wie auch immer du deinen Orgasmus erlebst – allein, zu zweit, mental oder real – wichtig ist die richtige Stimmung und die Fähigkeit, sich gehen lassen zu können. Passt alles perfekt, führt die richtige Stimulation zum Feuerwerk der Gefühle, so dass du deinen Höhepunkt in vollen Zügen genießen kannst.

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